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Seite 4: Nvidia Geforce GTX 590 - mit zwei GTX-580-Chips zum Test-Sieg?

Stromverbrauch und Lautstärke

Anders als bei der 3D-Leistung kann die Geforce GTX 590 bei der Lautstärke erstmals einen entscheidenden Vorteil gegenüber der HD 6990 geltend machen: Die Geforce ist insgesamt deutlich ohrenschonender. Zwar bleibt die HD 6990 im Leerlauf mit leicht hörbaren 2,2 Sone leiser als die GTX 590 mit hörbaren, wenn auch nicht nervigen 3,2 Sone. Unter Last lärmt der Lüfter der HD 6990 aber teils mit wirklich unerträglichen 6,2 Sone vor sich hin und wechselt zudem häufig die Drehzahl – das nervt selbst, wenn Sie den Spieleklang relativ weit aufgedreht haben! Die GTX 590 bleibt im Vergleich mit maximal 4,5 Sone noch einigermaßen zurückhaltend, auch wenn Sie den Lüfter in Spielen ebenfalls deutlich wahrnehmen (zum Vergleich: eine GTX 460 flüstert mit 1,3 Sone). Die größten Radaumacher sind aber Crossfire- oder SLI-Tandems (siehe Benchmark-Grafik).

Kühler Wie die HD 6990 setzt auch die GTX 590 nur auf einen Lüfter.

Ohne Abdeckung Die Kühlerabdeckung lässt sich relativ einfach entfernen.

Ohne Kühlkörper Die zwei GTX-580-Chips ohne montiertes Kühlsystem.

Kühlblöcke Die Kühlblöcke besitzen eine Bodenplatte aus Kupfer.

Im Gegenzug muss sich die GTX 590 beim Stromverbrauch aber der HD 6990 geschlagen geben. Mit 183 zu 160 Watt im Leerlauf und 514 zu 495 Watt in Spielen (für das gesamte Testsystem ohne Monitor) verbraucht sie spürbar, wenn auch nicht exorbitant mehr Energie. Die Energieeffizienz der GTX 590 ist angesichts der nur minimal besseren 3D-Leistung also etwas schlechter als bei der HD 6990.
Unterm Strich ist der Energiebedarf jedenfalls enorm, liegt allerdings noch deutlich unter dem von SLI-Verbünden aus zwei separaten Grafikkarten. Zwei (etwa gleich schnelle) Geforce GTX 570 verbraten zusammen beispielsweise 585 statt 514 Watt unter Last. Im Leerlauf liegen sie aber wieder gleichauf mit der GTX 590 (beide 183 Watt). Den Negativrekord hält das GTX-580-Gespann mit enormen 628 Watt unter Last in Spielen.

SLI-Probleme

Bauartbedingt werden Grafikkarten mit zwei Grafikchips von zwei Problemen geplagt: Bei Erscheinen eines neuen Spiels bleibt Ihnen häufig nichts anderes übrig, als auf einen angepassten Treiber zu warten, damit Crossfire oder SLI überhaupt funktionieren. Sonst steht Ihnen lediglich die halbe Leistung bereit, da die Platinen nur mit einem Chip rechnen. Allerdings bieten sowohl AMD als auch Nvidia mittlerweile regelmäßig spezielle Crossfire- oder SLI-Profile für neue Titel an. Vor allem bei unbekannteren Spielen bleibt Ihnen aber häufig nur das Warten auf ein reguläres Treiber-Update oder das manuelle Erstellen eines eigenen Crossfire- beziehungsweise SLI-Profils.

Zudem können bei Dual-Chip-Platinen (auch bei Crossfire- oder SLI-Systemen mit zwei Grafikkarten) sogenannte Mikroruckler auftreten. Mikroruckler entstehen, weil die beiden Grafikchips jeweils einen Frame des Spiels abwechselnd berechnen und dann an den Monitor ausgeben. Im Gegensatz zu einem einzelnen Grafikchip, der die Bilder immer ungefähr gleichmäßig an den Monitor liefert, können bei Dual-Chip-Platinen teils lange Verzögerungen zwischen den einzelnen Bildern auftreten. Der technische Hintergrund ist immer noch nicht zufriedenstellend geklärt und scheint auch vom jeweiligen Spiel abzuhängen. Obwohl das Problem sowohl AMD als auch Nvidia bereits seit längerem bekannt ist, hat bislang keiner der beiden Hersteller eine zufriedenstellende Lösung parat. Je nach Spiel treten Mikroruckler vor allem bei Bildwiederholraten von etwa 30 bis 40 fps auf, der Bildaufbau wirkt dann unregelmäßig, stockend und nicht konstant. Wenn Sie erwägen, eine Dual-Chip-Platine wie die Geforce GTX 590 oder Radeon HD 6990 zu kaufen, sollten Sie die Problematik daher bedenken.

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