Microsoft stellt klar: Secure Boot und TPM 2.0 sind erst der Anfang, um Cheatern das Handwerk zu legen

TPM 2.0 und Secure Boot sind laut Microsoft gekommen, um zu bleiben – und sollen in immer mehr Unterstützung im Kampf gegen Cheater erhalten, wie das Unternehmen weiter ausführt.

Einige Spiele setzen bereits TPM 2.0 und Secure Boot voraus, doch dabei soll es nicht bleiben. (Bildquelle: Adobe Firefly, KI-generiert; Prompt: Alexander Köpf) Einige Spiele setzen bereits TPM 2.0 und Secure Boot voraus, doch dabei soll es nicht bleiben. (Bildquelle: Adobe Firefly, KI-generiert; Prompt: Alexander Köpf)

In den vergangenen Wochen sorgten mit Battlefield 6 und Call of Duty: Black Ops 7 gleich zwei Shooter für eine kontroverse Diskussion rund um Anti-Cheat-Maßnahmen. Sowohl Electronic Arts als auch Activision setzen nämlich TPM 2.0 sowie Secure Boot voraus, was bei einigen PC-Spielern sauer aufstieß.

Zum Release von Black Ops 7 hat Microsoft diese Maßnahmen verteidigt – und einen Ausblick gegeben, dass es bei TPM 2.0 und Secure Boot nicht bleiben wird. Mithilfe von zwei weiteren Features soll es Cheatern noch schwerer fallen, Multiplayer-Partien zu verderben.

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VBS und »Remote Attestation« sind unterwegs

TPM 2.0, das bereits als verpflichtende Voraussetzung für Windows 11 eine Debatte auslöste, dient zur Erstellung eines hardwarebasierten, kryptografischen Schlüssels. Wie die zugehörige »Trusted Computing Group« hierzu erklärt, wird so die Identität des Nutzers geschützt und so eine erste Verteidigungslinie gegen potenziell kritische Systemangriffe errichtet.

Auch »Secure Boot« wurde im Rahmen der Releases von Battlefield 6 und Call of Duty: Black Ops 7 bereits mehrfach thematisiert. Vereinfacht formuliert soll diese Funktion dafür sorgen, dass ausschließlich »vertrauenswürdige Programme« (sprich: keine Cheats) beim Systemstart geladen werden.

Daneben sollen zwei weitere Funktionen für die Sicherheit von Multiplayer-Spielen sorgen:

  • »Virtualization-based Security« (VBS): Mit VBS ist eine virtuelle Umgebung gemeint, in der Spiele separat vom eigentlichen PC-System ausgeführt werden. Für Angreifer soll das eine weitere Hürde darstellen. Voraussetzung hierfür ist die Unterstützung von Hardwarevirtualisierung – die bei TPM-2.0-fähigen Prozessoren aber ohnehin immer an Bord ist.
  • »Remote Attestation«: Dieses Feature wird vergleichsweise selten in aktuellen Spielen genannt. Die sinngemäß mit »Bescheinigung aus der Ferne« übersetzte Funktion übermittelt den Systemzustand an Dritte; hiermit sind grundsätzlich Spieleentwickler gemeint, die so von außerhalb die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien prüfen können.

Sowohl VBS als auch Remote Attestation kommen bereits in Black Ops 7 zum Einsatz. Bei Battlefield 6 ist hingegen lediglich der VBS-Einsatz verbrieft; eine offizielle Bestätigung, dass auch die »Fernprüfung« genutzt wird, gibt es bisher nicht.

Wenn es nach Microsoft geht, soll sich das aber nicht nur bei den aktuellen Shootern schon bald ändern: Die vier genannten Features sollen in der Idealvorstellung des Unternehmens als einheitliches Anti-Cheat-Konzept für Multiplayer-Spieler jeglicher Natur dienen und so Schummlern den Kampf ansagen.

Auch ihr sollt euch in diesem Kontext daran beteiligen, wie der Blogbeitrag weiter ausführt.

Als mögliche Schritte listet Microsoft die üblichen Tipps auf: Neben regelmäßigen Windows-Updates umfasst das immerhin auch Aktualisierungen der BIOS-Firmware eures Mainboards sowie der grundsätzlich gut (gemeinte) Ratschlag, euch über potenzielle Nachrichten in der IT-Sicherheit auf dem Laufenden zu halten.

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