Mass Effect Legendary Edition: Fast eine Punktladung im Kartoffeltest

EA legt die ersten drei Teile der beliebten Mass-Effect-Reihe als Remaster neu auf. Wir testen, ob das Spiel auch mit extra lahmer Hardware noch flüssig läuft.

von Nils Raettig,
14.05.2021 17:25 Uhr

Ob Commander Shepard Kartoffeln auch so sehr mag wie die Deutschen, wird in der Mass-Effect-Reihe leider nicht geklärt. Dafür klären wir, wie gut das Spiel auf einer Kartoffel läuft. Ob Commander Shepard Kartoffeln auch so sehr mag wie die Deutschen, wird in der Mass-Effect-Reihe leider nicht geklärt. Dafür klären wir, wie gut das Spiel auf einer Kartoffel läuft.

Die Anfänge der Mass-Effect-Reihe liegen viele Jahre zurück: Der erste Teil erschien 2007, der dritte Teil 2012. Das legt die Vermutung nahe, dass die neue Legendary Edition als Remaster auch auf Hardware flüssig läuft, die aus heutiger Sicht sehr langsam ist - beziehungsweise auf einer Kartoffel.

Ergänzend zu unserem Technik-Check mit aktueller Hardware (siehe den folgenden Link) schauen wir uns in diesem kurzen Kartoffeltest an, was die Performance der Legendary Edition zu einer Dual-Core-CPU und zu einer lahmen Grafikeinheit von Intel sagt.

Mass Effect Legendary Edition im Technik-Check   64     8

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Unsere Kartoffel im Überblick

Den jüngeren Lesern sagt der Begriff »Dual-Core-CPU« vermutlich nichts mehr. Es handelt sich dem Namen entsprechend um Prozessoren mit zwei Kernen.

Kaum zu glaubende Randnotiz: Bei CPUs war es viele Jahre sogar völlig normal, dass sie nur einen Kern besitzen. Dual-Core-Prozessoren kann man aber auch für aktuelle Plattformen noch kaufen. Wir nutzen hier den Pentium Gold G5500 für den Sockel 1151:

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei Intels Pentium Gold G5500 gilt das nicht nur für die geringe Kernzahl, sondern auch für die Leistung seiner Grafikeinheit. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei Intels Pentium Gold G5500 gilt das nicht nur für die geringe Kernzahl, sondern auch für die Leistung seiner Grafikeinheit.

Praktischer Nebeneffekt für unser Kartoffelprojekt: Der Pentium besitzt eine lahme integrierte GPU. Gepaart mit einer Extraportion wenig RAM mit niedriger Taktrate führt uns das zu der folgenden Kartoffel:

  • Prozessor: Pentium Gold G5500
  • Grafikeinheit: Intel UHD Graphics 630
  • Arbeitsspeicher: 8,0 GByte DDR4-2133

Senken wir die Speichermenge auf 4,0 GByte, ruckelt das Spiel stark. Das liegt vor allem daran, dass die integrierte GPU des Pentium keinen eigenen Speicher hat und auf den System-RAM zurückgreifen muss. In dieser Kombination sind nur 4,0 GByte RAM dann doch zu viel des Guten.

Wie gut läuft Mass Effect auf unserer Kartoffel?

Selbst von einer dicken Kartoffel kann man kaum mehr als 30 FPS erwarten. Mit Blick auf die Legendary Edition von Mass Effect haben wir diesbezüglich eine gute und eine schlechte Nachricht:

Die gute Nachricht: Wir kommen im dritten Teil der Reihe durchschnittlich ziemlich genau auf diese 30 FPS, wie der folgende Screenshot beispielhaft zeigt. Je nach Szene sind es mal mehr, mal weniger Bilder pro Sekunde, der Titel ist aber durchaus spielbar so.

Trotz Effektgewitter stemmt unsere Kartoffel Mass Effect 3 in dieser Szene locker mit mehr als cineastischen 30 FPS. Trotz Effektgewitter stemmt unsere Kartoffel Mass Effect 3 in dieser Szene locker mit mehr als cineastischen 30 FPS.

Die schlechte Nachricht: In Full HD (1920x1080) fallen die FPS für unseren Geschmack zu häufig unter die Grenzen von 30 Bildern pro Sekunde. Senken wir die Auflösung auf 1600x900 Pixel, ist die Performance aber zufriedenstellend.

Wäre auch Full HD möglich gewesen, hätten wir der Legendary Edition im Kartoffeltest eine Punktlandung bescheinigt. So reicht es dann doch nur zu einem »Fast«. Am Ende dürfte aber primär zählen, dass die Systemanforderungen der Legendary Edition keinen PC vor Herausforderungen stellen. Oder zumindest fast keinen PC - schließlich gibt es noch kleinere Kartoffeln als unsere.

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