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»Ich vermisse es« - Spieler trauert nutzloser Physik in alten Spielen hinterher und trifft damit einen Nerv

Lampen ausschießen, die Toilette benutzen oder einfach das gesamte Mobiliar zerlegen: Spiele ließen früher eine Menge Physik-Spielereien zu, die keinen Nutzen hatten.

Die Gravity Gun in Hal-Life 2 war zwar nicht nutzlos, sinnlos Sachen stapeln, konnte man aber trotzdem damit. Die Gravity Gun in Hal-Life 2 war zwar nicht nutzlos, sinnlos Sachen stapeln, konnte man aber trotzdem damit.

Wir kommen alle irgendwann in das Alter, in dem wir der Meinung sind, dass früher irgendwie alles besser war. Ob das an nostalgischer Verklärung oder tatsächlich angenehmeren Umständen liegt, sei mal dahingestellt.

Gaming ist davon nicht ausgenommen und so kommt es immer wieder vor, dass sich Spieler voller Sehnsucht an frühere Zeiten zurückerinnern. Dabei geht's aber nicht immer um packende Storys und bahnbrechende Spielmechaniken, wie ein aktueller Post auf Social Media offenbart.

Von Klospülungen und kaputten Aquarien

Auf Reddit wünscht sich ein User die Zeit zurück, in der Spiele noch unnütze Interaktionen mit der Umgebung zuließen.

Ich habe einige ältere Titel noch einmal gespielt und dabei gemerkt, wie sehr ich es vermisse, einfach nur … mit der Umgebung herumzuspielen.

Zum Beispiel Flaschen einzeln aus einem Regal zu schießen, Wasserhähne aufzudrehen oder Toiletten in Spielen wie Duke Nukem oder Half-Life zu spülen. Das hatte zwar keinerlei Einfluss auf das Gameplay, aber es ließ die Welt so real wirken.

Heutzutage sind die Grafiken fotorealistisch, aber alles ist festgeklebt. Wenn man in einem modernen 4K-Spiel auf ein Regal schießt, bewegt sich nichts. Ich würde gerne etwas Texturauflösung gegen mehr interaktive Physik eintauschen. Geht es noch jemandem so?

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Die letzte Frage wurde prompt von etlichen Spielern mit »Ja« beantwortet. ConspicuousBassoon vermutet, dass der Mangel an Interaktionsmöglichkeiten in modernen Spielen an dem Vermarktungspotenzial liegt:

»In gewisser Weise sind Grafiken derzeit das, was sich am einfachsten verbessern lässt, und sie lassen sich leichter vermarkten als Nischeninteraktionen. Sich an ein Klavier setzen und ein paar Noten spielen zu können, einmal auf ein Aquarium zu schießen und zu beobachten, wie das Wasser auf das richtige Niveau absinkt. All das sind verlorene Künste.«

Ein solches Aquarium lässt sich beispielsweise in Tom Clancy's Splinter Cell finden:

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Die Kommentare sind voll mit weiteren Beispielen. So konnte man in Metal Gear Solid 2 beispielsweise den Eiswürfeln beim Schmelzen zusehen, wie JehutysErectCockpit sich erinnert.

User brashet denkt auch gerne an Klassiker zurück: »Ich erinnere mich noch gut daran, wie begeistert ich war, als man in Perfect Dark Lichter ausschießen konnte. Heute bin ich enttäuscht, wenn Spiele das nicht bieten.«

Und dann wären die Klo-Eskapaden von Duke Nukem Forever. Reden wir nicht drüber.

Aber die Hoffnung für moderne Spiele ist nicht völlig verloren. Während die Half-Life-Reihe Spielphysik mit der Gravity Gun revolutioniert hat, bauen Spiele wie Control auf diesem Meilenstein auf. Borg34572 merkt an, dass sich dort so ziemlich jedes Objekt hochnehmen und werfen lässt.

Auch Breath of the Wild und Tears of the Kingdom lassen Spieler mit kleinen und großen Gegenständen herumfuchteln, was manchmal sogar richtig nützlich ist.

Fallen euch weitere Beispiele für Physik-Eskapaden ein? Schreibt uns gerne eure Erfahrungen mit unnützen Interaktionen aus alten und neuen Spielen in die Kommentare!

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