Während aktuell Gesichtserkennung stark diskutiert wird und entsprechende Systeme auch bei Strafverfolgungsbehörden getestet oder eingesetzt werden, gibt es laut Forschern der University of Manchester und der Universidad Autónoma de Madrid eine wesentlich erfolgreichere Möglichkeit. Die Forscher haben laut einer Meldung der britischen Universität eine KI entwickelt, die den Laufstil eines Menschen erkennen kann.
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KI erkennt subtile Unterschiede
Für den Test mussten Teilnehmer über ein in den Boden integriertes druckempfindliches Polster laufen. Außerdem wurden hochauflösende Kameras eingesetzt. Die KI analysierte dann die 3D- und zeitbasieren Daten. Laut dem Forscher Omar Costilla Reyes hat jeder Mensch rund 24 unterschiedliche Faktoren und Bewegungen beim Gehen, die dazu führen, dass der Laufstil jeder Person einzigartig ist.
Werden diese Bewegungen überwacht, könnten sie wie ein Fingerabdruck oder ein Retina-Scan dazu verwendet werden, eine Person eindeutig zu identifizieren. Für die neue KI, die diese Bewegungen erkennen sollte, wurde eine Datenbank mit rund 20.000 Signalen durch Fußauftritte von 127 Personen verwendet. Die Unterschiede sind teilweise so subtil, dass nur eine KI damit umgehen kann, so die Forscher.
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Einsatz an Flughäfen oder in der Medizin
Laut der Meldung ist die Erkennung des Laufstils beispielsweise eine Möglichkeit, an Flughäfen Personen zu identifizieren, ohne das einzelne Menschen gestört werden müssten oder Geräusche auf die Erkennung Einfluss hätten. Außerdem sei es nicht notwendig, die Schuhe auszuziehen. Für Passagiere dürfte die KI nicht gedacht sein, da hier keine Daten vorliegen. Aber in bestimmten Bereichen eines Flughafens könnten so Personen erkannt werden, die nicht wie die Mitarbeiter in einer Datenbank vorliegen und so unberechtigter Zutritt schnell erkannt werden.
Ein anderer Einsatzzweck wäre die frühe Erkennung von gesundheitlichen Problemen des Gehirns, die den Laufstil eines Menschen beeinflussen können. Smarte Unterkünfte könnten mit Sensoren im Boden auf neuartige Weise den Beginn einer neuro-degenerativen Krankheit erkennen.
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