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Notebooks für Virtual Reality - Herausforderung VR mit dem Laptop

Virtual Reality stellt Laptops vor neue Herausforderungen, sowohl was die pure Leistung angeht als auch die nötigen Anschlüsse für VR-Brillen wie Valve Index. Unsere Empfehlungen im Test.

von Dennis Ziesecke,
07.10.2020 11:02 Uhr

Wer Virtual Reality auf dem Laptop erleben will, muss vor allem auf die Anschlüsse achten. Wer Virtual Reality auf dem Laptop erleben will, muss vor allem auf die Anschlüsse achten.

Dennis Ziesecke

Neue Herausforderung VR: Notebooks eignen sich schon seit einigen Generationen genauso gut für Games wie der hochgezüchtete Desktop-PC. Virtual Reality stellt Laptops aber vor ganz neue Herausforderungen. Und das ist noch nicht einmal die dafür nötige Performance, da können die mobilen Computer bereits gut mithalten. Probleme gibt es an eher unerwarteter Stelle: den Anschlüssen.

HDMI reicht nicht: Tatsächlich setzt keine aktuelle VR-Brille mehr auf HDMI zur Bildübertragung. Stattdessen kommt mit Displayport 1.4 der auch am PC primär genutzte Anschluss zum Einsatz. Eine Ausnahme ist die Oculus Quest (2), die auf USB setzt, doch dazu später mehr. Viele Notebooks hingegen bieten keinen Displayport-Anschluss mehr, sondern primär HDMI.

Ausweg USB-C: Stattdessen sind zahlreiche moderne Notebooks mit USB-C oder Thunderbolt-Anschlüssen (im USB-C-Format) ausgestattet, die oft aber nicht immer auch Videosignale transportieren. Ein erster Hinweis auf ein VR-taugliches Notebook ist also eine Kennzeichnung des USB-C-Ports als videotauglich oder Kompatibilität zu Thunderbolt 3. Doch auch damit ist es noch nicht getan.

Onboard-GPU statt Kraftpaket: Einige Notebookhersteller leiten nicht die Bildsignale der flotten dedizierten GPU an den jeweiligen Anschluss weiter, sondern nur die der im Prozessor integrierten GPU. Eine solche bietet inzwischen jeder mobile Prozessor, egal ob von AMD oder Intel, für VR reicht die Leistung aber nicht aus. Wir haben daher für diese Kaufberatung zahlreiche Notebooks auf VR-Tauglichkeit untersucht, die uns von den Herstellern freundlicherweise zum Test bereitgestellt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Wir haben vier teils recht unterschiedliche Notebooks mit verschiedenen VR-Brillen wie Valve Index, Oculus Rift S, Oculus Quest (via Link) auf ihre VR-Tauglichkeit getestet, auf der ersten Seite dieser Kaufberatung findet ihr unsere Erfahrungen mit den Modellen.

Auf Seite 2 erklären wir im Detail, warum sich nicht jedes Notebook für VR eignet und wie sich die GPUs unterscheiden.

*Hinweis: Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung.

Bester Allrounder: XMG Fusion 15

XMG Fusion 15 Das XMG Fusion 15 bietet nicht die höchste Leistung im Vergleichsfeld, dafür stimmt aber der Gesamteindruck.

Preis: ca. 1.790 Euro

  • Display/Gewicht: 15,6 Zoll, 1.920x1.080 Pixel IPS, 144 Hz / ca. 1,9 kg
  • Prozessor: Intel Core i7-9750H, 6x 2,60 GHz (Turbo: Bis zu 4,60 GHz)
  • RAM/HDD: 16 GByte DDR4-2666 / 1,0 TByte SSD M.2 NVMe
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX 2070 Max-Q 8 GByte

Gewählte Konfiguration: Uns stand zum Test das Modell mit Intel Core i7-9750H, 16 Gigabyte DDR4-RAM und einer Nvidia Geforce RTX 2070 Max-Q zur Verfügung. Ein videotauglicher USB-C Port sorgt für Kompatibilität zu den getesteten VR-Brillen, ein Adapter auf Displayport liegt dem Gerät bereits bei. Ebenfalls praktisch: Die nötigen Treiber für das Notebook werden auf einem USB-Stick mitgeliefert.

