Nvidia RTX 3080 zeigt Übertaktungspotenzial - erste Ergebnisse

Erste Tester haben sich angesehen, wie gut sich vor allem Videospeicher aber auch Chip der Geforce RTX 3080 Ampere übertakten lassen.

von Alexander Köpf,
14.09.2020 12:17 Uhr

Im Fokus der Übertaktungsversuche stand der Videospeicher. Im Fokus der Übertaktungsversuche stand der Videospeicher.

Geforce RTX 3080 übertakten: Wie gut klappt das in der Praxis? Eine Frage, die angesichts der wenigen bislang existenten und wirklich aussagekräftigen Benchmarks etwas verfrüht scheint. Die Kollegen von Videocardz sind ihr jedoch auf den Grund gegangen, haben Daten gesammelt und sich bei einigen auskunftsfreudigen Testern umgehört.

Was kam dabei heraus? Demnach hat gerade der Videospeicher noch Luft nach oben und auch aus dem Grafikchip selbst konnte noch das ein oder andere Megahertz herausgeholt werden. Die genauen Ergebnisse lest ihr unten im Benchmark-Teil dieses Artikels.

Wie präzise sind diese Angaben? Videocardz räumt ein, dass es sich bei den Ergebnissen um erste und vor allem sehr schnelle Overclocking-Versuche handelt. Das heißt, gerade mit Blick auf die Taktraten der GPU kann sich noch ein bisschen was tun.

Falls ihr in Sachen RTX 3000-Serie nicht auf dem neuesten Stand seid, könnt ihr in folgendem Artikel übrigens alles nachlesen, was wir bislang zu RTX 3080 & Co. wissen:

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Was sagen die Benchmarks?

Ein Screenshot (siehe erstes Bild unten) zeigt die RTX 3080 im MSI Afterburner mit 10.351 MHz respektive 20,7 Gbps. Werksseitig kommt die RTX 3080 mit 10,0 GB GDDR6X und einer effektiven Speichergeschwindigkeit von 19,0 Gbps.

MSI Afterburner (Bildquelle: Videocardz)

Time Spy Extreme (Bildquelle: Videocardz)

Die 20,7 Gbps seien in Time Spy Extreme bestätigt (siehe zweites Bild oben) und daher über acht Minuten stabil gehalt worden, heißt es. Darüber hinaus seien Benchmarks jedoch nicht mehr möglich gewesen, da das System instabil wurde. Die maximale Geschwindigkeit der GDDR6X-Module liegt laut Speicher-Hersteller Micron (PDF) übrigens bei 21,0 Gbps.

VRAM und GPU: Der Speicher wurde demnach um rund 850 MHz übertaktet (10.351 MHz versus 9.500 MHz). Die GPU selbst wurde von 1.710 MHz auf 1.780 MHz Boostfrequenz aufgebohrt.

Was bedeutet das für die Performance?

Videocardz zufolge kommt die verwendete RTX 3080, bei der es sich um ein Custom-Modell handeln soll, auf rund zwei bis drei Prozent gesteigerte Performance.

Die Ergebnisse im Überblick:

Basis-/Boost/-Speichertakt*

Fire Strike Extreme

Fire Strike Ultra

Time Spy

Time Spy Extreme

1.440/1.710/1.188

21.603

11.083

16.703

8.594

1.510/1.780/1.294

21.983

11.319

17.277

8.877

Performance-Zuwachs

+2 Prozent

+2 Prozent

+3 Prozent

+2 Prozent

*Der Speichertakt wird hier mit der tatsächlichen Geschwindigkeit angegeben.

Auch interessant: Einige Tester sollen berichtet haben, dass der VRAM der Founders Edition, welche gegenüber dem Referenzmodell ein höheres Power-Limit aufweist (370 versus 350 Watt), schon bei 20,5 Gbps zu Performance-Einbußen führt.

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