Ein geleakter Handheld hat ein Display-Feature, das keiner sonst bietet und ich bin jetzt schon verliebt – aber nicht nur deswegen

Kolumne: Der Lenovo Legion Go 2 ist mein meist erwarteter Handheld von 2025.

Der Lenovo Legion Go 2 könnte der beste Handheld 2025 werden. (Bildquelle: Lenovo) Der Lenovo Legion Go 2 könnte der beste Handheld 2025 werden. (Bildquelle: Lenovo)

2025 ist bis jetzt schon ein großes Jahr für Handheld-Gaming gewesen. Lenovo und Valve veröffentlichten den Lenovo Legion Go S – der erste Drittanbieter-Handheld mit SteamOS –, Microsoft und Asus haben die ROG Xbox Ally-Geräte angekündigt, MSI erklomm den Performance-Gipfel mit der Claw 8 AI+ und ach ja: Nintendo veröffentlichte die lang erwartete Switch 2.

Mein persönliches Handheld-Highlight ist allerdings keines davon, sondern einer, der erst noch erscheinen soll: der Lenovo Legion Go 2. Jetzt wurde der Handheld geleakt und die technischen Daten sind für mich ein Traum – vor allem auch wegen eines Features, das bisher kein anderer Handheld hat: OLED mit VRR.

Was ist der Lenovo Legion Go 2?

Der Handheld hat einen fast 9-Zoll großen Bildschirm. Wie bei der Nintendo Switch 2 sind die Controller abnehmbar. (Bildquelle: Lenovo) Der Handheld hat einen fast 9-Zoll großen Bildschirm. Wie bei der Nintendo Switch 2 sind die Controller abnehmbar. (Bildquelle: Lenovo)

Der Legion Go 2 ist ein Gaming-Handheld für PC-Spiele, wie das Steam Deck oder die Asus ROG Ally. Auf dem Gerät wird Windows 11 installiert sein. Wie beim Vorgänger, auf dem ich übrigens SteamOS installiert habe, erwarte ich auch von diesem Handheld, dass er mit verschiedenen Linux-Distributionen kompatibel ist, falls man mit Windows nicht warm wird.

Das Gerät wurde auf der CES 2025 angekündigt und sollte noch dieses Jahr erscheinen. Ein genaues Datum oder der Preis wurden noch nicht genannt. 

Technische Daten
Hier tippen/klicken zum Anzeigen
  • APU: AMD Ryzen Z2 Extreme
  • RAM: 32 GByte LPDDR5X @ 7.500 MT/s
  • SSD: 2 TByte M.2 SSD
  • Bildschirm: 8,8 Zoll, OLED, 1920 x 1200, 500 Nits, 144 Hz, VRR, 97 Prozent DCI-P3
  • Akku: 74 Wh mit 65 Watt Ladeleistung
  • Konnektivität: Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, USB4 (x2)
  • Controller: abnehmbar, Hall-Effekt-Sticks, Trackpad
  • Maße: 295,6 x 136,7 x 42,24 mm 
  • Gewicht: 1079 Gramm

Was uns der Leak verrät

In China konnte jemand über einen Secondhand-Marktplatz einen Entwicklungs-Prototyp des Lenovo Legion Go 2 erwerben. Der Käufer hat ein erstes Hands-On mit dem Gerät auf YouTube hochgeladen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, die »In yo« sammeln konnte:

  • Besonders scharfer OLED-Bildschirm: Der 8,8-Zoll große Bildschirm stammt von Samsung und bietet eine RGB-Pixelstruktur ohne Subpixel-Verlust. Das bringt eine besonders scharfe Bildqualität, weil jedes Pixel wirklich aus Rot, Grün und Blau besteht. Das eliminiert Farbfransen, was nützlich für die Darstellung von Text und feinen Details ist. 
  • Und er ist heller als gedacht: Offiziell soll der Bildschirm 500 Nits schaffen, was sich mit vielen Geräten der Konkurrenz deckt. In Yo konnte allerdings 749 und in der Spitze sogar 900 Nits messen.
  • Im Prototyp steckt noch der alte Prozessor: Anstelle des neuen AMD Ryzen Z2 Extreme ist in diesem Prototyp der AMD Ryzen Z2 verbaut. Dieser verwendet noch dieselbe GPU, wie der Vorgänger (Radeon 780M).
  • Das Netzwerkmodul stammt von MediaTek.
  • Mehr Ladeleistung als angegeben: Die Ladeleistung beträgt offiziell 65 Watt. In Yo konnte 86 Watt messen. 
  • Leichter als gedacht? Der Lenovo Legion Go soll mehr als ein Kilogramm auf die Waage bringen. Der Prototyp wog mit angebrachten Controllern nur 938 Gramm. 

