Hand aufs Herz: Bei Action-, Horror- und Katastrophen-Filmen sind wir schon darauf eingestellt, dass irgendjemand irgendetwas Blödes macht.
- In Prometheus nehmen zwei Wissenschaftler auf einem fremden Planeten einfach ihre Helme ab.
- In Der weiße Hai weigert sich der Bürgermeister, den Strand zu schließen, nachdem nicht eine, nein, zwei Personen einem Hai zum Opfer gefallen sind.
- In Titanic entscheidet sich Captain Smith, die Eisbergwarnung zu ignorieren.
Eine Szene, über die sich Filmfans immer wieder lustig machen, stammt aus Kong: Skull Island von 2017.
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Das ist zu sehen: Die Gruppe um Hauptdarsteller Tom Hiddleston flieht durch ein Marschland. Auf einmal dreht sich Cole, ein Soldat, um. Er will der Gruppe einen Vorsprung verschaffen. Sein Plan: Sich vom Monster, das sie verfolgt, fressen zu lassen, um sich selbst im Maul in die Luft zu sprengen.
Dann passiert das vermeintlich Bescheuerte: Anstatt Cole zu fressen, schlägt das Monster ihn mit dem Schwanz weg. Das Ende vom Lied ist, dass er an einer Felswand explodiert; ein vermeidbarer Tod.
Unter vorangegangenen Clip kommentieren viele Zuschauerinnen und Zuschauer mit Häme:
- »Diese Szene hat eine großartige Botschaft. Manchmal können Opfer völlig sinnlos sein.«
- »Der Gedanke zählt.«
- »Der wahrscheinlich sinnloseste Tod, den ich je in einem Film gesehen habe.«
Der Plan von Cole ist eigentlich gut und sein Opfer hätte nicht umsonst sein müssen. Er hat allerdings einen Fehler begangen: Er ist mit ausgebreiteten Armen auf das Monster zugelaufen.
Der Skullcrawler reagiert wie ein Raubtier
Eins vorweg: Wir schreiben hier natürlich über ein fiktives Raubtier, für dessen Verhaltensweisen und -muster es keine Studien gibt. Allerdings haben sich die Autorinnen und Autoren von echten Raubtieren inspirieren lassen.
Was ist ein Skullcrawler? Laut Wikizilla ist der Skullcrawler ist ein riesiges, zweibeiniges Raubwesen, das durch seinen langen, schlangenartigen Körper, den skelettähnlichen Schädel und den muskulösen Schwanz auffällt. Es lebt ursprünglich unterirdisch, steigt aber zur Jagd an die Oberfläche auf und gilt als extrem gefräßig und aggressiv.
Darum frisst der Skullcrawler Cole nicht: Dazu gibt es mehrere ausschlaggebende Zeichen, die alle in dem Verhalten von Raubtieren in unserer Welt begründet sind.
- Cole geht auf den Skullcrawler zu. Manche Beutetiere versuchen ihren Verfolger mit auffälligen Bewegungen, Geräuschen und Haltungen einzuschüchtern. Dadurch soll der Räuber von der Verfolgung ablassen (via PubMed).
- Cole breitet die Arme aus. Das fällt laut Springer Nature unter die deimatischen Drohanzeigen. Die Beute macht sich größer oder auffälliger, um zu drohen, wie etwa Hunde oder Wölfe, die das Fell aufstellen. Dazu zählen beispielsweise auch Muster auf den Flügeln von Motten wie Spirama helicina (via Wikipedia), die wie das Gesicht einer Schlange aussehen.
Ein User führt in einem Post auf X einen anderen möglichen Grund an, wieso der Skullcrawler Cole weggeschlagen hat. Laut ihm signalisiert ein Beutetier, das nicht flieht, sondern auf den Räuber zugeht, dass es krank oder von Parasiten befallen ist. Eine Quelle für die Behauptung haben wir allerdings nicht finden können.
Noch mehr Film-Tech-Trivia:
- Im realistischsten Scifi-Film überhaupt überlebte Matt Damon auf dem Mars, doch wie realistisch ist er wirklich? Laut NASA sehr.
- Vor 4 Jahren kam ein Film in die Kinos, der sämtliche SciFi-Herzen höher schlagen ließ und die (meisten) Raumschiffe darin waren echt
- Im Gegensatz zu Herr der Ringe setzte Ridley Scott in Alien nicht auf optische Täuschungen – sondern besonders kleine Raumanzüge
Damit Coles Plan aufgegangen wäre, hätte er nicht mit ausgestreckten Armen auf den Skullcrawler zugehen dürfen. Der Räuber hat das als Drohgebärde verstanden. Anstatt ihn zu fressen, hat er Cole mit dem Schwanz weggeschlagen.
Coles beste Chance wäre gewesen, sich langsam vom Räuber zu entfernen, die Arme am Körper und sich dann fressen zu lassen. Dann wäre er auch nicht als einer der (augenscheinlich) dämlichsten Tode in die Filmgeschichte eingegangen.







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