Doppelt so helle Displays ohne höheren Akku-Verbrauch: Neue Technologie könnte Handys und TVs deutlich verbessern

Wissenschaftler aus Südkorea haben eine Technologie erfunden, die OLED-Displays verbessern könnte.

Eine neue Technologie könnte OLED-Displays deutlich verbessern. Eine neue Technologie könnte OLED-Displays deutlich verbessern.

OLED gilt seit geraumer Zeit als eine der besten Display-Technologien und kommt daher in den meisten High-End-Handys und -Fernsehern zum Einsatz. Das wohl größte Problem ist dabei die recht niedrige maximale Helligkeit. Eine mögliche Lösung kommt jetzt aus Südkorea.

Wissenschaftler machen OLED noch besser

In den vergangenen Jahren wurde die OLED-Technik schon deutlich weiterentwickelt. Die ersten TV-Modelle hatten oft mit Burn-in zu kämpfen oder konnten an sonnigen Tagen nur mit geschlossenen Vorhängen bequem genutzt werden. Mittlerweile ist Burn-in kaum noch ein Thema und die Helligkeit ist auch viel besser geworden.

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Das Problem ist dabei allerdings nicht, dass es nicht ausreichend Licht gäbe. Durch den Aufbau von OLED verlassen nämlich nur 20 bis 30 Prozent des Lichts das Display nach vorn. Der Rest wird von den verschiedenen Schichten hin- und hergeworfen und als Wärme absorbiert.

Aus diesem Grund wurden bisher vorwiegend Mikrolinsen-Arrays (MLA), also kleine Linsen, genutzt. Die führen aber auch zu unscharfen Bildern und überlagerten Pixeln.

Vielversprechende Lösung: Ein Forschungsteam des KAIST (Korea Advanced Institute of Science and Technology) hat im November 2025 eine spannende Technologie vorgestellt, die genau diese Probleme lösen könnte.

Das Stichwort ist dabei »Near-planar LOS«, wobei LOS für »Light Outcoupling Structures« steht. Es handelt sich dabei um fast flache Lichtauskoppelungsstrukturen, die exakt auf die Größe der einzelnen Pixel zugeschnitten sind.

Dadurch ist es den Forschern gelungen, die Helligkeit im Vergleich zu Standard-OLEDs teilweise zu verdoppeln. Die Displays bleiben dabei aber so angenehm dünn wie bisher. Und es gibt weitere Vorteile.

Der Akku wird dadurch nämlich nicht stärker beansprucht. Tatsächlich ist es also möglich, dieselbe Helligkeit mit der Hälfte der benötigten Energie zu erreichen. Das schützt das Display zusätzlich vor Burn-in und es wird insgesamt weniger Wärme erzeugt.

Zukünftige OLED-Displays, die mit Near-planar LOS ausgestattet sind, könnten also heller leuchten, weniger Akku verbrauchen und zu weniger Hitze führen, ohne dabei Einbußen bei der Bildqualität oder dem Komfort hinnehmen zu müssen.

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