CES 2026: LGs niedlicher Haushaltsroboter CLOiD soll seine Macht demonstrieren: Beim Wäschefalten

Revolution im Haushalt: LG will das Zuhause für den Menschen zu einem arbeitsfreien Bereich machen – helfen soll ein kleiner Roboter.

LG will auf der CES den Prototypen eines eigenen Haushaltsroboters beim Ausführen einer Königsdisziplin zeigen: Dem Falten und Stapeln von Wäsche. (Bildquelle: LG) LG will auf der CES den Prototypen eines eigenen Haushaltsroboters beim Ausführen einer Königsdisziplin zeigen: Dem Falten und Stapeln von Wäsche. (Bildquelle: LG)

Endgegner Wäschekorb: Im letzten Jahr konnten wir nicht nur auf der IFA humanoide Roboter sehen, die nichts weniger versprechen, als lästige Hausarbeit ein für allemal loszuwerden. Für die CES 2026 kündigt nun auch LG mit CLOiD den Prototypen für einen echten Haushaltshelfer an.

Dabei solltet ihr euch nicht vom niedlichen Design täuschen lassen: LG verspricht auf der Technikmesse in Las Vegas die Demonstration einer Disziplin, an der Elon Musks Optimus schon einmal gescheitert ist: dem eigenständigen Falten von Kleidung.

Video starten 0:33 Der 4NE-1 von Neura auf der IFA 2025 beim Wäsche-Sortieren

Wie EVE aus Wall E: LG präsentiert auf der CES einen kleinen Haushaltsroboter

LG tritt die diesjährige CES in Las Vegas unter dem Slogan Affectionate Intelligence (etwa: Einfühlsame Intelligenz) an: Neben dem dünnsten kabellosen Fernseher der Welt will der koreanische Elektronik-Hersteller mit CLOiD auch eine humanoide KI-Haushaltshilfe präsentieren. Die offizielle Pressemitteilung verspricht:

  • Menschliche Motorik: Zwei Arme mit je sieben Gelenken und Hände mit fünf unabhängig beweglichen Fingern böten eine Mobilität, die dem des Menschen entspreche.
  • Räder statt Beine: Statt auf Beine setzt LG auf eine stabile Basis mit Rädern. Der Nachteil: Damit kann CLOiD Gegenstände nur ab Kniehöhe und darüber aber eben nicht vom Boden aufheben.
  • Physical AI: Mit einer Kombination aus Bildverständnis (VLM) und Handlungssteuerung (VLA) soll der Roboter Gesehenes in Echtzeit in präzise Bewegungen übersetzen und völlig autonom agieren.
  • Gesichtsausdrücke: CLOiD soll mit den Menschen natürlich in Kontakt treten und sie verstehen. Das funktioniert unter anderem über ein Display im Kopf, das Mimik und Emotionen anzeige. Damit erinnert der Roboter im Gegensatz zu einigen Konkurrenten weniger an Terminator als an EVE aus dem Pixar-Film Wall E.

LG vermarktet CLOiD unter dem Motto Zero Labor Home (also etwa Null-Arbeit-Zuhause) als eine echte Bereicherung für den Haushalt. Der Roboter öffnet nicht nur selbständig Türen, sondern holt auch Milch aus dem Kühlschrank und schiebt Croissants in den Ofen – und neben dem Beladen der Waschmaschine soll er auch noch die Wäsche falten.

Wäschefalten wird zur Königsdisziplin

Auf der CES soll CLOiD dann sein Können direkt am Messestand unter Beweis stellen. Wenn LG sein Versprechen hält, dann dürfte dort eine Fähigkeit mit besonderer Neugier erwartet werden: Das Falten und Stapeln von Kleidungsstücken.

Denn das gehört für humanoide Roboter zu einer der schwierigsten Aufgaben, denn es ist komplex und erfordert Fingerspitzengefühl. Im August letztes Jahr zeigte etwa das US-amerikanische Unternehmen Figure zu epischer Musik seinen Roboter Figure 02 beim Wäschefalten – allerdings nur von Handtüchern.

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Auch das deutsche Unternehmen Neura erklärte auf der IFA 2025 der hauseigene humanoide Roboter 4NE-1 könne Wäsche falten – demonstriert wurde allerdings nur das recht langsame Sortieren von Kleidungsstücken.

Und sogar Elon Musk verbrannte sich schon vor gut zwei Jahren auf X (vormals Twitter) mit der Behauptung, Teslas Roboter Optimus könne ein T-Shirt falten, die Finger:

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Wie Forbes berichtet, musste der Milliardär wenig später zugeben, dass Optimus auf dem gezeigten Video eben nicht autonom handelt: Bei genauem Hinsehen ist am rechten Bildrand die Hand eines Ingenieurs zu sehen, der die Bewegungen des Roboters vorgibt.

Sollte LG am Messestand also tatsächlich beweisen, dass CLOiD komplexe Wäscheberge eigenständig meistert, wäre das weit mehr als eine nette Spielerei – nämlich eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz.

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