Neue Nvidia-Grafikkarten: KI-Berechnung als Wunderwaffe für Notebooks?

Nvidia hat nun auch für Laptops eine Geforce RTX-2000-Super-Reihe aufgelegt. Mit Max-Q und DLSS 2.0 sollen Performance und Energieeffizienz optimiert werden.

von Alexander Köpf,
03.04.2020 18:07 Uhr

Nvidia verspricht für kommende Notebooks bis zu 20 Prozent längere Akkulaufzeit während des Spielens, auch dank KI-gestützter Berechnungen via DLSS. (Bildquelle: Nvidia) Nvidia verspricht für kommende Notebooks bis zu 20 Prozent längere Akkulaufzeit während des Spielens, auch dank KI-gestützter Berechnungen via DLSS. (Bildquelle: Nvidia)

Nvidia hat ein neues Lineup der sogenannten »Geforce-powered Laptops« inklusive neuer Grafikkarten angekündigt. Insgesamt über hundert Geräte verschiedener Hersteller werden demnach mit den neuesten GTX- und RTX-Grafikkarten ausgestattet, letztere in Form der RTX-2000-Super-Reihe.

Zusammen mit Nvidias Max-Q-Technologie sollen diese deutlich effizienter sein als ihre Vorgänger. Mit DLSS 2.0 verspricht Nvidia zudem einen Performance-Sprung oder auch höhere Akkulaufzeiten. Wird die KI-Berechnung damit zur Wunderwaffe für Notebooks?

Bessere Effizienz durch DLSS 2.0

Erst vor kurzem führte Nvidia Deep Learning Super Sampling (DLSS) in der Version 2.0 ein. Die Grundidee dahinter ist, per KI-gestützter Berechnung mit einer niedrigeren Auflösung eine vergleichbare oder gar bessere Bildqualität zu erreichen wie in einer höheren Auflösung ohne Hilfe der KI.

Nvidia RTX 3000 Ampere: Hinweise auf Herbst-Release verdichten sich   119     2

Mehr zum Thema

Nvidia RTX 3000 Ampere: Hinweise auf Herbst-Release verdichten sich

Das ermöglicht bei gleichbleibender Qualität höhere fps - oder auch das Schonen von Ressourcen, wenn die fps begrenzt werden, wodurch der Akku weniger stark beansprucht wird.

Laut Nvidia halten Laptop-Akkus im Zusammenspiel zwischen DLSS 2.0 und der BatteryBoost-Technologie während des Spielens um bis zu 20 Prozent länger. Wie realistisch die Angaben in der Praxis sind, werden jedoch erst unabhängige Tests zeigen.

Welche neuen mobilen Grafikkarten gibt es?

Insgesamt gibt es ein neues GTX- und zwei RTX-Modelle für Laptops in je zwei Varianten. In der Übersicht vergleichen wir letztere mit ihren jeweiligen Non-Super-Pendants (via Videocardz).

Rechenkerne

Boost-Takt

Speicher

TGP*

RTX 2080 Super (Max-Q)

3.072

1.080 - 1.560 MHz

8GB GDDR6, 14 Gbps

150+/80 W

RTX 2080 (Max-Q)

2.944

1.095 - 1.590 MHz

8GB GDDR6, 14 Gbps

150/80 W

RTX 2070 Super (Max-Q)

2.560

1.150 - 1.380 MHz

8GB GDDR6, 14 Gbps

115/80 W

RTX 2070 (Max-Q)

2.304

1.125 - 1.455 MHz

8GB GDDR6, 14 Gbps

115/80 W

GTX 1650 Ti (Max-Q)

1.024

1.200 - 1.485 MHz

4GB GDDR6, 12 Gbps

55/35 W

*Total Graphics Power

Was ist Nvidias Max-Q? Damit bezeichnet Nvidia ein auf Energieeffizienz getrimmtes Design. In der Praxis bedeutet es meist etwas niedrigere Taktraten der GPU im Vergleich zu regulären Modellen ohne Max-Q-Zusatz.

Die (Spiele-)Leistung sinkt dadurch etwas, auf der anderen Seite gilt das aber auch für die jeweils entstehende Abwärme. Entsprechende Notebooks können deshalb potenziell flacher sein und/oder leiser zu Werke gehen.

Der Begriff Max-Q ist übrigens der Luft- und Raumfahrt entliehen. Er bezeichnet den räumlichen und zeitlichen Punkt, an dem die aerodynamische Belastung auf ein Flugobjekt, das sich in Bereichen veränderlicher Dichte bewegt, am höchsten ist. (Quelle: Wikipedia)

zu den Kommentaren (11)

Kommentare(11)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen