Lenovo Legion Go 2 im ersten Hands-On: Einen so guten Bildschirm habe ich bei keinem anderen Handheld gesehen

Leider wurde auch meine frühe Sorge wahr: Dieser Handheld wird nicht günstig.

Der Lenovo Legion Go 2 liegt trotz des hohen Gewichtes richtig komfortabel in meinen Händen. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Lenovo Legion Go 2 liegt trotz des hohen Gewichtes richtig komfortabel in meinen Händen. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Aktuell bin ich auf der IFA 2025 unterwegs und natürlich mache ich dort Jagd auf die neuesten Handheld-Konsolen. Zu meinem Glück habe ich die Möglichkeit, sehr früh erste Eindrücke des Lenovo Legion Go 2 zu sammeln – einer meiner meist erwarteten Handhelds 2025

Bei dem Gerät, das ich für diesen Artikel verwendet habe, handelt es sich noch um ein Vorserien-Modell mit nicht finalisierter Software, weshalb ich mit euch noch nicht die Gaming-Erfahrung teilen kann, die wir später im Monat zum Release erwarten dürfen

Hier gibt es stattdessen meinen ersten Eindruck vom Handheld selbst und den wichtigsten Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger.

Eines vorweg: Das ist einer der besten Bildschirme, die ich je bei einem Handheld gesehen habe – wenn nicht sogar der beste.

Duy Linh Dinh
Duy Linh Dinh

Linh testet für GameStar Tech alle möglichen Handhelds. Der Lenovo Legion Go ist bis heute einer seiner Favoriten – vor allem wegen des großen Bildschirms.

Jetzt konnte er den Nachfolger für einige Tage ausprobieren und teilt in diesem Artikel seine ersten Eindrücke mit euch.

Tech Star 2025
Lenovo Legion Go 2
Lenovo Legion Go 2
Dank OLED, VRR und 144 Hertz bietet der Lenovo Legion Go 2 im Ersteindruck ein überragendes Spielerlebnis. Auch die neuen Controller, der größere Arbeitsspeicher und der leistungsstärkere Akku machen ihn deutlich besser als das Vorgängermodell. Trotz seiner Größe liegt er überraschend komfortabel und überraschend leicht (920 Gramm) in der Hand. Mit einem Startpreis von rund 1000 Euro ist er aber alles andere als eine günstige Anschaffung.
  • Brillanter OLED-Bildschirm
  • VRR und 144 Hertz
  • Verbesserte Controller-Ergonomie
  • Mehr RAM + Speicherplatz
  • Größerer Akku als Vorgänger
  • Hoher Einstiegspreis ab 999 Euro
  • Konkurrenz mit größerem Akku

Der Bildschirm ist das Highlight

Schon der Vorgänger, der Lenovo Legion Go 1, gehört zu meinen Lieblings-Handhelds und ein wichtiger Grund dafür war der exzellente Bildschirm. 

Mit dem zweiten Handheld setzt der Hersteller hier noch einen drauf und verbaut einen noch besseren Bildschirm – auch wenn der in einem Aspekt Abstriche machen muss. Aber aus gutem Grund.

Der Bildschirm hat mich stark beeindruckt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Bildschirm hat mich stark beeindruckt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

8,8-Zoll-OLED: Der Lenovo Legion Go 2 setzt wie sein Vorgänger auf einen fast 9 Zoll großen Bildschirm. Dieses Mal verbaut Lenovo kein IPS-LCD, sondern ein OLED-Panel mit leuchtenden Farben und einem hervorragenden Kontrast. 

  • Die Bildschirmgröße ist meiner Meinung nach perfekt. 8,8 Zoll finde ich noch handlich genug, um damit mobil zu spielen, aber ausreichend groß, um selbst PC-Spiele mit kleiner Schrift zu genießen.
  • Das IPS-LCD vom ersten Legion Go war schon wirklich sehr schön und offen gesagt habe ich die Vorteile eines OLED-Bildschirms nicht vermisst. Im direkten Vergleich merkt man dennoch einen signifikanten Unterschied – besonders bei den Schwarzwerten und dem Kontrast. 