Bester Allrounder im Test: Zwar ist das XMG Fusion 15 nicht das schnellste Notebook im Test, eine RTX 2080 liefert einige FPS zusätzlich. Dafür zeigte es sich aber als bestes Allroundgerät. So taktet das Notebook im Akkumodus weit weniger herunter als das Lenovo Legion mit schnellerer GPU und auch wenn die Lautstärke des Lüfters abseits des VR-Headsets durchaus störend ist, hält das Kühlsystem die Komponenten auch drosselungsfrei auf Temperatur. Im unten verlinkten Konfigurator könnt ihr euch das Notebook mit euren Wunschkomponenten zusammenstellen - so spart die (allerdings spürbar langsamere) GTX 1660 Ti bereits 280 Euro ein

Fit für Vive Index und HP Reverb G2: Die Leistung reicht bei Spielen wie Half Life: Alyx oder The Walking Dead: Saints&Sinners problemlos für flüssiges VR-Gaming aus (allerdings nur mit eingestecktem Netzteil). Bei weniger gut optimierten Titeln wie Blade&Sorcery resultierten gelegentliche Ruckler sogar eher aus fehlender CPU-Leistung (aufgrund weniger hoher Taktraten im Vergleich zum Desktop beispielsweise) - während die GPU nicht ausgelastet war. Auch die hohe Auflösung der HP Reverb G2 oder einer Oculus Quest 2 per Link lässt sich damit befeuern.

Pro:

  • gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Sechskern-CPU mit hohem Takt und Hyperthreading
  • VR-tauglicher USB-C mit beiliegendem Displayport-Adapter
  • erfreulich handlich und leicht

Contra:

  • Lautstärke
  • GPU nicht immer schnell genug für 144 FPS/Hz mit der Valve Index

XMG Fusion 15 RTX 2070 bei Bestware/Schenker konfigurieren und kaufen*

Kraftpaket: Lenovo Legion Y740

Y740 Mit dem Lenovo Legion Y740 gibt es die schnellste GPU im Vergleichsfeld, Kleinigkeiten wie vorinstallierte Bloatware (McAfee) und das nicht geringe Gewicht stören das gute Gesamtbild.

Preis: ca. 2.375 Euro

  • Display/Gewicht: 15,6 Zoll, 1.920x1.080 Pixel IPS, 133 Hz / ca. 2,2 kg
  • Prozessor: Intel Core i5-9750H, 6x 2,60 GHz (Turbo: Bis zu 4,20 GHz)
  • RAM/HDD: 16 GByte DDR4-2666 / 1024 GByte SSD M.2 NVMe
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX 2080 Max-Q 8 GByte

Fokus auf die GPU: Wie das XMG Fusion 15 setzt das Lenovo Legion Y740 auf Intels Core i7-9750H mit sechs Kernen. Bei der GPU gibt es jedoch Unterschiede: Hier kommt die Nvidia Geforce RTX 2080 Max-Q zum Einsatz, die neben der RTX 2080 Super eine der aktuell schnellsten Notebook-GPUs darstellt und erst im kommenden Jahr von der Ampere-Generation abgelöst werden wird.

Drosselt stärker ohne Netzstrom: Interessant zu beobachten war, dass Lenovo beim Akkumodus die Leistung deutlich stärker drosselt als XMG, wer also tatsächlich mobil in VR abtauchen möchte, sollte hier besser nicht zugreifen. Zugegeben, das ist ein recht seltener Einsatzfall, die Leistung fällt aber auch bei Monitorgames geringer aus, was vielleicht öfter stört.

USB-C mit Nvidia-Grafik und sehr gute Speaker: Beim Einsatz in VR aufgrund der im Headset integrierten Kopfhörer vielleicht weniger relevant, wir wollen es aber nicht unerwähnt lassen: Die Lautsprecher des Legion Y740 sind für Notebookverhältnisse sehr gut und zusammen mit denen des Legion 5 die besten im Testfeld. Unter Last übertönen sie sogar den stark aufdrehenden Lüfter des Notebooks. Grafik bekommen VR-Gamer dank videotauglichem USB-C mit direkter RTX-Anbindung via Adapter ins VR-Headset, ein entsprechendes Modell kostet bei Amazon etwa 10-15 Euro, liegt dem Notebook aber nicht bei.

Pro:

  • viel Grafikleistung
  • Sechskern-CPU mit hohem Takt und Hyperthreading
  • gute Lautsprecher

Contra:

  • Nervige Bloatware vorinstalliert
  • drosselt die Leistung stark im Akkumodus
  • teuer

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Für den Einstieg: Lenovo Legion 5

Legion 5 Das Lenovo Legion 5 ist bei der GPU etwas schwach bestückt, für eine Oculus Rift S reicht die Leistung aber.

