Lidl verkauft diese Woche einen smarten Zwischenstecker im Onlineshop für zehn statt 15 Euro. Ich habe mir vor einigen Jahren einen solchen zugelegt, aus mehreren Gründen: Komfort, Strom sparen und Energiefresser finden.
Bei mir hängt eine solche smarte Steckdose im Wohnzimmer an einer Mehrfachleiste, an der unter anderem mehrere Konsolen, ein Apple TV und ein Verstärker angeschlossen sind.
Da ich hinter dem Lowboard nur schwierig an den Steckdosenschalter komme, ist so ein steuerbarer Zwischenstecker ein kleiner Komfortgewinn. Inzwischen habe ich einen zweiten Stecker fürs Büro und nutze ihn da auf die gleiche Weise.
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- Preis: ca. 10 Euro im Angebot bei Lidl, regulär 15 Euro
- Standard und Funk: Matter‑fähiger Smart-Plug, Verbindung per 2,4‑GHz-WLAN (Matter over Wi‑Fi)
- Kompatible Systeme: Lidl‑Home‑App (iOS und Android), dank Matter auch in andere Smart‑Home‑Systeme integrierbar.
- Maximale Leistung: bis 3.840 Watt bzw. 16 Ampere, damit auch für stärkere Verbraucher wie Wasserkocher geeignet.
- Funktionen in der App: Ein-/Ausschalten, Zeitpläne, Countdown-Timer, Schalten nach Sonnenauf- und ‑untergang, automatische Sommer-/Winterzeitumstellung, integrierter Energiezähler zur Verbrauchsmessung.
- Bedienung am Gerät: Taster zum manuellen Schalten und Koppeln, Status‑LED
- Einsatzbereich: Nur für trockene Innenräume, Schutzkontaktsteckdose, maximal 16 A
Was kann die smarte Steckdose?
Im Kern macht der Zwischenstecker das, was man erwartet: Er sitzt zwischen Wandsteckdose und Gerät oder Mehrfachleiste und lässt sich per App oder direkt am Taster ein‑ und ausschalten.
Über die Lidl‑Home‑App kommen weitere Funktionen dazu: Ihr könnt etwa Zeitpläne anlegen, einen Countdown starten oder den Stecker automatisch bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang schalten lassen.
Praktisch ist, dass der Stecker dank Matter nicht an ein einzelnes Ökosystem gebunden ist. Wer ohnehin ein Smart‑Home betreibt, welches Matter unterstützt, kann den Zwischenstecker dort einbinden und beispielsweise mit Routinen oder Szenen verknüpfen.
Zusatzfunktion: Ihr könnt mit so einer Steckdose übrigens auch »dumme Geräte« smart machen. Eine klassische Stehlampe lässt sich damit per App oder Sprache ein- und ausschalten, ohne dass man den Schalter betätigen muss. Das kann praktisch sein.
Stromfresser finden mit dem Energiezähler
Der Lidl-Stecker besitzt außerdem einen integrierten Energiezähler. In der App seht ihr, wie viel Leistung anliegt und wie viel Energie über einen bestimmten Zeitraum geflossen ist.
Damit lässt sich recht gut einschätzen, welche Geräte im Stand-by wirklich ins Gewicht fallen. So kann man einerseits einfacher entscheiden, wo sich die smarte Steckdose wirklich lohnt.
Andererseits findet sich damit vielleicht auch ein Gerät, das sich als Stromfresser entpuppt und womöglich irgendwann gegen ein energieeffizienteres ausgetauscht werden könnte.
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Mein Einsatz im Wohnzimmer und Büro
Im Alltag habe ich mir angewöhnt, den Zwischenstecker im Wohnzimmer spätabends automatisch abzuschalten und am kommenden Tag nach Feierabend wieder zu aktivieren.
Im Büro ist es ähnlich: Aktivboxen, Streamer, Stereoanlage, PC und Mac hängen über einen smarten Zwischenstecker an der Steckdose hinter Schreibtischcontainern. So kann ich nach Feierabend alles komplett ausschalten.
