Bei Lidl gibt es den größten Thermomix-Konkurrenten im Angebot und er kostet gerade einmal 200 Euro

Als Alternative zum Rennpferd von Vorwerk ist der Monsieur Cuisine extrem beliebt. Doch für wen lohnt sich die kleinere compact-Variante?

Der Monsieur Cuisine compact ist ein gutes Stück kleiner und günstiger als die herkömmliche Variante. (Bildquellen: Lidl, Maxe S., GameStar) Der Monsieur Cuisine compact ist ein gutes Stück kleiner und günstiger als die herkömmliche Variante. (Bildquellen: Lidl, Maxe S., GameStar)

Für GameStar Tech habe ich letztes Jahr sowohl den Thermomix TM7 als auch den Monsieur Cuisine smart getestet. Mein Fazit nach Monaten: Die 1.000 Euro Unterschied merkt man im Alltag praktisch nicht.

Lidl bietet im Onlineshop derzeit die compact-Version ihrer Küchenmaschine für 199 Euro an. Der Catch zum großen »Monsi«:

  • Kein Touchdisplay
  • Weniger Fassungsvermögen
  • Schwächer auf der Brust
  • Kostet 300 Euro weniger

Für wen lohnt sich der kleine Monsi? Das verrate ich euch in diesem Artikel

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe kocht gerne und oft. Das hat er in die Wiege gelegt bekommen, denn sowohl seine Mutter als auch seine Oma haben in der Küche stets viel am Herd gestanden. Für GameStar Tech hatte er drei teure Küchenmaschinen im Langzeittest.

Angebot im Detail

Bevor ich auf die Unterschiede eingehe, findet ihr nachstehend die technischen Daten beider Monsis – Monsieur Cuisine smart und Monsieur Cuisine compact.

Technischer Vergleich
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Monsieur Cuisine compactMonsieur Cuisine smart
Motorleistung 500 W800 W
Heizleistung 1.050 W1.050 W
Drehzahl bis zu 4.850 U/minbis zu 5.200 U/min
Kochtemperatur bis zu 130 °Cbis zu 130 °C
Waage bis 3.000 gbis 5.000 g
Volumen 1,5 Liter Füllmenge3 Liter Füllmenge 
Display 2,6-Zoll-LCD8-Zoll-LC-Touchdisplay
Zubehör Mixbehälter, Kocheinsatz, Messer, Rühraufsatz, Spatel, Deckel, Messbecher, HandyhalterungMixbehälter, Kocheinsatz, Messer, Rühraufsatz, Spatel, Deckel, Messbecher, Dampfgaraufsatz
Maße (HxBxT)ca. 36,5 x 22 x 28 cmca. 49,5 x 31,0 x 37,5 cm 
Gewicht ca. 5,38 kgca. 10 kg
Preis 199 Euro499 Euro

Wer sich mit dem Monsieur Cuisine auskennt, könnte denken, dass es sich hierbei um das »herkömmliche« Modell handelt. Auch, wenn die beiden – smart und compact – viele Überschneidungen haben, sind sie für unterschiedliche Zielgruppen geeignet.

Die größten Unterschiede sind:

  • Kein Touchdisplay. Die compact-Version bietet nur ein LC-Display und eine Touchbedienung. Das mag im ersten Moment trivial wirken, doch dadurch werden praktisch alle digitalen Funktionen ans Handy ausgelagert – und das müsst ihr griffbereit haben.
  • Handy nötig. Ja, die Monsieur Cuisine-App ist auch für den großen Bruder nutzbar, doch beim compact ist sie fast schon zwingend notwendig. Abseits der angezeigten Kochzeit oder dem Gewicht beim Einwiegen verlagern sich alle guten Features in die App – vom Einstellen des Rezepts bis hin zu den Notizen.
  • Weniger Fassungsvermögen. Insgesamt ist der kleine Monsi, nun, kleiner. Der Mixtopf fasst nur die Hälfte der großen Version und eignet sich daher besser für Single- oder Paarhaushalte.
  • Technisch schwächer. Die Heizleistung bleibt gleich, doch der Motor packt lediglich 500 Watt. Herkömmliche Haushaltsmixer kommen in der Regel auf zwischen 300 und 700 Watt, damit liegt der compact im Mittel. Das dürfte sich im Alltag kaum bemerkbar machen.
  • Kein Dampfgaraufsatz. Den müsst ihr für rund 20 Euro im Lidl-Onlineshop zusätzlich kaufen.

