Wie gut ein Spiel läuft, hängt nicht nur davon ab, wie schnell die eigene Hardware ist. Die Engine muss auch in der Lage dazu sein, die verschiedenen PC-Komponenten wie die Grafikkarte und den Prozessor möglichst gut auszulasten - und genau das könnte in Zukunft oft besser gelingen.
Die wichtigste Schnittstelle bekommt ein entscheidendes Upgrade: Microsoft hat für DirectX 12 die neue Funktion der so genannten Work Graphs
veröffentlicht. Sie befindet sich schon seit längerer Zeit in der Entwicklung und nun ist der offizielle Release erfolgt.
Vereinfacht ausgedrückt soll die Grafikkarte dadurch weniger abhängig von neuen Arbeitsaufträgen durch die CPU sein und autonomer arbeiten. Das verhindert wiederum mögliche Performance-Flaschenhälse durch den Prozessor und soll so für mehr FPS sorgen können.
Große Namen zeigen sich begeistert
Die Reaktionen von großen Namen wie AMD, Nvidia und Epic (die Epic-Äußerung stammt aus dem oben bereits verlinkten Microsoft-Blog) legen nahe, dass es sich um ein potenziell sehr wichtiges Update handelt.
Epic Games (Graham Wihlidal):
Wir haben uns schon seit einigen Jahren für so etwas eingesetzt und es ist sehr aufregend, endlich die Veröffentlichung von Work Graphs zu sehen.
Nvidia (Wessam Bahnassi):
Work Graphs bieten ein Programmierparadigma, das es der GPU ermöglicht, selbständig Arbeit zu erzeugen. Das bietet eine Lösung für einige bekannte Probleme von Spiel-Engines und öffnet den Weg für neue, kreative Ideen.
AMD (Andrej Zdravkovic):
AMD freut sich über die Zusammenarbeit mit Microsoft bei der Markteinführung der Work Graphs API, die es Entwicklern ermöglicht, Grafik- und KI-Workloads auf neue und effiziente Weise auf der GPU zu bewältigen.
Doch aller Begeisterung (und allem Marketing) zum Trotz bleibt abzuwarten, wie stark sich die neue Schnittstelle in zukünftigen (oder gepatchten) Spielen positiv bemerkbar macht und wie gut sie von Entwicklern angenommen wird.
Was brauche ich dafür?
Neben den neuesten Treibern muss auch die Grafikkarte aktuell genug sein:
- Nvidia gibt an, dass Grafikkarten mit den Architekturen Ampere (Geforce RTX 3000) und Ada Lovelace (Geforce RTX 4000) die neuen Work Graphs unterstützen.
- AMD nennt als Voraussetzung eine Grafikkarte mit aktueller RDNA-3-Architektur (Radeon RX 7000).
Es ist zwar denkbar, dass zukünftige Treiber auch ältere GPUs für die neue Schnittstelle freischalten. Offizielle Angaben dazu gibt es aber bisher nicht.
Entscheidender ist zunächst ohnehin, wie schnell überhaupt passende Software in Form von Spielen erscheint, die sich die neuen Work Graphs zunutze macht.
Doch selbst, wenn das noch eine ganze Weile lang dauern sollte, klingt der Grundgedanke dahinter für Spiele(r) durchaus sehr vielversprechend.
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