In den letzten Jahren wirkte Apples Laptop-Portfolio arg vorhersehbar. Fast immer zur gleichen Zeit gab es ein überarbeitetes MacBook, bei dem, abgesehen von einigen technischen Details, nur die CPU wirklich neu war.
Das Jahr 2026 markiert jedoch einen Wendepunkt: Mit einer deutlichen Ausweitung der Modellreihen, angefangen vom preiswerten Einsteiger-Gerät bis zum neu gedachten OLED-Pro-Modell, plant Cupertino den größten Umbruch seit der Einführung von Apple Silicon.
Strategiewechsel für neue Marktanteile
Laut Berichten von Giga und Branchenanalysten wie Ming-Chi Kuo steht Apple vor einer strategischen Neuausrichtung. Das ausgegebene Ziel soll sein die Lücken im Sortiment zu schließen und Nutzergruppen zurückzugewinnen, die bisher zu Windows-Laptops oder Chromebooks gegriffen haben. Das Jahr 2026 soll dabei auf vier Säulen stehen:
Das neue Budget-MacBook
Die wohl größte Überraschung ist das geplante Low-Cost-MacBook. Erstmals seit dem Ende des 12-Zoll-MacBooks könnte Apple wieder ein Gerät unterhalb des MacBook Air positionieren. Um den Preis attraktiv zu halten (erwartet werden ca. 700 bis 900 Euro), soll kein M-Chip, sondern der A18 Pro aus dem iPhone zum Einsatz kommen.
Gerüchten zufolge wird das Gerät ein kompaktes 12,9-Zoll-Gehäuse haben, das noch dünner und leichter als beim aktuellen Air ausfallen soll. Wie unter anderem Giga berichtet, möchte Apple mit dem Neuling den Bildungssektor und preisbewusste Privatnutzer ins Visier.
MacBook Air mit M5-Prozessor
Das MacBook Air soll auch in diesem Jahr das Rückgrat für die breite Masse bleiben. Für das Frühjahr 2026 (vermutlich März oder April) wird das Update auf den M5-Chip erwartet.
Während das Design (13 und 15 Zoll) weitgehend identisch bleibt, profitiert das Air von der verbesserten GPU-Architektur des M5, die speziell für lokale KI-Anwendungen optimiert wurde. Erwartet wird zudem die Einführung von Wi-Fi 7.
MacBook Pro M5 Pro & M5 Max
Nachdem das Basismodell des MacBook Pro bereits Ende 2025 mit dem Standard-M5 erschien, folgen Anfang 2026 die leistungsstärkeren Varianten. Laut Macwelt sollen M5 Pro und M5 Max signifikante Sprünge bei der Grafikleistung machen. Bei den Displays wird der Hersteller zumindest vorerst weiterhin auf die bewährten Mini-LED-Panels setzen.
MacBook Pro M6 mit OLED-Touchscreen
Das Highlight der Roadmap ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant: Ein völlig neu entwickeltes MacBook Pro. Neben einem neuen Gehäuse dürften OLED-Panels die vermutlich wichtigste Änderung darstellen. Durch den Verzicht auf die Hintergrundbeleuchtung kann Apple das Gehäuse dünner und leichter bauen.
Entgegen der jahrelangen Ablehnung durch Steve Jobs soll dieses Modell erstmals einen Touch-Bildschirm erhalten. Zudem könnte die bestehende Notch vielleicht durch eine schmalere Dynamic Island
ersetzt werden, wie man sie vom iPhone kennt.
Marktanalyse
Apple reagiert mit den vier neuen Modellen auf den Druck der Konkurrenz. Das neue Budget-Notebook soll den Bildungssektor aufmischen, hier möchte der Hersteller künftig nicht mehr Google mit seinen Chromebooks das Feld überlassen.
Man hat in Cupertino sicher auch mitbekommen, dass die Konkurrenz mit Windows-Betriebssystem nicht schläft und dass auch dort effiziente ARM-Prozessoren langsam aber sicher an Bedeutung gewinnen. Hier macht Apple dem Durchschnittsanwender mit dem MacBook Air nach wie vor ein sehr gutes und performantes Angebot.
Die Pro-Modelle tragen das Pro
nicht ohne Grund im Namen. Viele professionelle Nutzer schwören auf die Geräte und das soll, wenn es nach Apple geht, natürlich auch in Zukunft so bleiben. Aber diese zahlungskräftige Zielgruppe möchte natürlich auch bei Laune gehalten werden und will nicht alle 2 oder 3 Jahre das immer gleiche Notebook mit einem anderen Prozessor kaufen.
Dazu ist es gerade in diesem Segment zunehmend schwer erklärbar, dass es keine OLED-Displays gibt, auch wenn die Mini-LED-Bildschirme alles andere als schlecht sind. Die Pro-Modelle sind das Aushängeschild im Laptop-Programm schlechthin, das sieht Apple scheinbar auch so und will mit den neuen Geräten ein dickes Ausrufezeichen setzen.
Fazit
2026 dürfte ein schwieriges Jahr für alle Freunde von Apple-Notebooks werden. Ewig stellt sich die immer gleiche Frage: Soll ich jetzt kaufen oder warten
? Beim kommenden Budget-MacBook ist die Frage leicht zu beantworten, da es keinen Vorgänger gibt. Wenn ihr ein MacBook möchtet, das vermutlich deutlich unter 1.000 Euro kosten wird, könnt ihr direkt bei der Veröffentlichung zugreifen.
Etwas anders sieht es beim MacBook Air aus. Abgesehen vom neuen M5 dürfte alles beim Alten bleiben. Wenn ihr also nicht auf die Mehrleistung angewiesen seid, könnt ihr auch bei einem guten Angebot des M4-Modells zuschlagen.
Schwierig wird es allerdings für Interessenten der Pro-Laptops. In Kürze wird Apple die Modelle mit M5 Pro und M5 Max vorstellen. Wie die Macwelt berichtet, werden diese deutlich mehr Leistung bieten als die Chips der M4-Generation. Davon abgesehen wird sich aber nicht viel ändern.
Das neue MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und vermutlich M6-Prozessor könnte bereits Ende des Jahres vorgestellt werden, spätestens aber im Frühjahr 2027. Bei diesen Geräten wird Apple vermutlich keinen Stein auf dem anderen lassen und ein völlig neues Pro-Gerät auf den Markt bringen.
Allerdings dürft ihr davon ausgehen, dass diese Neuerungen auch ihren Preis haben werden. Wenn ihr schon in Kürze ein neues MacBook Pro benötigt, greift zu einem der M5-Modelle. Sollte es euer Laptop aber noch eine Weile tun, würde ich auf das M6-Gerät mit OLED warten.
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