Update, 15. September: Nintendo hat sich uns gegenüber inzwischen zu den Vorwürfen geäußert, die in diesem Artikel thematisiert werden. Das offizielle Statement dazu lautet folgendermaßen:
Sobald Nintendo Switch 2 erkennt, dass sie mit einer Nintendo Switch 2-Station verbunden ist, werden die audiovisuellen Inhalte ausgegeben. Nintendo Switch macht das Gleiche: Auch hier werden audiovisuelle Inhalte ausgegeben, sobald die Konsole erkennt, dass sie mit der Nintendo Switch-Station verbunden ist.
Nintendo hat weder die Absicht noch Interesse daran, legale Produkte von Drittanbietern zu verhindern.
Der Begriff Nintendo Switch 2-Station
bezieht sich dabei explizit auch auf Produkte von Drittanbietern, wie Nintendo auf unsere Nachfrage hin bestätigt hat.
Original-Artikel, 2. September: Bereits Anfang Juli wurde Kritik an Nintendos Switch 2 in Bezug auf die USB-Verbindung laut. Hintergrund sind Geräte, die nicht an dem Anschluss funktionieren, obwohl aus technischer Sicht nichts dagegen spricht.
Das betrifft wohl vor allem Zubehör wie Docking-Stationen, die an der Switch 1 im Gegensatz zur Switch 2 meist tadellos ihren Dienst verrichten.
Die unter anderem durch Analysen der Webseite The Verge ins Rollen gebrachte Kritik hat nun auch der große YouTube-Kanal Linus Tech Tips aufgegriffen, mit deutlichen Worten im Titel des folgenden Videos: »Nintendos Gier könnte die Tech-Branche verändern«.
Link zum YouTube-Inhalt
Analyse-Tool zeigt Auffälligkeiten
- Um dem Problem mit nicht funktionierendem Zubehör auf den Grund zu gehen, nutzt Linus Tech Tips wie zuvor bereits The Verge zwischengeschaltete Hardware, die die Kommunikation zwischen der Konsole und den per USB angeschlossenen Geräten protokolliert.
- Neben üblichen Schritten wie der Abfrage der Spezifikationen und dem Starten der Energieversorgung stechen manche Einträge hervor. Das betrifft insbesondere solche mit der Kennzeichnung
Vendor Device
. Übersetzt bedeutetVendor
Hersteller
undDevice
Gerät
. - Der Verdacht lautet, dass hier eine Überprüfung stattfindet, ob das jeweilige Zubehör von Nintendo stammt oder nicht. Ist dem nicht so, könnte es im gleichen Zuge zu einem Ausbleiben der gewünschten Funktionalität kommen.
Was genau in der Kommunikation passiert, wird auch durch das Analyse-Tool nicht völlig klar.
Es legt aber den Verdacht nahe, dass das Problem hier in der Software beziehungsweise der Steuerung der Kommunikation liegt und nicht in der Hardware.
Ob diese Probleme bewusst von Nintendo verursacht werden, bleibt letztlich ebenfalls unklar.
10:12
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Welche Sorge Linus Tech Tips hat
Die in der Überschrift des Videos angesprochene mögliche Veränderung der Tech-Branche bezieht sich auf die Sorge, dass andere Hersteller dem vermeintlichen Beispiel Nintendos folgen könnten.
Das Ausschließen von Produkten anderer Hersteller könnte zu einer gängige(re)n Praxis werden und USB-C als breit genutzter Anschluss eine ungewollte Basis dafür liefern, so die Befürchtung.
Das mögliche Interesse dahinter scheint für Linus Tech Tips klar: mehr Geld zu verdienen, indem Kunden bei der Auswahl von Zubehör nicht die Möglichkeit haben, auf Produkte von Drittanbietern auszuweichen.
Bislang handelt es sich dabei aber nur um einen Verdacht.
Was sagt Nintendo dazu? Wir haben die Firma um eine Stellungnahme gebeten. Ihr findet sie inzwischen in Form eines Updates direkt zu Beginn dieses Artikels.
Grundsätzlich klingen die Schwierigkeiten nach etwas, das sich per Software- beziehungsweise Firmware-Update beheben lässt, sofern Nintendo denn bereit dazu ist.
Seid ihr mit eurer Switch 2 auf Probleme mit nicht funktionierendem USB-Zubehör gestoßen, insbesondere im Falle von Docking-Lösungen? Und wie beurteilt ihr das Video von Linus Tech Tips und die darin thematisierten Punkte? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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