Der Lenovo Legion Go 2 ist der erste Handheld mit einem OLED-Bildschirm, VRR und 144 Hz. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Lenovo Legion Go 2 ist der erste Handheld mit einem OLED-Bildschirm, VRR und 144 Hz. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

VRR: Der Lenovo Legion Go 2 unterstützt eine variable Bildschirmwiederholrate von 30 bis 144 Hz. Das sorgt für eine flüssige Darstellung und beugt Screen Tearing vor. Der Vorgänger besaß dieses Feature nicht. 

Geringere Auflösung: Hier findet sich das oben angesprochene Downgrade. Der erste Lenovo Legion Go besaß einen Bildschirm mit einer sehr hohen Auflösung von 2.560 × 1.600 Pixeln. Beim Lenovo Legion Go 2 tummeln sich nur noch 1.920 x 1.200 Pixel auf dem Display – aber das ist gut:

  • Nur selten war es möglich, aktuelle Spiele auch in einer derart hohen Auflösung ohne Hilfe von Upscaling zu spielen. 
  • Die 1.200p-Auflösung des Legion Go 2 ist immer noch hoch genug, um Inhalte bei dieser Bildschirmgröße scharf darzustellen, und es sollten deutlich mehr Spiele mit nativer Auflösung spielbar sein. 

500 Nits: Die maximale Helligkeit des Handhelds ist nicht gestiegen, aber sie ist hell genug, um selbst draußen spielen zu können, solange man im Schatten sitzt. 

Komfort und Verarbeitung: Zwei große Schwächen wurden behoben

Hier seht ihr den ersten Lenovo Legion Go (o.) neben seinem Nachfolger (u.). (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Hier seht ihr den ersten Lenovo Legion Go (o.) neben seinem Nachfolger (u.). (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Der Lenovo Legion Go 2 steckt in einem Gehäuse aus mattem Kunststoff. Dadurch fühlt er sich noch etwas hochwertiger an als der erste Lenovo Legion Go. 

Die neuen abnehmbaren Controller sind nicht mehr so kantig, sondern an jeder Stelle abgerundet. Dadurch liegt der Legion Go 2 signifikant besser in den Händen als sein Vorgänger. Der Handheld ist trotz des hohen Gewichts von fast einem Kilogramm sehr komfortabel. 

Außerdem sitzen die beiden Controller deutlich stabiler am Gehäuse. Beim Lenovo Legion Go 1 hatten sie etwas Spiel und fühlten sich deswegen immer wieder wackelig an. Beim Nachfolger sitzen sie bombenfest – zumindest im Ersteindruck. 

Controller, FPS-Modus und Tabletop-Gaming

Die Controller lassen sich weiterhin abnehmen und kabellos verwenden. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Controller lassen sich weiterhin abnehmen und kabellos verwenden. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Wie bei der Nintendo Switch 2 lassen sich die Controller des Lenovo Legion Go 2 abnehmen und kabellos mit dem Handheld verwenden. Ein stabiler Kickstand auf der Rückseite ermöglicht es, das Tablet stufenlos in mehreren Winkeln aufzustellen.

Der rechte Controller kann mit einer kleinen Platte, in die der Controller eingesteckt wird, zu einer Vertikal-Maus verwandelt werden – wie beim Vorgänger. 

Der Maussensor wirkt präziser als beim Legion Go 1, aber das muss ich noch in Ruhe testen.  

Auf dem linken Controller befinden sich zwei neue Tasten, die die Bedienung von Windows 11 auf Handhelds vereinfachen: Einer ruft sofort die Desktop-Oberfläche auf und der andere den Alt-Tab-Bildschirm, um zwischen Apps und Fenstern zu wechseln. 

