Nvidia RTX 3000 Ampere Release & Specs – Alle Infos, Leaks und Gerüchte

Wie sieht es mit Nvidias kommenden High-End-Grafikkarten aus? Wir tragen alle relevanten Informationen zu möglichen Spezifikationen, Leistung und Release zusammen.

von Alexander Köpf,
31.08.2020 18:00 Uhr

Nvidias RTX 3000 Ampere werden mit Spannung erwartet - wir fassen das bisher Bekannte zusammen. (Bildquelle: Nvidia) Nvidias RTX 3000 Ampere werden mit Spannung erwartet - wir fassen das bisher Bekannte zusammen. (Bildquelle: Nvidia)

Dieser Artikel bezieht sich auf Infos, Leaks und Gerüchte, die im Vorfeld der RTX 3000-Präsentation angefallen sind. Wenn ihr wissen wollt, was wir nach der Ankündigung tatsächlich über die Ampere-Grafikkarten wissen, empfehlen wir euch folgenden Artikel:

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Wann kommen Nvidias Geforce RTX 3000 und was werden sie können? Im Folgenden tragen wir zusammen, was es bislang über Ampere-Grafikkarten zu wissen gibt, welche Gerüchte und Spekulationen im Raum stehen und wann sie erscheinen könnten.

Letztes Update: 9.9.2020
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Die möglichen Spezifikationen

Als gesichert galt lange Zeit die Produktion in einem 7-Nanometer-Verfahren. Diese sollte sowohl beim langjährigen Partner, Auftragsfertiger TSMC, als auch bei Samsung erfolgen. Mittlerweile verdichten sich jedoch die Hinweise darauf, dass Nvidia die komplette Geforce-Reihe (RTX 3000) bei Samsung in deren 8-nm-Verfahren fertigen lässt.

Ein brandaktueller Leak nennt detaillierte Informationen zu RTX 3080 und RTX 3090 (siehe Tabelle unten), demzufolge die beiden High-End-Modelle in einem 7-Nanometer-Verfahren (eventuell 7nm+), vermutlich bei TSMC gefertigt werden. Ob die Modelle RTX 3070 abwärts dann bei Samsung produziert werden, ist bis dato aber noch nicht bekannt.

Für den Vollausbau des Ampere-Chips (GA100) für das Profi-Segment werden 128 SMs (Streaming Multiprozessoren) zu je 64 CUDA-Rechenkernen vermutet. Daraus ergeben sich beeindruckende 8.192 Rechenkerne, die angeblich mit bis zu 48 GB HBM2-Videospeicher verknüpft werden.

Videospeicher: Die High-End-Modelle ab RTX 3080 sollen mit schnellem GDDR6X-Videospeicher (ab 19 Gbps) ausgerüstet werden. Das galt bisweilen als Spekulation, wurde nun aber von Halbleiterproduzent Micron bestätigt.

Varianten des Chips für Spielergrafikkarten:

Modell

GPU

Kernzahl

Boosttakt

Speicher

Bandbreite

TGP

RTX 3090

GA102-300

5.248

1.695 MHz

24 GB GDDR6X, 19,5 Gbps, 384 Bit

936 GB/s

350 Watt

RTX 3080

GA102-200

4.352

1.710 MHz

10 GB GDDR6X, 19,0 Gbps, 320 Bit

760 GB/s

320 Watt

RTX 3070

GA104-300

-

-

8 GB GDDR6, 16,0 Gbps, 256 Bit

512 GB/s

220 Watt

Die Taktraten gegenüber Turing (RTX 2000, GTX 1600) scheinen recht unverändert. Bislang war die Rede von 2,2 GHz Turbotaktrate. Allerdings übertreffen die Karten den Boosttakt meist sehr deutlich, weil, weshalb 2,0 GHz auch für Ampere kein Problem darstellen sollten.

In diesem Zusammenhang brachte Igor Wallossek von igor'sLAB ein interessantes Detail ans Licht. Er will herausgefunden haben, dass Nvidia in enger Zusammenarbeit mit seinen Boardpartnern Feintuning an den Platinen vornimmt.

Vereinfacht gesagt, versucht Nvidia den Signalweg für die Datenübertragung zu verbessern, wodurch letztlich höhere Takt- und Durchsatzraten ermöglicht werden können.

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Neue Stromversorgung

Angeblich werden Nvidias RTX 3000 mit einer neuen Strombuchse ausgestattet - im 12 Volt 12-Pin-Format. Der 12-Pin-Stromanschluss soll dabei das Kabelmanagement erleichtern und gleichzeitig bessere Stromversorgung garantieren. Das würde in vielen Fällen jedoch neue modulare Kabel oder zumindest Adapter voraussetzen, auf lange Sicht müssten auch neue Netzteile folgen.

Zwar ist eine neue Strombuchse noch nicht vom Tisch, bis dato konnten sich die Hinweise auf ein 12-Pin-Format aber nicht weiter erhärten.

HDMI 2.1

Die RTX 3000 sollen das neue HDMI 2.1 untersützen. Damit wäre Ampere für die Zukunft gut aufgestellt, denn der Standard ermöglicht 4K bei 120 Hertz und 8K bei 60 Hertz.

