Im Jahr 2026 sind wir es längst gewohnt, Bewerbungsschreiben und Lebensläufe am PC zu verfassen und auszudrucken (oder digital zu verschicken).
Wie sehr das der Fall ist, zeigen die oftmals emotionalen Reaktionen auf eine brasilianische Frau, die keine Möglichkeit zum Drucken hatte. Deshalb hat sie den oben zu sehenden Lebenslauf per Hand geschrieben und persönlich in Geschäften in ihrer Heimatstadt verteilt.
Unserer Recherche nach zu urteilen stammt der erste Bericht darüber vom lokalen Nachrichtenportal Jornal Popular Serro-MG. Serro ist ein kleiner Ort im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais etwa 670 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro.
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Was in dem Lebenslauf steht
Folgende Angaben finden sich abseits des Namens und des Geburtsdatums auf dem Lebenslauf:
- Familienstand: ledig, zusammenlebend / in wilder Ehe
- Schulbildung: unvollständige Sekundarstufe (Mittlere Reife nicht abgeschlossen)
- Berufserfahrung: Ladenhelferin, Servicekraft, Küchenhilfe
- Ergänzender Text: Ich bin auf der Suche nach einer Arbeitsmöglichkeit. Mein Wunsch nach Weiterentwicklung ist groß und gemeinsam mit dem Unternehmen werde ich erfolgreich sein. Meine Fähigkeit ist es, immer mein Bestes zu geben.
- Eigene Bewertung:
- Stärke: 9
- Wille: 9
Das Foto des Lebenslaufs wurde in Brasilien in den letzten Wochen häufig über soziale Medien wie Instagram oder Facebook geteilt, so etwa in diesem Beispiel von Instagram.
Warum erregt der Lebenslauf so viel Aufmerksamkeit?
Offenbar trifft die Mischung aus dem notgedrungenen Zurückgreifen auf eine veraltete Form der Bewerbung und der Beharrlichkeit der Bewerberin trotz widriger Umstände einen Nerv.
Dabei dürften auch ihr ergänzender Text und die Bewertung ihrer eigenen Stärke und ihres Willens eine große Rolle spielen.
Dadurch scheint das Beispiel der brasilianischen Bewerberin anderen Menschen Mut zu machen, auch in schwierigen Zeiten an sich zu glauben und stets zu versuchen, die eigene Situation zu verbessern, selbst wenn man nur über sehr begrenzte Mittel und keine gute Schulbildung verfügt.
Bislang konnten wir keine Berichte darüber finden, ob ihr diese mediale Aufmerksamkeit bei ihrer Jobsuche geholfen hat. Sollte sich das noch ändern, aktualisieren wir diesen Artikel entsprechend.
Handschrift hat auch 2026 noch Bedeutung
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Dinge per Hand aufzuschreiben, kann generell auch heute weiterhin eine gute Idee sein.
So gibt es verschiedene wissenschaftliche Studien, die der Handschrift positive Effekte bescheinigen, die beim rein digitalen Verfassen von Texten nicht in vergleichbarem Maße auftreten.
Dazu zählen beispielsweise eine verbesserte Rechtschreibung und ein tieferes Einprägen von Informationen.
Deshalb gibt es auch kritische Stimmen dazu, dass junge Menschen heutzutage mehr und mehr die Fähigkeit verlieren könnten, per Hand zu schreiben, wie im oben verlinkten Artikel thematisiert.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, wie häufig ihr noch Texte und Dokumente per Hand verfasst oder ob das inzwischen quasi nur noch digital bei euch geschieht.

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