Preis: ca. 975 Euro

  • Display/Gewicht: 15,6 Zoll, 1.920x1.080 Pixel IPS, 120 Hz / ca. 2,3 kg
  • Prozessor: AMD Ryzen 7 4800H, 8x 2,90 GHz (Turbo: Bis zu 4,20 GHz)
  • RAM/HDD: 16 GByte DDR4-3200 / 512 GByte SSD M.2 NVMe
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 1650 4 GByte

Starke CPU: Angesichts der Preisklasse des Lenovo Legion 5 gibt es mit dem AMD Ryzen 5 4800H erstaunlich viel Prozessorleistung. Die CPU nutzt acht Kerne mit Hyperthreading und auch wenn die Leistung pro Takt etwas geringer ausfällt als bei Intel, ist sie eine gute Wahl für CPU-intensive Games und alle, die zusätzliche Performance beispielsweise für Videoschnitt suchen.

GPU der Einstiegsklasse: Wir waren besonders gespannt, wie sich die mobile Nvidia GTX 1650 mit nur 4 Gigabyte Speicher in VR-Games schlägt. Wie erwartet leistet die GPU keine Wunder, hochauflösende Headsets wie HP Reverb G2 überfordern sie in der nativen Auflösung (es gibt aber einen Performancemodus mit halbierter Auflösung, mit dem die GPU besser harmoniert) und auch mit der Valve Index tut sie sich schwer. Sehr gut funktioniert aber das Spielen mit der Oculus Rift S sowie älteren VR-Brillen wie der Vive oder der Rift CV1. Half Life: Alyx beispielsweise war gut spielbar.

Displayport via USB-C: Auch das Lenovo Legion 5 bietet keinen Displayport, sondern lediglich USB-C. Mit einem günstigen Adapter (nicht beiliegend) gibt das Notebook dennoch Displayportsignale für die VR-Brille heraus. Diese stammen auch tatsächlich von der Geforce-GPU und nicht von AMDs deutlich langsamerer CPU-Radeon.

Pro:

  • Sehr schneller Prozessor mit acht Kernen
  • niedriger Preis
  • Displayport via USB-C mit Nvidia-GPU möglich

Contra:

  • Grafikleistung an der unteren Grenze für VR
  • VR-Brillen wie HP Reverb G2 benötigen mehr Leistung
  • störende Bloatware

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CPU-Sieger: MSI GL75 Leopard

MSI GL75 Das MSI GL75 Leopard ist mit 17,3 Zoll etwas unhandlicher, die Leistung weiß aber gerade auf Seiten der CPU zu überzeugen.

Preis: ca. 1.799 Euro

  • Display/Gewicht: 17,3 Zoll, 1.920x1.080 Pixel IPS, 144Hz / ca. 2,6 kg
  • Prozessor: Intel Core i7-10750H, 6x 2,60 GHz (Turbo: Bis zu 5,0 GHz)
  • RAM/HDD: 16 GByte DDR4-2666 / 512 GByte SSD M.2 NVMe + 1,0 TByte HDD
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX 2070 8 GByte

Neuerster Intel: Mit dem Intel Core i7-10750H nutzt das MSI GL75 Leopard den aktuellsten Intel-Prozessor im Testfeld. Seine sechs Kerne (plus Hyperthreading) takten mit 2,6 GHz in der Basis, per Boost geht es auf bis zu 5,0 GHz hoch - auch wenn dieser Takt bei Games eher nicht vorkommt.

Gute Grafikleistung: Das GL75 Leopard setzt auf die RTX 2070 von Nvidia, was für die meisten aktuellen VR-Brillen ausreicht - auch wenn die hochauflösende 8KX von Pimax hier eine Ausnahme darstellt. Dank guter und nicht übertrieben lauter Kühlung bleiben die Taktraten von CPU und GPU auf hohem Niveau, auch wenn ihr euch gerade mitten in einem Weltraumgefecht bei Star Wars: Squadrons befindet. Dessen VR-Modus läuft auf dem Notebook genauso wie andere getestete Spiele (Half Life: Alyx, The Walking Dead Onslaught, Blade&Sorcery, Vox Machinae) hervorragend und nicht langsamer als auf vergleichbar ausgestatteten Desktop-PCs.

Echter Displayport, nur mini: Statt über den Umweg eines USB-C zu Displayport-Adapters gehen wir bei MSI den etwas weniger verwirrenden Schritt über einen Adapter von Mini-Displayport auf Displayport - einigen VR-Brillen liegt ein solcher Adapter sogar bereits bei, ansonsten gibt es ihn für unter 10 Euro beispielsweise bei Amazon.

Pro:

  • Sehr schneller Prozessor mit sechs hoch getakteten Kernen
  • Mini-Displayport

Contra:

  • Unhandlich dank 17,3 Zoll
  • GPU nicht immer schnell genug für 144 FPS/Hz mit der Valve Index
  • Festplatte als zweites Laufwerk

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