Unterm Strich dürfte vor allem das fehlende Touchdisplay der größte Knackpunkt sein, je nachdem, wie ihr kocht. Wer mit dem Monsi als reines Küchengerät liebäugelt, den dürfte das nicht stören. Wollt ihr allerdings den vollen (digitalen) Funktionsumfang, kommt ihr ums Handy nicht herum.

Video starten 7:57 Kostet dreimal weniger als ein Thermomix: Monsieur Cuisine von Lidl im Unboxing

Für wen ist der Monsieur Cuisine compact geeignet?

Lidl preist das Gerät auf der Produktseite als »kompakten Kochhelfer« an; den großen Monsi smart als »smarten Alleskönner«.

Der Monsieur Cuisine compact ist für euch geeignet, wenn ihr ein erschwingliches Küchengerät sucht, das viele Funktionen wie Kochen, Kneten oder Anbraten vereint. Durch seine geringere Größe eignet er sich vor allem für Haushalte bestehend aus ein bis zwei Personen. Oder für kleinere Küchen, wo ein großes Gerät zu viel Platz wegnimmt.

Der Monsieur Cuisine compact ist nicht für euch geeignet, wenn ihr eine ganze Familie zu verköstigen habt. Dazu ist das Fassungsvermögen zu gering. Haltet ihr euer Handy am liebsten aus der Küche heraus, beschränkt sich der Einsatz des compact zudem sehr, da hilfreiche Funktionen ohne großes Touchdisplay in die App ausgelagert wurden.

Auf diesen Anblick müsst ihr beim Monsieur Cuisine compact verzichten. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Auf diesen Anblick müsst ihr beim Monsieur Cuisine compact verzichten. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Alternativen

In der Preiskategorie von rund 200 Euro ist der Monsieur Cuisine compact fast konkurrenzlos. Sagt euch Lidls Alleskönner nicht zu, gibt’s zwei Alternativen mit jeweils anderen Schwerpunkten.

  • Klarstein GrandPrix: Augenscheinlich sieht das Gerät dem Monsi ähnlich, allerdings ist der Dampfgaraufsatz im Lieferumfang enthalten. Technisch sind sich die beiden Geräte ähnlich, der GrandPrix ist allerdings mit 2,5 Liter etwas größer. Zudem setzt es auf Drehregler anstatt Touch. Bei Amazon gibt es den GrandPrix für knapp 300 Euro.
  • Medion MD 18430: Obacht, dabei handelt es sich mehr um Küchenmaschine denn Alleskönner. Mit 1.200 Watt bringt das Gerät ordentlich Power aufs Parkett, allerdings lässt sich damit nicht kochen. Gedacht ist die Maschine vor allem zum Rühren, Mixen, Kneten und Wolfen. Bei Otto zahlt ihr derzeit knapp 150 Euro.

Mein Fazit

Für mich ist klar: Thermomix ist toll, aber für die handelsübliche Küche von Otto und Ottilie Normalo reicht ein Monsieur Cuisine smart vollkommen aus. Mein persönlicher Sieger ist allerdings keiner von beiden.

Doch würde ich noch einen Schritt unter die ohnehin schon abgespeckte Version gehen, die ein Drittel des Ferraris von Vorwerk kostet?

Meine Antwort: Ja, aber. Für kleine Küchen und Haushalte ohne Kinder sind die 200 Euro für das Helferlein gut angelegtes Geld, besonders dann, wenn ihr gerne mehr selbst kochen möchtet oder ein Multifunktionsgerät für einen schmalen Taler sucht.

Der größte Knackpunkt für mich ist das fehlende Touchdisplay. Der compact liefert zwar eine Handyhalterung mit, aber ich möchte meinen Taschenrechner nicht dauernd beim Kochen am Start haben. Stört euch das nicht, dann könnt ihr bei diesem Preis für den Monsieur Cuisine compact praktisch nicht viel falsch machen – und wenn er euch doch zu klein ist, könnt ihr immer noch auf die größere Version umsteigen.

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