Gerade ist ein Handheld für 390 Euro im Angebot – lohnt sich die Alternative zum ausverkauften Steam Deck?

Bei ProShop ist die MSI Claw A1M für 390 Euro im Angebot. Das ist echt kein schlechtes Angebot für 2026.

Viele haben diesen Handheld gar nicht auf dem Schirm: die MSI Claw A1M. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Viele haben diesen Handheld gar nicht auf dem Schirm: die MSI Claw A1M. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Steam Deck ist weiter ausverkauft, die PS Portal ist teurer geworden und der Lenovo Legion Go 2 kostet mit der besten Ausstattung inzwischen 2.500 Euro; es sieht 2026 weiterhin etwas düster aus, für Handhelds.

Trotzdem gibt es hier und da noch immer lohnenswerte Angebote, wenn man sich genau umsieht. Ein solches hat gerade ProShop: der MSI Claw A1M kostet dort gerade einmal 390 Euro. Ich sage euch, ob sich der Handheld lohnt.

Was ist die MSI Claw A1M?

Im Grunde handelt es sich hier um einen Handheld für PC-Spiele, genauso wie das Steam Deck. Im Gegensatz zu diesem ist hier Windows 11 installiert. Das heißt, ihr könnt neben Steam auch einfach andere Launcher, wie den Epic Game Store oder GOG, nutzen. 

Der Handheld erschien im März 2024, aber die verbaute Hardware ist im Vergleich zu anderen Geräten in dem Bereich zwischen 400 und 600 Euro (wie etwa Asus ROG Xbox Ally oder Lenovo Legion Go S) immer noch zeitgemäß:

  • Bildschirm: 7 Zoll IPS-LCD, 1920 x 1080 Pixel, 500 Nits, 48 bis 120 Hz (VRR)
  • CPU: Intel Core Ultra 7 155H
  • GPU: Intel Arc Graphics
  • RAM: 16 GByte LPDDR5 @ 6.400 MT/s
  • Akku: 53 Wh, mit 65 Watt Schnellladen
  • OS: Windows 11
  • Anschlüsse: USB-C (Thunderbolt 4), microSD

Video starten 37:51 1.000 Euro für einen Gaming-Handheld?! Das können Legion Go 2, Xbox Ally & Co.

Was die MSI Claw A1M gut macht

Tolle Ergonomie: Der Handheld liegt besonders gut in der Hand und die Griffe sind etwas dicker als etwa bei der Asus ROG Ally. Dadurch lässt sich der Handheld sehr angenehm halten. Das Gewicht von 675 Gramm ist zwar nicht rekordverdächtig, aber dennoch leicht genug, damit die Arme nicht so schnell ermüden, wie es etwa bei schweren Geräten wie dem Lenovo Legion Go der Fall ist. 

Hier seht ihr die MSI Claw A1M zwischen Asus ROG Ally (u.) und Lenovo Legion Go (o.). (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Hier seht ihr die MSI Claw A1M zwischen Asus ROG Ally (u.) und Lenovo Legion Go (o.). (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Gaming-Leistung: Als die MSI Claw 2024 erschien, habe ich vor allem die Leistung des Handhelds in Relation zum Verkaufspreis von 830 Euro kritisiert. Obwohl das Gerät etwa so schnell ist, wie eine Asus ROG Ally mit AMD Ryzen Z1 Extreme-Prozessor, und in einigen Spielen sogar langsamer, war es deutlich teurer und daher nur schwer zu empfehlen. 

Für nur 390 Euro sieht die Situation schon anders aus. Mit der MSI Claw erhaltet ihr einen Handheld, der ein gutes Stück schneller ist als das Steam Deck für einen fairen Preis.

In diesem Video von Eldubble seht ihr (bei 12:14 Min.), dass die MSI Claw A1M inzwischen etwa auf dem Level der Asus ROG Ally und dem Lenovo Legion Go ist. Als ich sie letztes Jahr getestet habe, war sie nur sehr nah dran. Treiberupdates haben diesen Handheld mit der Zeit deutlich verbessert.

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Exzellente Lautsprecher: Die Lautsprecher eines Handhelds sind nicht ganz unwichtig, vor allem wenn ihr nicht gern mit Kopfhörern spielt. Beim MSI Claw A1M klingen sie richtig schön satt und bei hohen Lautstärke-Einstellungen spürt man den Sound sogar durch das Kunststoffgehäuse. 

