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Dieser Artikel erschien bereits in einer früheren Version auf GameStar.de. Wir haben ihn auf Aktualität geprüft und gegebenenfalls um neue Informationen ergänzt.
Einer meiner Jahresvorsätze für 2025 war: mehr Produktivität, weniger vor dem Fernseher versumpfen. Schwierig mit einem Fernseher von aufdringlichen 65-Zoll, die das halbe Wohnzimmer in Anspruch nehmen. Um meine Gewohnheiten zu ändern, gab es nur eine Lösung: Tschüss, Fernseher!
Funktioniert hat das so mittelgut, denn ich habe es schnell vermisst, zwischendurch mal mit Film oder Serie so richtig abschalten zu können.
Einen riesigen Klotz wollte ich aber nicht mehr an Wand, denn das Gerät sollte physisch nicht mehr Platz einnehmen als in meinem Kopf. Muss es auch nicht, denn meine jetzige Lösung in Form eines Mini-Beamers ist günstig, platzsparend und mobil.
Meine ersten Erfahrungen mit dem FunFlix G1
Um nicht den Beamer im Sack zu kaufen, lieh ich mir zuvor ein ähnliches Modell, den FunFlix G1, von einer Freundin aus. Schon dieses erste Mal war verdammt nah an dem dran, was ich gesucht habe.
Meine Ansprüche an das Bild waren dabei ähnlich klein wie der Beamer selbst. Sprich: Kein Highend-Heimkino, sondern ein Bild, scharf und nicht zu winzig – Test bestanden.
Das ist in dieser Preisklasse mehr, als man erwarten kann. Denn wer Beamer schon einmal miteinander verglichen hat, weiß, dass der FunFlix G1 für 130 Euro ein Kinderspielzeug ist.
Die wichtigsten Daten:
- Größe: 12,6 x 14,5 x 18 cm
- Gewicht: 1,3 kg
- Lüftergeräusch: weniger als 33 Dezibel (laut Hersteller)
- Helligkeit: 1.300 Lumen
- Native Auflösung: 1.280 x 720
- Konnektivität: Bluetooth, 5G Wi-Fi, HDMI, USB, Audiobuchse
Das Bild konnte ich anpassen durch:
- Ein-Tasten-Fokusfunktion auf der Fernbedienung
- Vier-Ecken-Trapezkorrektur
- Zoomfunktion.
Die Bedienung: angenehm selbsterklärend.
Für die Streaming-Dienste nutze ich einen Amazon-Fire-TV-Stick. Mein Kollege Maxe hat für euch festgehalten, wieso es sich trotz vorinstallierten Apps lohnt, diesen oder andere Streaming-Sticks zu nutzen.
Über das Preis-Leistungs-Verhältnis kann ich nicht meckern. Allerdings sind meine Augen begeisterter als meine Ohren.
FunFlix G1: Der Ton macht die Musik
Der Ton wird in den Amazon-Rezensionen gelobt, was ich nur bedingt nachvollziehen kann. Er ist in Ordnung. Für mich ist hier eine externe Ton-Quelle Pflicht. Dafür nutze ich meine Teufel Motive Home.
Trotzdem war ich als Casual-Nutzer ganz zufrieden mit dem neuen TV-Erlebnis. Da wusste ich noch nicht, dass nur 70 Euro mehr mein Herz höher schlagen lassen würden.
Wanbo T2 Max: Kleiner und besser
Meine zweite Testfahrt war dann mit dem Mini-Beamer Wanbo T2 Max. Bereits beim Einschalten wurde ich überrascht: Das Bild wurde automatisch fokussiert und scharfgestellt. Das kannte ich vom FunFlix G1 so bisher nicht. Meiner Meinung nach eine Komfortfunktion, auf die ihr beim Kauf achten solltet.
Die technischen Daten sind ähnlich:
- Größe: 11,3 x 14,6 x 15,6 cm
- Gewicht: 1,1 kg
- Lüftergeräusch: 35 Dezibel (laut Hersteller)
- Helligkeit: 450 ANSI-Lumen
- Native Auflösung: 1080P
- Konnektivität: Bluetooth, 2,4 G Wi-Fi, HDMI, USB, 3,5 mm Audiobuchse
Nach einem Monat habe ich dennoch große Unterschiede feststellen können. Es sind wichtige Details, die den noch kleineren Beamer für 200 Euro zu einem Geheimtipp machen:
Gute Sicht bei Licht: Auch wenn es draußen nicht dunkel oder die Deckenlampe an ist, ist das Bild sehr gut zu erkennen. Vorher musste es im Raum zappenduster sein.
Die Auflösung: Das Bild ist schärfer. Schon beim ersten Einschalten habe ich den Unterschied deutlich gesehen.
Es fiel mir schwer, im Dunkeln Fotos von hellen Projektionen zu machen, dennoch sollte der Unterschied zu sehen sein. Beim Schriftzug »Dexter« oder »Netflix« erkennt man den Farbunterschied.
Einfache Bedienung: Die Bewegung durchs Menü ist angenehm schnell. Auch die Anpassungsoptionen sind selbsterklärend und flott umgesetzt. Der FunFlix G1 wirkt im direkten Vergleich träge.
Nicht falsch verstehen: Das Bild beim FunFlix G1 war in Ordnung, nach meinem Wechsel würde ich trotzdem nur ungern zurück.
Auch der bessere Beamer hat seine Probleme
Obwohl ich mit meinem Mini-Beamer für 200 Euro zufrieden bin, gibt es ein paar Schwachstellen:
- Das Stromkabel geht beim Beamer von Wanbo nach hinten weg, beim FunFlix G1 ging es zur Seite. Das war auf dem Regal je nach Position etwas angenehmer zu platzieren, da das Kabel nicht an die Wand gequetscht werden muss.
- Der Beamer ist zwar kleiner, aber deswegen nicht leiser. Das Rauschen vom Lüfter ist sehr deutlich zu hören.
- Eine Schlaufe zum Aufhängen oder Tragen ist nicht vorhanden. Gerade bei einem portablen Mini-Beamer eine verpasste Chance.
Auch andere Hersteller haben schöne Mini-Beamer
Die beiden oben beschrieben Geräte werden meinen Ansprüchen völlig gerecht, der eine mehr als der andere.
Weitere Alternativen, die auf dem Markt der Mini-Beamer mit guten Bewertungen glänzen können, sind die beiden folgenden:
- ETOE E3 Pro Projector für 290 Euro
- ETOE Seal Pro für 390 Euro
Die beiden kosten zwar mehr als die von mir erwähnten, sind in den technischen Details dafür etwas stärker. Aber wie oben schon erwähnt: In der Welt der Beamer sind das Peanuts.
Fazit
Wie bei vielen technischen Geräten gilt auch hier: Es lohnt sich ein wenig mehr zu zahlen. Der Wanbo T2 Max braucht kaum Platz, macht ein gutes Bild und das Wichtigste: Er sorgt dafür, dass ich mich entspannt zurücklehnen und abschalten kann. Er ist von einem Heimkino-Erlebnis noch weit entfernt, aber das macht nichts, denn für ein Kino-Erlebnis gehe ich dann doch lieber ins Kino.
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