Custom-Karten

Erste Bilder von Custom-Modellen haben uns mittlerweile auch erreicht. Sie unterscheiden sich offenbar von den Founders Editions mit Blick auf die Stromversorgung. Hier sollen nach wie vor 8-Pin-Stromanschlüsse und kein enzelner proprietärer 12-Pin-Anschluss verbaut sein.

Wie viel Leistung ist von RTX 3000 zu erwarten?

Dazu liefert die Gerüchteküche einige Hinweise, die, wie üblich, mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind. Die Richtung ist dabei aber klar, RTX 3000 soll richtig schnell werden und gemessen an RTX 2000-Turing einen deutlichen Leistungssprung hinlegen.

So werden Leistungszuwächse gegenüber der Titan RTX und der RTX 2080 Ti von 40 Prozent angenommen. Auch von einem Zuwachs von 70 Prozent ist bereits die Rede gewesen. Beide Angaben beziehen sich dabei auf OpenCL-Scores aus Geekbench 5.

Die Messergebnisse im Überblick:

Nvidia Graphics 3*

222.377 Punkte

7.936 Shader

32 GB

Nvidia Graphics 2*

184.096 Punkte

7.552 Shader

24 GB

Nvidia Graphics 1*

141.654 Punkte

6.912 Shader

47 GB

Tesla V100

154.606 Punkte

5.120 Shader

32 GB

Titan RTX

131.974 Punkte

4.608 Shader

24 GB

RTX 2080 Ti

129.019 Punkte

4.352 Shader

11 GB

In Teraflops ausgedrückt: Was ist möglich?

Mitte Mai veröffentlichte der Youtube-Kanal Moore's Law Is Dead ein Video, in dem sehr ausführliche Details zu Nvidias RTX 3000 genannt wurden. Demzufolge soll die Ampere-Architektur im Falle der RTX 3080 Ti eine Rechenleistung von 21 Teraflops (TFLOPS FP32) bieten. Zum Vergleich: Nvidias aktuelles Spieler-Flaggschiff RTX 2080 Ti bringt es als Founders Edition auf 13,45 TFLOPS.

Raytracing

Ein deutliches Leistungsplus soll auch Raytracing erfahren. Vermutet wird hier ein bedeutende Steigerung der Zahl der RT-Kerne (RT steht für Raytracing). Genaue Angaben finden sich zwar nicht, dies gilt allgemein aber als gesichert.

Ein aktueller Leak (Stand 13.5.2020) geht jedoch davon aus, dass die Zahl der RT-Kerne gar nicht zwingend steigen muss, da die Performance der einzelnen Kerne dafür deutlich gesteigert wird - von bis zu viermal so flotter Abarbeitung der sogenannten Intersections ist die Rede.

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Wann ist mit einem Release zu rechnen?

Derzeit wird von einem Release am 17. September dieses Jahres ausgegangen. Einen ersten Teaser gibt es bereits. Dessen Bedeutung haben wir versucht auf den Grund zu gehen. Offiziell bestätigt ist ein Livestream am 1. September, in dem die Ampere-Grafikkarten vorgestellt werden sollen.

Die Founders Edition soll eine eigene Platine erhalten, wodurch das ungewöhnliche Design mit Lüftern auf beiden Seiten ermöglicht wird. (Bildquelle: Chiphell) Die Founders Edition soll eine eigene Platine erhalten, wodurch das ungewöhnliche Design mit Lüftern auf beiden Seiten ermöglicht wird. (Bildquelle: Chiphell)

Was gibt es zum Preis zu sagen?

Dazu gibt es aktuell keine konkreten Informationen. Experten haben kürzlich jedoch eine erste Einschätzung zu den Preisen der RTX 3000 geliefert. Die Ansichten gehen allerdings auseinander. So werden Preise, angefangen auf dem Niveau der RTX 2000 Turing bis zu 50 Prozent über deren UVP angenommen.

Weitere Gerüchte und Leaks nennen Preise für das Ampere-Flaggschiff RTX 3090 zwischen 1.500 Euro für die Founders Edition bis 2.335 Euro für ein Custom-Design.

Das Design des Kühlkörpers der mit Lüftern auf beiden Seiten und möglicherweise einer sogenannten Vapor-Chamber könnte sich mit Blick auf die Founders Editions der hochwertigen Modelle zudem im Preis niederschlagen - hierfür allein stehen bereits 150 US-Dollar im Raum.

Unklar ist allerdings, wie sich die Folgen der Corona-Krise auf die Preisentwicklung auswirken - theoretisch könnte es in beide Richtungen gehen. Vieles hängt aber auch von der Konkurrenz durch AMDs Radeon RX Big Navi ab.

Sollten die High-End-GPUs Nvidias Topmodellen tatsächlich gefährlich werden - wonach es im Moment nicht aussieht - , würde sich dies womöglich auch positiv auf den Preis auswirken.

Wann gibt es offizielle Infos?

Am 1. September um 18 Uhr stellt Nvidia die neuen Grafikkarten vor. Den Livestream könnt ihr kommentiert bei GameStar.de und auf unserem Twitch-Kanal MAX verfolgen.

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