Im Gegensatz zu Herr der Ringe setzte Ridley Scott in Alien nicht auf optische Täuschungen – sondern besonders kleine Raumanzüge

Der Space Jockey im legendären Sci-Fi-Horrorfilm ist echt. Um den Größenunterschied darzustellen, hatte der Regisseur eine clevere Idee.

Sieht aus wie normale Astronauten, oder? Dann schaut euch die Szene noch mal genau an. (Bildquelle: 20th Century Fox) Sieht aus wie normale Astronauten, oder? Dann schaut euch die Szene noch mal genau an. (Bildquelle: 20th Century Fox)

Vor einer Woche lief Alien: Earth bei Disney Plus an; jeden Mittwoch gibt es eine neue Folge. Man mag von der Serie halten, was man will, aber die Atmosphäre der Alien-Filme fangen bereits die ersten Folgen wunderbar ein.

Um den Originalfilm von 1979 ranken sich viele interessante Geschichten. So steckt etwa im Xenomorph-Gummianzug ein besonders großer Mitarbeiter vom Filmset, der Ridley Scott vor allem durch seine langen Beine auffiel. Außerdem wurde die berühmte Szene, als John Hurt das Alien aus der Brust sprang, nur einmal gedreht, ohne dass alle Beteiligten wussten, was passiert.

Dieser Artikel dreht sich um einen weniger bekannten Fakt, welcher den sogenannten Space Jockey betrifft.

Video starten 1:57:13 Problemfall Alien? Was vom Sci-Fi-Kult übrig ist

Der geheimnisvolle Space Jockey

Die Nostromo befindet sich auf dem Rückweg zur Erde. Auf dem Weg dorthin empfängt die Besatzung ein Signal vom Planeten LV-426, einem Mond im System Zeta² Reticuli. Natürlich geht sie dem nach. Dort angekommen, findet die Crew nicht nur den Ursprung des titelgebenden Aliens, sondern auch den sogenannten Space Jockey – einen riesigen, skelettierten Raumfahrer.

Wie man sieht, war das Set für die Szene riesig. (Bildquelle: All The Right Movies, 20th Century Fox) Wie man sieht, war das Set für die Szene riesig. (Bildquelle: All The Right Movies, 20th Century Fox)

Das Filmset wirkt so schon beeindruckend, doch wie sollte man darstellen, dass Space Jockey absolut gigantisch war? Ganz einfach: Ridley Scott setzte auf Kinder – und zwar seine eigenen (via What Culture).

Für Jake und Luke sowie das Kind eines Kameramanns wurden extra kleine Raumanzüge hergestellt. Die Szene, in der die Astronauten dann auf der Plattform des Space Jockey herumklettern, sind in Wirklichkeit die Söhne von Ridley Scott (zusammen mit einem dritten Kind). Gegengeschnitten werden dann immer wieder Nahaufnahmen der Schauspieler, sodass der Eindruck erweckt wird, dass sie selbst auf dem skelettierten Außerirdischen herumkraxeln.

Und das fällt tatsächlich durch aus auf, zumindest in der 4K-Version.

  • Die Darsteller bewegen sich ein wenig »kindlich« mit kleinen und recht unsicheren Schritten.
  • In der 4K-Version kann man hinter das Visier des ersten Astronauten blicken. Man erkennt, dass auf jeden Fall nicht John Hurt im Anzug steckt.

Aber seht selbst:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Weiteres Trivia sowie Bilder von hinter den Kulissen findet ihr im X-Post von All The Right Movies vom Mai 2023.


Passend zum Thema:


Den Trick aus Herr der Ringe, um Hobbits und Zwerge kleiner als Elben und Menschen darzustellen, kennt ihr sicher. Peter Jackson hat einfach auf optische Täuschungen gesetzt und den Darsteller der größeren Figur näher an die Kamera geholt.

Ob das im Falle des Space Jockeys in Alien auch gegangen wäre, bleibt fraglich. Die Darsteller klettern ja auf der Plattform herum, ein großes Set hätte es also so oder so gebraucht.

zu den Kommentaren (7)

Kommentare(7)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.