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Star Trek: Ein Voyager-Veteran wollte nach 28 Jahren eigentlich in seiner alten Rolle zurückkehren, doch der Traum ist jetzt geplatzt

Robert Picardo träumte lange davon, den Doktor aus Star Trek: Voyager zurückzubringen. Mit dem Ende von Starfleet Academy bei Paramount wird das jetzt aber nichts.

Der Doktor aus Star Trek: Voyager hätte in Staffel 3 von Starfleet Academy vielleicht noch einen weitaus größeren Auftritt gehabt. Bildquelle: Paramount Der Doktor aus Star Trek: Voyager hätte in Staffel 3 von Starfleet Academy vielleicht noch einen weitaus größeren Auftritt gehabt. Bildquelle: Paramount

Da dürfte dem einen oder anderen Star-Trek-Fan vielleicht ein Tränchen runterkullern: Robert Picardo, besser bekannt als der namenlose, holografische Doktor in Star Trek: Voyager, hat 28 Jahre lang an einem ganz besonderen Comeback gestrickt.

Allerdings machen ihm Paramount+ und das Ende von Star Trek: Starfleet Academy einen Strich durch die Rechnung. Laut eines Interviews mit D-Con Chamber auf YouTube (via Screenrant) ist der Pitch für die ganz besondere Revival-Episode deshalb gestorben. Denn die war für Season 3 geplant, die nach dem Serienaus nun nie das Licht der Welt erblicken wird.

Ein Moment, den Star Trek: Voyager fast schon prophezeit hat

Der Doktor hatte bereits Auftritte in Starfleet Academy und hat sich dort vom medizinischen Notfallprogramm zum angesehenen Dozenten gemausert. Auch seine Beziehung zu SAM (Kerrice Brooks) als fortschrittlicheres künstliches Wesen, sorgt immer wieder für interessantes Konfliktpotenzial.

Solches hätte es wahrscheinlich auch in der geplanten Episode gegeben. In Staffel 3 wollte Picardo nämlich gerne auf sein Backup-Programm aus der Voyager-Episode Living Witness treffen.

In Starfleet Academy ist der Doktor mehr als nur ein medizinisches Hilfsprogramm. Bildquelle: Paramount In Starfleet Academy ist der Doktor mehr als nur ein medizinisches Hilfsprogramm. Bildquelle: Paramount

Tatsächlich hätte das sogar Hand und Fuß gehabt. Denn die besagte Folge stellt uns in Aussicht, dass sein Backup 700 Jahre in der Zukunft wieder entdeckt wird. Weil das grob dem Zeitpunkt der Handlung von Starfleet Academy entspricht, wäre die Gelegenheit für Picardo perfekt gewesen:

Ich wollte gerne mein Voyager-Backup, also mein altes Selbst treffen. Das entspricht meinem 41-jährigen Ich, dem ich, so wie ich jetzt bin - also 72 - begegnen wollte. Ich wollte das Gegenteil von meinem jüngeren Selbst darstellen und mich im Prinzip davon beleidigen lassen. Es hätte mich gefragt, warum in aller Welt ich mein Äußeres verändern würde, warum ich so aussehen wollen würde.

Da hat er einen Punkt, immerhin müssen Hologramme ja nicht altern. Was nach einem interessanten Gedankenspiel klingt, hat er den Produzenten der Serie gepitcht. Und die zeigten wohl Interesse, die Episode im Rahmen von Season 3 stattfinden zu lassen. Nun werden allerdings weder die dritte Staffel, noch die kuriose Doktor-Wiedervereinigung etwas.

Vaterkomplexe verjähren nicht

Trotzdem teilt der Doktor im Interview bereitwillig, wie die Geschichte hätte ablaufen können. Für ihn steckte nämlich deutlich mehr als nur ein Gag dahinter:

In meinem Kopf waren die beiden digitale Brüder. Sie sind dasselbe Programm, sie begannen mit derselben Grundprogrammierung, aber sie haben in der Zwischenzeit unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die sie verändert haben. Aber sie sind immer noch wie eineiige Zwillinge, die getrennt aufgewachsen sind, oder? Die Idee ist also, dass wir beide eine konfliktreiche Beziehung zu unserem Programmierer haben, Dr. Lewis Zimmerman.

Der ursprüngliche Doktor habe diesen Konflikt bereits für sich gelöst, weil er im Rahmen einer Voyager-Episode versucht habe, ihn zu retten und daraufhin damit konfrontiert wurde, dass sein Erschaffer ihn als ein fehlgeschlagenes Experiment sehe. Die neue Version habe das aber noch nicht überwunden.

Neben dem Altersunterschied soll zwischen den Hologrammen auch der Konflikt mit ihrem Programmierer und Vater zur Sprache kommen. Bildquelle: Paramount Neben dem Altersunterschied soll zwischen den Hologrammen auch der Konflikt mit ihrem Programmierer und Vater zur Sprache kommen. Bildquelle: Paramount

Diese beiden, der Doktor und sein Backup-Programm, sind Kinder desselben Elternteils. Der eine hat die Probleme gelöst, der andere nicht. Und selbst nach 800 Jahren verschwinden diese Vaterkomplexe, diese elterlichen Konflikte nicht, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetzt, oder? Es war also eine Art therapeutische Botschaft, nicht wahr? Die Altlasten verschwinden nie, Leute, es sei denn, man setzt sich mit ihnen auseinander.

Statt nur Gekabbel zwischen künstlichen Intelligenzen, hätte die Episode also durchaus eine tiefgründige Botschaft vermittelt. Ob und wie die Folge nun umgesetzt geworden wäre, bleibt fraglich. Allerdings hätte sie mit ihrer Verknüpfung zu Voyager überraschend gut in die übergreifende Star-Trek-Handlung gepasst.

Auch wenn es durchaus viel Kritik gab, kam das frühe Ende von Star Trek: Starfleet Academy für viele überraschend. Nur zwei Wochen nach der Premiere des Finales der ersten Staffel, hat Paramount+ angekündigt, dass die kürzlich abgedrehte zweite Staffel auch die letzte sein wird. Auch einige Schauspieler zeigen sich enttäuscht darüber; mehr dazu lest ihr in den oben verlinkten Artikeln.

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