Im Vorgänger von Kingdom Come: Deliverance 2 wart ihr zwar Schmiedesohn, konntet aber keine eigenen Waffen schmieden. Das hat sich jetzt geändert, zur Alchemie gesellt sich die Schmiedekunst als Crafting-Möglichkeit.
Selbst wenn ihr euch im Spielverlauf gute Waffen gekauft, erbeutet, verdient oder, nun ja, gestohlen habt, lohnt sich das Schmieden trotzdem. Die selbst gefertigten Waffen könnt ihr nämlich für gutes Geld bei den Händlern verkaufen. Gerade zu Spielbeginn ist das eine ehrliche Art, an die nötigen Groschen zu kommen. Was ihr wissen müsst, um erfolgreich Schwerter und Äxte zu schmieden, lest ihr im Guide:
Material und Rezepte
Wenn ihr im Storyverlauf nach Tachau kommt (oder direkt dahin marschiert), trefft ihr auf Radovan den Schmied. Er bringt euch die Grundlagen der Schmiedekunst bei. Ab dann könnt ihr an jeder Schmiede der beiden Regionen eure eigenen Schwerter, Langschwerter, Äxte oder Hufeisen herstellen.
Dazu braucht ihr Rezepte und Materialien. Da es in Kingdom Come 2 keine Erzvorkommen gibt, die ihr abbauen könnt, findet ihr Materialien wie Kupfer, Eisen oder Frankfurter Stahl in Häusern, Ställen, Truhen und so weiter. Oder ihr kauft sie bei Händlern oder eben Schmieden. Bei letzteren bekommt ihr auch die wichtigen Rezepte (die haben wir euch in einem weiteren Guide zusammengestellt).
Besondere Zutaten und Rezepte
Für bestimmte Rezepte benötigt ihr auch verschiedene Arten von Leder. Das bekommt ihr beim Jäger, Metzger oder auch beim allgemeinen Händler. Mit dem Perk Schatz der Wildnis (ab Überleben 10 wählbar) gewinnt ihr auch Leder, wenn ihr selber jagt, zum Beispiel Rehleder. Falls ihr einen Anbieter mal leer gekauft habt, macht das nichts: Sie füllen ihre Lager in regelmäßigen Abständen wieder auf.
Es gibt auch Rezepte für besondere Waffen, die ihr nur einmal herstellen könnt, dazu werden dann einzigartige Zutaten benötigt, die ihr im Laufe des Spiels findet. Zum Beispiel Herrn Radzig umgeschmiedetes Schwert, das ihr über eine Questreihe herstellt – mehr dazu in unserer Rezeptsammlung.
Das Schmieden-Minispiel
Das Minispiel zum Schmieden läuft immer in drei Schritten ab:
- Rezept auswählen
- Rohling in der Esse erhitzen
- Am Amboss hämmern, hämmern und hämmern
Ihr könnt die Qualität einer Waffe nicht beeinflussen, sie ist vorgegeben. Die einzige Qualitätsstufe, die ihr mittels eines Perks selbst bestimmen könnt, ist Stufe vier (später dazu mehr).
Erhitzen: Betätigt den Blasebalg mit der Taste Q (Gamepad: rechte Schultertaste). Achtet darauf, dass ihr den Rohling nicht zu stark erhitzt. Er sollte eine gelbe Farbe annehmen. Bei Weiß ist es zu heiß, dann kann der Vorgang schiefgehen. Zu kalt aber auch nicht, die Farbe sollte nicht dunkler werden. Heinrich weist euch mit entsprechenden Kommentaren darauf hin.
Ihr könnt euch den Rohling während des Erhitzens ansehen (PC: Taste F, Gamepad: X / Quadrat), um die Farbe zu checken. Das ist aber nicht zwingend nötig – die Farbe erkennt ihr ganz gut in der Esse selbst. Danach wechselt ihr mit der Taste R (Gamepad: A / Kreuz) zum Amboss.
Am Amboss hämmern: Hier erklärt euch das Spiel im Tutorial zwar, wie ihr vorgehen solltet. Der einzige entscheidende Punkt ist aber, dass ihr nicht immer auf dieselbe Stelle schlagt, sonst geht’s schief und ihr müsst von vorne anfangen.
Alle anderen Schritte beschleunigen den Schmiedevorgang lediglich. Wenn ihr schnell zum fertigen Produkt kommen wollt, müsst ihr:
- Im gleichmäßigen Rhythmus hämmern – Heinrich beginnt dann zu pfeifen.
- Nicht zu schwach schlagen – je mehr Funken fliegen, desto besser.
- Nicht immer auf dieselbe Stelle schlagen – sonst sprühen keine Funken mehr. Und wenn ihr das zu oft macht, geht der Schmiedevorgang schief, bei zu stark erhitzten Rohlingen sogar noch schneller. Dann müsst ihr neu starten und ihr verliert ein paar Materialien.
- Den Rohling nicht zu kalt werden lassen – zu erkennen an der immer dunkler werdenden Farbe und an Heinrichs Kommentaren. Wenn ihr dann weiterschlagt, geht der Vorgang ebenfalls schief.
Ihr braucht den Rohling nicht zu drehen – das spart Zeit.
Während des Schmiedevorgangs nimmt der Rohling langsam die gewünschte Form an, daran könnt ihr euren Fortschritt erkennen. Besonders gut seht ihr das bei den Äxten.
Falls ein Schmiedeversuch trotzdem mal ins Beinkleid geht, verliert ihr nicht alle Materialien. Beim Jagdschwert zum Bespiel nur das benötigte Befestigungsmaterial (die zwei Stahl und das Altmetall bleiben euch erhalten).
Nachdem der Schmiedevorgang abgeschlossen ist, müsst ihr nur noch die Animation abwarten, bei der Heinrich die Waffe härtet und abkühlt. Zum Schluss bekommt ihr eine Einblendung mit den Werten der neu geschmiedeten Waffe.
Die besten Schmiede-Perks
Je mehr ihr schmiedet, desto höher steigt eurer Handwerkslevel, und desto mehr verschiedene Perks werden freigeschaltet. Die folgenden bringen besonders gute Vorteile:
- Schlossschmiede erhöht euren Stehlen-Wert beim Schlösserknacken um drei Punkte – und ihr bekommt bei jedem geschmiedeten Gegenstand einen bis drei Dietriche extra.
- Martins Geheimnis ist der wohl wichtigste Schmiede-Perk. Der ist nach Heinrichs Vater benannt und schaltet die vierte Schmiede-Qualitätsstufe frei. Waffen der Qualitätsstufe vier haben deutlich bessere Werte und können nicht gefunden oder gekauft, aber teuer verkauft werden.
- Der versteckte Hämmerer-Perk wird erst freigeschaltet, wenn ihr schon einige Zeit mit dem Schmieden verbracht habt. Damit verbraucht ihr zehn Prozent weniger Ausdauer beim Angreifen und Blocken mit schweren Waffen.
Na, habt ihr schon erfolgreich eure ersten Hufeisen und Waffen geschmiedet? Wenn ihr zum Meisterschmied werden wollt, braucht ihr aber neben Perks und Übung natürlich auch neue Rezepte. Wo ihr die finden könnt, verrät euch der oben verlinkte Guide. Und falls ihr noch nicht allzu lange spielt, helfen euch sicher auch die Einsteiger-Tipps von Dimi bei eurem Ausflug ins Mittelalter.

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