Bedenkt, dass diese Erkenntnisse von einem Prototyp gewonnen wurden und nicht unbedingt für das Serienmodell gelten. 

Inzwischen hat In Yo sogar Bazzite OS, eine Linux-Distribution, die SteamOS sehr ähnelt, erfolgreich auf dem Lenovo Legion Go 2 installiert. Somit wissen wir, dass zumindest der Prototyp damit kompatibel ist.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

3 Dinge, durch die der Legion Go 2 heraussticht

OLED mit VRR: Der Lenovo Legion Go 2 wird wohl den besten Bildschirm von allen Handhelds haben. Nicht nur kommt ein OLED-Panel zum Einsatz, es unterstützt sogar eine variable Bildwiederholrate. Damit ist es im Markt der Handhelds einzigartig und hoffentlich wegweisend für die Konkurrenz. 

Was ist ein OLED-Display? Ein OLED-Display besteht aus selbstleuchtenden Pixeln. Das bedeutet: Jeder Punkt auf dem Bildschirm kann sich einzeln an- oder ausschalten, ganz ohne Hintergrundbeleuchtung. Dadurch entstehen perfekte Schwarzwerte, starke Kontraste und besonders intensive Farben. Außerdem reagieren OLEDs sehr schnell, was sie ideal fürs Gaming macht.

Was ist VRR und was bringt es mir? VRR steht für Variable Refresh Rate. Die Bildwiederholrate des Displays passt sich dabei dynamisch an die Leistung der Spiele an. Das sorgt für flüssigere Bewegungen, weniger Bildzerreißen (Tearing) und keine Ruckler, wenn die Framerate schwankt.

Abnehmbare Controller wie die Switch 2: Wie beim Vorgänger und der Switch 2 lassen sich die Controller abnehmen und kabellos verwenden. Im Gegensatz zum Legion Go 1 sind die Griffe nicht mehr so kantig, sondern abgerundet.

Hohe Leistung: Der Legion Go 2 dürfte einer der schnellsten Handhelds auf dem Markt werden. Im Inneren steckt der neue AMD Ryzen Z2 Extreme mit 32 GByte RAM, der maximal 7.500 MT/s schnell ist. Damit dürfte der neue Lenovo-Handheld in direkter Konkurrenz mit ähnlich schnellen Handhelds stehen:

  • Asus ROG Xbox Ally X: Derselbe Chip, aber mir nur 24 GByte RAM. Dieser ist allerdings mit 8.000 MT/s etwas schneller und die Windows-Version auf diesem Handheld soll besser für Gaming optimiert sein. Wie sich diese Unterschiede in realen Gaming-Szenarien auswirken, ist noch offen. 
  • MSI Claw A8: Auch hier steckt der AMD Ryzen Z2 Extreme mit 24 GByte RAM drinnen. Erste Tests zeigen, dass die Leistung noch etwas hinter dem MSI Claw 8 AI+ liegt.
  • MSI Claw 8 AI+: Ich habe insgesamt 10 PC-Handhelds getestet und dieser ist der schnellste. Der Intel Core Ultra 7 258 V überzeugt mit hoher Effizienz und Leistung. 

3 Dinge, die den Legion Go 2 jetzt schon schlechter machen

Kein microSD-Express: Zum jetzigen Informationsstand wird die Nintendo Switch 2 der einzige Handheld mit Unterstützung für die schnellen microSD-Express-Karten bleiben. Der Lenovo Legion Go wird wohl wie alle anderen PC-Handhelds nur einen langsameren UHS-Reader verwenden. 

Hohes Gewicht: Ob nun 938 oder 1.079 Gramm – dieser Handheld wird schwer und obwohl die Ergonomie verbessert wurde, könnte das Gewicht für viele ein K.-o.-Kriterium bleiben. 

Hoher Preis: Natürlich gibt es noch keine absolute Sicherheit, aber die technischen Daten lassen schon jetzt darauf schließen, dass der Lenovo Legion Go 2 nicht günstig wird. Ein Preis von 1.100 oder gar 1.200 Euro würde mich nicht überraschen – leider. Ich hoffe wenigstens auf 1.000 Euro.  

Jetzt seid ihr gefragt: Was haltet ihr vom Lenovo Legion Go 2? Seid ihr an dem Handheld interessiert? Und falls ja: welchen Preis wärt ihr bereit dafür zu bezahlen und welcher wäre euch persönlich zu hoch? Und gibt es bestimmte Features, auf die ihr euch besonders freut oder welche, die ihr euch für den Legion Go 2 wünscht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! 

zu den Kommentaren (12)

Kommentare(11)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.