Toller Bildschirm mit VRR: In der MSI Claw steckt ein 7-Zoll großer Full-HD-Bildschirm mit 500 nits und einer variablen Bildwiederholrate von maximal 120 Hz. Die technischen Daten decken sich mit dem Bildschirm der Asus ROG Ally. Dank Upscaling, Frame-Generation und ähnlichen Grafik-Features ist es möglich, die Auflösung und Bildwiederholrate bei vielen Spielen auszureizen. 

Wenn euch 7 Zoll zu klein sind, gibt es in diesem Preisbereich noch den Lenovo Legion Go S mit Windows 11. Dieser Handheld kostet oft nur 450 bis 500 Euro und hat einen größeren Bildschirm und ist sogar noch komfortabler.

Hall-Effekt-Sticks: Im Gegensatz zum Steam Deck oder der Asus ROG Ally sind beim MSI Claw sogenannte Hall-Effekt-Sticks verbaut. Solche bestimmen die Position der Analog-Sticks über Magnetismus, was den physischen Verschleiß minimiert. Das heißt, sie sind deutlich weniger anfällig für Drift.

Leiser Lüfter: In der MSI Claw sind zwei Lüfter verbaut, was sich nicht nur positiv auf die Kühlung der Hardwarekomponenten auswirkt, sondern auch auf die Betriebslautstärke. Die Lüfter müssen nicht so schnell drehen, wie bei einem Handheld, der nur einen besitzt. Im Alltagsbetrieb sorgt die voreingestellte Automatik für einen leisen Betrieb. 

Die Rückseite des MSI Claw wird von Lüftungsschlitzen dominiert. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Rückseite des MSI Claw wird von Lüftungsschlitzen dominiert. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Thunderbolt 4-Anschluss: Bei Bedarf könnt ihr an die MSI Claw eine externe Grafikkarte oder eine schnelle SSD anschließen.

Windows 11: Wenn ihr gern den Microsoft Game Pass nutzt oder andere Launcher neben Steam verwendet, dann lohnt sich der Griff zu einem Windows-Handheld mehr als zu einem Steam Deck. Darüber hinaus ist die MSI Claw A1M kompatibel mit allen anderen Windows-Apps. Ihr könnt ihn also theoretisch sogar zum Arbeiten verwenden.


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Was die MSI Claw A1M nicht so gut macht

Windows 11: Das Betriebssystem ist unter Umständen auch ein Nachteil. Windows 11 ist immer noch nicht so Controller und Gaming-optimiert, wie SteamOS auf dem Steam Deck. Die Bedienung wird zusätzlich erschwert durch den 7-Zoll-Bildschirm, der für Windows 11 grenzwertig klein ist und durch eine weitere Sache…

Kein Trackpad: Das Fehlen eines Trackpads erschwert nicht nur die Bedienung von Windows 11, sondern auch das Spielen von mausgesteuerten PC-Spielen. Diese müsst ihr mit der MSI Claw per Mausemulation mit den Analog-Sticks spielen.

Das D-Pad ähnelt dem vom Xbox 360 Controller. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Das D-Pad ähnelt dem vom Xbox 360 Controller. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Schultertasten und Steuerkreuz: Die Schultertasten lassen sich nicht an jeder Stelle herunterdrücken, was etwas nervig ist. Das Steuerkreuz erinnert mich sehr an das des Xbox 360-Controllers – und das ist nicht gut. Die einzelnen Richtungen sind nicht klar definiert und somit sind präzise Eingaben schwieriger. Für 2D-Spiele oder Fighting-Games gibt es bessere Optionen.


Ist das ein guter Deal?

Ja, solange euch ein Bildschirm mit 7-Zoll-Diagonale ausreicht. Die MSI Claw A1M ist 2025 noch immer ein Handheld, der sich weder bei den Features noch bei der Leistung vor anderen Modellen verstecken muss. Wenn ihr kein Fan von SteamOS seid und lieber Windows auf eurem Handheld habt, etwa zur Nutzung von anderen Launchern, dann macht ihr mit diesem Angebot nichts falsch.

Solltet euch der Bildschirm zu klein sein, dann lohnt sich stattdessen der Blick zum Lenovo Legion Go S mit Windows 11 oder SteamOS. Dieser besitzt einen 8-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz und 1920 x 1200 Pixeln. Dieser Handheld ist auch oft im Angebot für Preise zwischen 450 und 650 Euro. Die Gaming-Leistung der Z2-Go-Variante ist allerdings nur etwas höher, als beim Steam Deck.

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