Wer am Flughafen Leipzig/Halle einen Kaffee will, erlebt seit Januar eine kleine Überraschung: Ein privat gebauter Roboterarm greift nach einem Pappbecher, füllt ihn und stellt ihn aufs Förderband. Der Automat heißt »Hej Toto«, macht einen Haufen Geld und muss jetzt weg.
Zu beliebt für den Flughafen
Der Grund klingt paradox: »Toto« macht schlicht zu guten Umsatz. Laut seinem Erfinder Chris Walter fühlen sich andere Händler im Flughafen dadurch bedroht. Der 35-jährige Industriedesigner erklärte die Situation in einem Instagram-Video.
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Walter findet das natürlich schade und hat dieses Problem auch nicht erwartet, wie er gegenüber der Leipziger Volkszeitungmitteilt:
»Das finde ich sehr schade. Der Roboterarm sollte das Angebot ergänzen und war nie als Konkurrenz gedacht.«
Konstruktive Gespräche mit dem Airport habe es laut Walter gegeben. Einen neuen Standort am Flughafen fand man trotzdem nicht.
Wir haben bei dem Flughafen nachgefragt, ob die Aussage von Walter so zutrifft. Bisher haben wir keine Antwort erhalten.
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Zwei Jahre Arbeit, null Prototyp
»Toto« ist kein Serienprodukt, sondern ein Unikat, das laut Walter mit jeder Menge Handarbeit und viel Freizeit bei ihm zu Hause entstand.
Walter hat zwei Jahre in seiner Werkstatt daran gebastelt und programmiert. Aus purer Freude an der Idee, wie er sagt. Einen Prototypen gibt es nicht. Der Automat ist bislang einmalig.
Bekannt wurde das Projekt über den eigens dafür gegründeten Instagram-Account. Besonders ein Video mit mittlerweile über 700.000 Aufrufen hat die Bekanntheit von »Hej Toto« vorangetrieben.
»Es ist absurd, was nach dem Video passiert ist – ich habe täglich Anfragen von Unternehmen bekommen.«
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Was als Nächstes kommt
»Toto« muss den Flughafen Leipzig/Halle verlassen, aber in die Werkstatt zurück muss er wohl nicht. Die Anfragen reißen nicht ab:
- Die Betreiber der Flughäfen Frankfurt und München haben sich bei Walter gemeldet.
- Auch aus Leipzig kommen Angebote – voraussichtlich soll »Toto« künftig im Leipziger Hauptbahnhof stehen.
- Walters eigentlicher Wunsch: Den Roboter in eine Notaufnahme stellen, um Wartende aufzuheitern.
Dass »Toto 2.0« kommen wird, steht für Walter fest, doch wo die zweite Version landet, ist noch offen. Der aktuelle Roboter soll aber zumindest vorerst in der Region bleiben.
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