Selbst wenn ihr auf Anhieb nicht wisst, was ein Dongle ist oder wie er aussieht: Sobald man ihn sieht, weiß eigentlich jeder, was gemeint ist.
Es sind die kleinen Geräte, die wir meist an USB- oder HDMI-Anschlüsse stecken, um Funktionen hinzuzufügen. Das kann etwa zur Verbindung mit einer kabellosen Maus am Notebook und PC dienen oder auch zum Nutzen eines Fire-TV-Sticks am TV.
Woher der Dongle seinen Namen hat, ist allerdings nicht klar. Er klingt witzig, klar, aber der Ursprung selbst ist nicht klar. Das öffnet Tür und Tor für Spekulationen.
Mögliche Herkunft des Namens
Schaut man im Online-Wörterbuch Etymonline, dann verweist der Eintrag zu »Dongle« auf die Jahre zwischen 1980 und 1982. Damals wurde das Wort erstmals in Verbindung mit drahtlosem Breitband und geschützter Software.
Bevor wir auf die Software eingehen, lasst uns eben auf den Wortursprung schauen. Es ist naheliegend, dass es sich bei »Dongle« um ein Kofferwort handelt.
Ein Kofferwort ist ein Wort, das durch die Verschmelzung zweier Wörter entstanden ist: Jein (»Ja« und »Nein«), Teuro (»Teuer« und »Euro«) oder Smog (»Smoke und »Fog«).
Dongle könnte ein Kofferwort aus folgenden beiden englischen Begriffen sein:
- (to) dangle: (herunter-)baumeln
- Dong: Slangbegriff für das primäre männliche Geschlechtsteil.
Und man kann sich schon gut vorstellen, wie ein Team aus Entwicklern auf den Namen gekommen ist. Der Dongle steht nicht selten aus dem Slot ab oder baumelt an einem Kabel daraus herab, etwa wie der alte Google Chromecast.
Sicher weiß man aber nicht, ob das auch wirklich die Entstehungsgeschichte war.
Wofür nutzt man Dongles?
Die früheste Verwendung von Dongles diente dem Kopierschutz oder zum Aktivieren lizenzierter Software. War der Dongle nicht eingesteckt, konnte man ein Programm nicht starten. Er fungierte wie eine Art Schlüssel.
Bei sogenannten CAD-Programmen kommen Dongles sogar noch heute als zusätzlicher Schutz zum Einsatz, zum Beispiel bei einer Software für Architektinnen und Architekten namens ELITECAD.
Was sind »CAD-Programme«?
CAD-Programme (Computer-Aided Design) sind Softwarelösungen, die zur Erstellung, Bearbeitung und Analyse von 2D- und 3D-Objekten verwendet werden. Sie finden Anwendung in Architektur, Ingenieurwesen und Produktdesign, um Entwürfe präzise zu visualisieren und zu dokumentieren.
Heutzutage können Dongle wie eingangs bereits erwähnt ziemlich viel und werden hauptsächlich über den USB- und HDMI-Slot an Computer, Laptop, Notebooks und TVs angeschlossen.
- Netzwerk- und Internet-Dongles, um zum Beispiel das WLAN-Signal am Computer zu verstärken.
- Bluetooth-Dongles, um ein Gerät Bluetooth-fähig zu machen.
- Multimedia-Dongles, die etwa einem Notebook weitere Anschlüsse verleihen können.
- Gaming-Dongles für die kabellose Verbindung von Controllern oder Headsets.
Auch, wenn sich heute nicht belegen lässt, warum der Dongle Dongle heißt, ist es gut denkbar, dass der Begriff scherzhafter Natur ist. Das legt nicht nur der witzig klingende Name nahe, das Kofferwort aus »to dangle« und »Dong« klingt nachvollziehbar.
Im Übrigen werden USB-Sticks nicht als Dongles bezeichnet, auch wenn beides manchmal zum Verwechseln ähnlich aussieht. Der große Unterschied: Dongles speichern keine Daten.


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