Vielleicht geht es euch wie mir: Die Kurzbefehle-App auf meinem iPhone gehört für mich eigentlich zu den spannendsten Handy-Programmen. Sie kann Apps miteinander verknüpfen, Abläufe automatisieren, mit einem Tipp gleich mehrere Schritte erledigen und so vieles mehr.
Prinzipiell hätte ich viele Einsatzzwecke für Automationen, ob für Apps oder im Smart Home. Aber, sind wir ehrlich: In der Praxis öffne ich die App höchstens mal kurz, scrolle durch die Galerie mit fertigen Vorlagen – und mache sie dann wieder zu.
Warum ich nie Kurzbefehle baue
Der Grund: Kurzbefehle wirkt auf mich überladen und zu komplex – eher wie ein Baukasten für Entwickler als ein simples Werkzeug für Nutzer, die ihren Alltag ein bisschen automatisieren wollen.
Natürlich gibt es Unmengen an fertigen Workflows – zu viele aus meiner Sicht. Ich habe keine Lust, mich da durchzuwühlen in der Hoffnung, etwas Interessantes zu finden. Und sobald ich etwas Eigenes bauen möchte, sitze ich vor einer langen Liste von Aktionen, Variablen oder Abfragen und meine Motivation verabschiedet sich schneller, als ein Kurzbefehl ausgeführt wäre.
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Dabei weiß ich, wie mächtig die App ist: Dateien umbenennen, Fotos sortieren, Textbausteine vorbereiten, Smart-Home-Szenarien kombinieren; theoretisch könnte Kurzbefehle mir täglich Zeit sparen.
Praktisch scheitere ich schon daran, mich »mal in Ruhe damit zu beschäftigen«, weil allein das Anlegen eines Kurzbefehls den Flair eines Programmierprojektes versprüht. Diese Hürde ist für mich und sicher auch andere Nutzer der Punkt, an dem die App zum Nischenwerkzeug wird, das ungenutzt auf dem Smartphone vor sich hin existiert.
iOS 27 könnte es endlich besser machen
Genau bei meiner Zwickmühle setzt offenbar iOS 27 an: Laut 9to5Mac soll die Kurzbefehle-App künftig einfach fragen, was der Kurzbefehl machen soll – und den Shortcut dann mithilfe von KI bauen. Statt Aktionen also Drag-and-drop zusammenzuklicken, beschreibt man den gewünschten Ablauf in normaler Sprache und die App übernimmt den Rest.
Die Frage »Was soll dein Kurzbefehl tun?« klingt dabei banal, könnte aber ein echter Gamechanger sein. Denn das würde den Einstieg vor allem für Nutzer wie mich erleichtern, die keine Lust haben, sich lange irgendwo durchzuklicken.
Ganz umwerfen wird Apple seine App aber wohl nicht. Ich gehe davon aus, dass Automatisierungs-Profis weiterhin von Hand ihre Shortcuts anlegen können – mit allen Triggern, Abfragen und Co. Vermutlich wird es aber auf der Startseite quasi eine darüberliegende Schicht geben, die das Ganze die Masse zugänglicher macht. Genau das fehlte bisher.
Gelingt Apple das, könnte Kurzbefehle zu einem Alltagswerkzeug werden, das auch Menschen nutzen, die sonst nie über die Systemeinstellungen hinausgehen.
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Werde ich Kurzbefehle dann wirklich nutzen?
Eine Frage, die sich Stand jetzt kaum beantworten lässt. Reicht das Ganze, damit ich Kurzbefehle endlich regelmäßig verwende? Ich weiß es nicht. Aber: Zum ersten Mal seit Jahren stehen die Chancen gut.
Wenn ich mich nicht mehr mit dutzenden Parametern herumschlagen muss, um eine nützliche Automation anzulegen, würde die Einstiegshürde schon einmal merklich sinken. Prinzipiell war die App für mich nämlich immer extrem spannend, mir fehlte nur die Motivation, mich da einzulernen.
Mit iOS 27 könnte sie endlich zu dem werden, was sie sein sollte: ein einfaches Werkzeug, das mir Arbeit abnimmt. Wenn Apple das hinbekommt, wäre das klasse.
Nutzt ihr die Kurzbefehle-App auf eurem iPhone? Habt ihr euch eingefuchst und kommt gut mit den Automationen klar? Oder ergeht es euch ein Stück weit wie mir – ihr würdet sie gern nutzen, aber irgendwie ist sie euch zu überladen oder zu komplex? Teilt mir eure Meinung und Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.
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