Fernseher sind mein Ding. Sogar so sehr, dass ich dasselbe OLED-Modell zum Arbeiten und im Wohnzimmer nutze. Seit über zwei Jahren steht der Philips OLED807 nun auf meinem Schreibtisch und wird nahezu täglich exzessiv genutzt.
Die Frage aller Fragen ist: Habe ich mir einen Burn-in eingefangen?
Die Fakten
Bevor ich euch zeige, wie schlimm der Burn-in ist (oder ob ich überhaupt welchen habe), setze ich die Rahmenbedingungen, damit ihr genügend Kontext habt.
- Der TV ist ein Philips OLED807 aus dem Modelljahr 2022. Bei mir steht der Fernseher seit Juni 2023. Es handelt sich um einen 48-Zöller mit 120-Hertz-OLED-EX-Display in UHD-Auflösung und einer Spitzenhelligkeit von 850 Nits.
- Im Schnitt läuft der TV rund 10 Stunden pro Tag. Manchmal mehr, manchmal weniger.
- Den TV nutze ich für die Arbeit, zum Schreiben, Surfen und Filme oder Videos schauen. Selten spiele ich darauf.
- