Mit Hardware, die optisch stark an Amazons Echo-Produkte erinnert, und ausgerechnet mit dem Konkurrenz-Betriebssystem Android will Microsoft den Büro-Alltag revolutionieren und den klassischen Windows-Desktop für bestimmte Berufsgruppen überflüssig machen.
Auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 in San Francisco hat Microsoft »Project Solara« der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt. Die speziell für Geschäftskunden entwickelte Software- und Hardware-Plattform setzt dabei nicht auf klassische Apps, sondern auf KI-Agenten, die Arbeitsschritte übernehmen und selbstständig ausführen sollen.
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Die KI als neue Benutzeroberfläche
Der treibende Gedanke hinter Microsofts neuen Projekt ist simpel: Die künstliche Intelligenz selbst wird zur neuen Steuereinheit. Laut Microsoft-Entwickler Steven Bathiche war es in der Vergangenheit teuer und mühsam, völlig neue Geräteklassen zu erfinden.
Durch den Wegfall von Apps würde diese Hürde deutlich sinken. Dadurch sei es möglich, viel schneller maßgeschneiderte Geräte zu entwerfen, die exakt auf die speziellen Bedürfnisse in Bereichen der Arbeitswelt zugeschnitten sind.
Verarbeitung in der Cloud
Technisch gesehen sind die neuen Terminals und smarten Ausweise eher intelligente Lautsprecher und Bildschirme als eigenständige Computer.
Die eigentliche Verarbeitung wird nicht vom Gerät selbst, sondern von der Microsoft Cloud im Hintergrund übernommen. Als Betriebssystem auf den Geräten läuft eine speziell für Firmen angepasste Android-Variante.
Für IT-Abteilungen habe dies Vorteile, so Microsoft. Die neuen KI-Geräte ließen sich einfach in Netzwerke einbinden und wie Laptops und andere Geräte verwalten. Auch für Mitarbeiter würde es gewohnte Funktionen geben, wie das Einloggen per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck.
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Flexible Bildschirme und Menüs von der KI
Microsoft setzt bei der Bereitstellung der KI-Antworten auch auf automatisch generierte Benutzeroberflächen. Egal, ob auf dem kleinen Umhänge-Ausweis oder dem großen Schreibtisch-Terminal – das KI-System baut die passende visuelle Anzeige im Hintergrund automatisch auf.
Für Entwickler bedeutet dies vor allem Erleichterung, da sie die Darstellung auf Bildschirmen nicht mehr manuell für jeden Gerätetyp und Bildschirm anpassen müssen.
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Besonders wichtig für Firmen: Sie sind nicht an Microsofts eigene KI-Helfer gebunden. Das System ist offen gestaltet, sodass Unternehmen ihre eigenen, speziell trainierten Assistenten für interne Arbeitsabläufe einbauen können.
Um zu garantieren, dass die smarten Mikrofone am Arbeitsplatz nicht zum Überwachungsinstrument werden, setzt Microsoft auf klare visuelle Aufnahmeanzeigen sowie einen echten Knopf, mit dem sich das Gerät jederzeit stummschalten lässt.




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