Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, wieso der Strip in Las Vegas im Spiel »Fallout: New Vegas« eigentlich umzäunt ist? Begehbar ist er nur durch zwei Tore. Richtig Sinn ergibt das aus Sicht des Worldbuildings nämlich nicht.
- Stumpf gesagt: Es hält den radioaktiven Fallout nicht draußen.
- Es könnte gegen Raider helfen, aber aus geologischer Sicht befindet sich um den Strip nur Wüste.
- Etwaige Monster wie Todeskrallen lachen über das Wellblech.
Zur Klarstellung: Wir sprechen von der Mauer um den Strip, nicht von der Mauer um New Vegas, also die Stadt, selbst.
Geht man mal von der realen Größe aus, dann würde so ein Wall richtig viel Arbeit bedeuten.
- Der Strip von der Sahara Avenue bis zur Russell Road, also die weltberühmte Straße, an der die größten Hotels und Casinos stehen, ist 6,8 Kilometer lang (via Wikipedia).
- Eine genaue Breite ist nicht festgelegt, da die Grundstücke der Ressorts unterschiedlich breit sind.
Um die Fläche zu berechnen, nutzen wir der Einfachheit wegen eine Breite von anderthalb Kilometern. Mathematisch entspräche die Fläche des Strips etwa 10,2 Quadratkilometern (6,8 km x 1,5 km = 10,2 km²).
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Wie lang wäre dann die Mauer, die man um den Strip ziehen müsste? Ausgehend von 10,2 Quadratkilometern, wäre der tatsächliche Zaun rund 16,6 Kilometer lang (2 x (6,8 + 1,5) = 16,6 km). Da der Strip allerdings kein perfektes Rechteck ist, wäre die Mauer noch mal ein gutes Stück länger.
Mit dieser Toleranz eingerechnet, beläuft sich die Mauer um New Vegas schätzungsweise am ehesten auf rund 20 Kilometer.
Umso interessanter ist, dass die Serie von Amazon dieses Detail übernommen hat, obwohl sie es nicht hätte müssen. Der Grund für die Mauer um New Vegas im Spiel ist nämlich technischer Natur.
Die Konsolen sind schuld
Also, warum haben die Bewohner von New Vegas – oder Mr. House? – eine Mauer um den Strip gezogen? Was ist die Begründung dafür?
Laut Obsidian war das eine Entscheidung beim Spieldesign (via Gamerant). Weil »Fallout: New Vegas« auch für die damaligen Konsolen erschien, musste man beim Entwickeln Kompromisse eingehen. Kurzum: Viele Ideen und Funktionen fielen der Schere zum Opfer.
- Die Entwickler mussten »eine große Mauer um das ganze Ding« ziehen. Gemeint ist der Strip.
- Darüber hinaus sollte das Mojave-Ödland eigentlich noch mehr separierte Zonen besitzen.
- Außerdem hätten angeblich drei Rassen spielbar sein sollen, so Gamerant.
[Fallout: New Vegas] wäre ganz anders geworden, wenn es nur für den PC erschienen wäre. Wir hatten schon früh viele Pläne. Zum Beispiel: ›Hier wird das Wasser gespeichert, hier sind die Farmen, hier ist die Regierungszentrale.‹ Wir hatten alles genau geplant – es war nicht nur ein Haufen zufälliger Ideen.
Kurz und gut: Obsidian hätte den New Vegas Strip gerne ohne Mauern gezeigt und in die Open World eingebunden. Die technischen Limitationen der Konsolen machten das aber unmöglich, wodurch der Strip durch einen Wall gezwungenermaßen zu seinem eigenen Gebiet, das geladen werden musste, wurde.
Im Grunde genommen hätte die Fallout-Serie die Mauer um den berühmten Las Vegas Strip also ersatzlos streichen können. Am Ende bleibt nämlich immer noch die Frage: Wer hat sie gebaut und warum?
Wie gefällt euch eigentlich die Serie? Habt ihr eine Idee, wieso die Mauer um den Strip hätte gezogen werden können, wenn man die Limitationen außen vor lässt?

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