Insolvenzverfahren gegen Mindfactory: So geht es mit dem Onlinehändler jetzt weiter

Seit dem 1. Juni ist das Eigenverwaltungsverfahren offiziell eröffnet. Im August wird eine Gläubigerversammlung stattfinden.

Das nächste Kapitel im Mindfactory-Insolvenzverfahren hat begonnen. Das nächste Kapitel im Mindfactory-Insolvenzverfahren hat begonnen.

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Originalartikel: Bereits im März 2025 hatte der bekannte Onlinehändler Mindfactory die Insolvenz beantragt. Nun hat das zuständige Amtsgericht das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet, das berichtet ChannelPartner.

Mindfactory darf dabei weiterhin in Eigenverantwortung handeln, wie es auch schon seit dem vorläufigen Beschluss im März 2025 der Fall war. Damit erhält Mindfactory die Möglichkeit, die Sanierung unter Aufsicht weitgehend selbst zu steuern.

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Für Mindfactory bedeutet der Beschluss, dass der Onlinehändler die Insolvenzmasse verwalten und über sie verfügen kann. Der vom Gericht bestellte Rechtsanwalt Rüdiger Weiß von der Hamburger Kanzlei WallnerWeiß übernimmt dabei die Aufsicht als Sachverwalter.

Das Gericht bittet alle Gläubiger der Mindfactory GmbH, ihre Forderungen schriftlich beim Sachverwalter einzureichen.

Am 13.8.2025 um 10:00 findet die Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht Wilhelmshaven statt. Neben der Prüfung der Forderungen wird die Führung von Mindfactory dem Gericht und den Gläubigern Bericht erstatten. Zudem wird der eingesetzte Sachverwalter eine Stellungnahme abgeben.

Anordnung sei ein »Vertrauensbeweis«

Mindfactory wird im Insolvenzverfahren von der Kanzlei RKGB begleitet. Für den Rechtsanwalt Dr. Braun ist die Anordnung der Insolvenz in Eigenverwaltung ein Vertrauensbeweis.

Dieses Entgegenkommen ist ein starkes Signal des Vertrauens in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Das Verfahren erlaube es Mindfactory, »notwendige strukturelle Maßnahmen schnell und effektiv umzusetzen« ohne den Geschäftsbetrieb zu stören. Damit gehe der Geschäftsbetrieb von Mindfactory ohne Auswirkungen auf Kunden und Lieferanten weiter.

Ein Mindfactory-Sprecher bestätigte zudem gegenüber ChannelPartner, dass es keine insolvenzbedingten Kündigungen gebe und die mehr als 100 Angestellten ihren Arbeitsplatz behalten würden.

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