Nokias Handy-Abteilung geht an Microsoft - Aktionäre stimmen der Übernahme zu (Update)

Die Aktionäre von Nokia haben auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung die Übernahme des Handy-Bereichs durch Microsoft genehmigt.

von Georg Wieselsberger,
25.11.2013 10:35 Uhr

Das Nokia Lumia 1020 ist eines der letzten Modelle vor der Übernahme durch Microsoft. Das Nokia Lumia 1020 ist eines der letzten Modelle vor der Übernahme durch Microsoft.

Ganze 99,7 Prozent der Nokia-Aktionäre stimmten der Übernahme des Handy-Bereiches durch Microsoft zu. Microsoft kostet der Kauf 5,44 Milliarden US-Dollar, das sind umgerechnet rund 4,01 Milliarden Euro.

Während Microsoft auf diese Weise die relativ erfolgreichen und mit Windows Phone ausgestatteten Lumia-Smartphones und auch die eben erst präsentierten Nokia-Tablets ins eigene Haus holt, bleibt Nokia selbst nur noch die Netzwerksparte.

Die Übernahme des Geschäftsbereiches »Devices & Services« des finnischen Unternehmens war bereits Anfang September bekanntgegeben worden, allerdings mussten die Aktionäre noch zustimmen. Wenn nun auch die Kartellbehörden dem Geschäft zustimmen, wird die Übernahme im 1. Quartal 2014 abgeschlossen sein. Danach kann Microsoft wie Konkurrent Apple sowohl Smartphones als auch Tablets mit eigenem Betriebssystem anbieten.

Update: Microsoft kann mit einer problemlosen Übernahme des Mobiltelefon-Bereichs von Nokia rechnen, da die Europäische Kommission dem Geschäft wohl keine Steine in den Weg legen wird. Der Wettbewerb dürfte durch die Übernahme aufgrund der Dominanz von Samsung und Apple im Smartphone-Markt eher gestärkt werden.

Die Entscheidung der EU-Kommission soll bis spätestens 4. Dezember veröffentlicht werden. In Russland, Indien, der Türkei und in Israel wurde der Übernahme bereits zugestimmt. Laut Reuters ist Nokia übrigens alleine für vier Prozent der Wirtschaftsleistung von Finnland zuständig.

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