Schaut genau hin: Ich habe auf diesem Bild am alten Lenovo Legion Go (unten) die neuen Controller angesteckt und am Lenovo Legion Go 2 die alten Controller. Sie sind kompatibel zueinander. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Schaut genau hin: Ich habe auf diesem Bild am alten Lenovo Legion Go (unten) die neuen Controller angesteckt und am Lenovo Legion Go 2 die alten Controller. Sie sind kompatibel zueinander. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Mehr Leistung und größerer Akku

Der Lenovo Legion Go 2 ist entweder mit dem AMD Ryzen Z2 oder dem Z2 Extreme ausgestattet. 

  • Der AMD Ryzen Z2 ist etwa genauso schnell wie der AMD Ryzen Z1 Extreme, der in Handhelds wie dem ersten Lenovo Legion Go oder der Asus ROG Ally verbaut ist. 
  • Der AMD Ryzen Z2 Extreme ist etwa genauso schnell wie der Chip in der neuen Asus ROG Xbox Ally X (AMD Ryzen Z2 AI Extreme). 

Der Kickstand kann stufenlos eingestellt werden und stellt den Handheld ziemlich stabil auf. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Kickstand kann stufenlos eingestellt werden und stellt den Handheld ziemlich stabil auf. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Dazu kommen 32 GByte RAM mit 8.000 MT/s. Die 16 GByte RAM des Vorgängers waren schon zum Release etwas knapp bemessen, da sie – wie bei einer APU (Prozessor mit integrierter Grafikeinheit) üblich – für CPU und GPU genügen müssen. Über diese Neuerung freue ich mich daher besonders. 

Mein Vorserien-Modell bietet mit einer 2-TByte-SSD äußerst viel Speicherplatz, der bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitert werden kann. 

Hitze wird über die großen Lüftungsschlitze oben abgeführt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Hitze wird über die großen Lüftungsschlitze oben abgeführt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Einer der größten Kritikpunkte vom ersten Lenovo Legion Go war die kurze Akkulaufzeit. Bei nicht wenigen Spielen musste ich schon nach etwa einer Stunde das Stromkabel anschließen.

Der neue Lenovo Legion Go 2 hat einen 74-Wh-Akku verbaut – auf dem Papier etwa 50 Prozent mehr. Die Konkurrenz von Asus (ROG Ally X) und MSI (Claw A8 und 8 AI+) bietet mit 80-Wh-Akkus allerdings noch höhere Werte. 

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

  • CPU: AMD Ryzen Z2 oder Z2 Extreme
  • GPU: AMD Radeon 780M oder Radeon 890M
  • RAM: Bis zu 32 GByte LPDDR5X @ 8.000 MT/s
  • SSD: Bis zu 2 TByte M.2 2242 PCIe Gen4
  • Akku: 74 Wh mit 65 Watt Ladeleistung
  • OS: Windows 11 mit Legion Space
  • Display: 8,8 Zoll, 1920 x 1200 Pixel, OLED, 144 Hz, VRR, 500 nits, 97 Prozent DCI-P3
  • Gewicht: 920 Gramm mit Controller
  • Anschlüsse: 2 x USB-C 4.0, 3,5mm-Klinke, microSD-Kartenslot
  • Konnektivität: Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3

Das war mein erster Eindruck vom Lenovo Legion Go 2. Ich kann das Vorserien-Modell noch für einige Tage behalten und werde ihn am Dienstag, dem 09.09.2025 um 13 Uhr im Stream zeigen. Schaut also in unsere FYNT-Show auf Twitch rein, wenn ihr euch dafür interessiert! 

Preis und Verfügbarkeit: Bei dieser Ausstattung habe ich schon im Vorfeld befürchtet, dass der Handheld nicht günstig wird. 

  • Der Preis startet bei 999 Euro für die Version mit AMD Ryzen Z2. Der Preis für das schnellere Modell steht noch nicht fest.
  • Der Lenovo Legion Go 2 soll noch in diesem Monat erscheinen. 

Habt ihr jetzt schon Fragen zum Handheld? Dann stellt sie gern unten in den Kommentaren!

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