Netflix zieht nach: Der Streaming-Marktführer will seine App 2026 grundlegend neu gestalten und setzt dabei auf vertikale Kurzvideo-Feeds à la TikTok und YouTube Shorts. Das gab Co-CEO Greg Peters während des Geschäftsberichts zum vierten Quartal im Geschäftsjahr 25/26 bekannt.
Das Ziel ist simpel: die tägliche Nutzung soll steigen; die Konkurrenz zu sozialen Plattformen aufgenommen werden. Dabei sollen Clips aus Serien, Filmen und neuen Video-Podcasts die Kernkomponente des Redesigns bilden.
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Kurzvideos sollen euch bei Laune halten
Netflix experimentiert schon seit vergangenem Mai mit vertikalen Video-Feeds und hat entsprechend bereits erste Erfahrungen, wie TechCrunch berichtet. Die im vergangenen Oktober angekündigten Video-Podcasts, die im Verbund mit Spotify auf die Plattform kommen, sollen ebenfalls in den Feed integriert werden.
Das Redesign soll später im Jahr 2026 starten. Netflix wird voraussichtlich schon im ersten Halbjahr 2026 weitere Details zum neuen Design und zum Video-Podcast-Angebot veröffentlichen. Die Integration der Video-Podcasts in den Short-Video-Feed dürfte in diesem Zuge sukzessive erfolgen.
- Mit diesem Vorhaben ist Netflix sicherlich nicht der Vorreiter: Short-Videos sind schon seit Jahren – wenn nicht gar seit dem Launch – eine Bastion der Videoplattformen YouTube und TikTok.
- Aber auch innerhalb der eigenen Branche ist Netflix mit dieser Idee nicht allein. Disney Plus kündigte an, dass demnächst alle Nutzer eigene, KI-generierte Kurzvideos auf die Plattform hochladen können.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos sieht diesen Schritt als unabdinglich an, um dem »wachsenden Druck« entgegenzutreten. Dieser wachse auf den Streaming-Anbieter, seit »soziale Plattformen immer mehr Zeit der Nutzer beanspruchen«. So sind etwa die Oscars und die NFL auf YouTube zu sehen; Apple konkurriert indes ebenfalls um die Oscars sowie die Emmy-Preisverleihung.
Grundsätzlich kann Netflix aber auf ein gelungenes Kalenderjahr zurückblicken: Im Jahr 2025 erzielte Netflix 45,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, die Werbeeinnahmen stiegen auf über 1,5 Milliarden Dollar. Die Abozahlen überschritten im vierten Quartal 2025 erstmals die 325-Millionen-Marke.
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