Technisch könnte ich den gleichen Effekt natürlich über den Kippschalter der Steckerleiste erreichen – praktisch mache ich das aber nicht, weil die Schalter der Steckdosenleisten schlecht erreichbar sind. Für mich ist der größte Nutzen also die komfortable Einsparung von Energie.
Wie viel Strom lässt sich einsparen?
Wie viel ihr am Ende wirklich spart, hängt natürlich davon ab, welche Geräte an der Steckdose hängen und wie konsequent ihr sie deaktiviert. Und: Natürlich hat auch die smarte Steckdose einen gewissen Stand-by-Verbrauch durch die WiFi-Anbindung.
In der Praxis werdet ihr nicht alle Stand‑by‑Geräte komplett vom Netz nehmen, aber selbst ein Teil davon reicht mitunter, um den Anschaffungspreis des Steckers nach einiger Zeit wieder hereinzuholen – vor allem, wenn ihr gleich mehrere kritische Stellen im Haushalt damit ausrüstet.
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Worauf ihr achten solltet
Trotz allem ist es keine gute Idee, wirklich jedes Gerät stumpf über eine smarte Steckdose vom Netz zu trennen. Moderne OLED‑Fernseher führen im Stand-by zum Beispiel Panel‑Pflegeprogramme aus, die ihr nicht verhindern solltet.
Auch Router, Smart‑Home‑Zentralen oder Server gehören in der Regel nicht an solche Schaltsteckdosen, weil sie Updates einspielen oder andere Geräte versorgen.
Sinnvoll ist der Einsatz eher bei klassischen Kandidaten ohne kritische Aufgaben: Konsolen, Streaming‑Boxen, Verstärker, Ladegeräte, dekorative Beleuchtung oder Schreibtisch-Setups, die zeitweise nicht genutzt werden.
Preis-Leistungs-Verhältnis und Alternativen
Für rund zehn Euro im Angebot ist der Silvercrest‑Zwischenstecker mit Matter‑Support und Energiezähler preislich attraktiv. Ähnliche Smart-Plugs von anderen Herstellern liegen oft im Bereich zwischen 15 und 30 Euro, teils ohne Energiezähler.
Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, ein oder zwei Steckdosen im Haushalt smart zu machen, kann hier relativ risikolos ausprobieren, ob sich das im eigenen Alltag bewährt.
Natürlich gibt es zum Lidl-Produkt auch zahllose Alternativen, sollten diese besser zu euch oder eurem System passen. Unter anderem bekommt ihr die smarten Stecker auch von Herstellern wie Philips, AVM, Bosch, Tapo, Hama und diversen weiteren. Preislich liegen sie meist irgendwo zwischen zehn und 30 Euro.
Darüber hinaus gibt es die Geräte auch als Outdoor-Variante, sodass ihr sie für Garten, Balkon und Co. verwenden könnt.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Die Lidl‑Steckdose lohnt sich für euch, wenn...
- ihr eine schwer erreichbare Mehrfachsteckdose komfortabel schalten wollt.
- ihr typische Stand‑by‑Verbraucher wie Konsolen, TV‑Zubehör oder Büro‑Setups bequemer abschalten möchtet.
- ihr euren Stromverbrauch analysieren und gezielt Stromfresser aufspüren wollt.
- ihr euer Smart‑Home um einen günstigen, Matter‑fähigen Zwischenstecker erweitern möchtet.
Weniger sinnvoll ist der Kauf, wenn...
- ihr problemlos direkt an eure Steckerleisten kommt und ohnehin konsequent abschaltet.
- ihr nur wenige Geräte mit vernachlässigbarem Stand‑by‑Verbrauch habt.
Für mich war der smarte Stecker vor allem ein kleines Komfort‑Upgrade mit Spareffekt: Er sorgt dafür, dass viele Geräte bei Nichtnutzung wirklich ausgeschaltet sind.
Die Summe mehrerer Stand-by-Verbraucher macht es am Ende und so spare ich jedes Jahr ein paar Euro. Wer ähnliche Geräteecken zu Hause hat, für den kann sich das Zehn‑Euro‑Gadget also durchaus bezahlt machen.


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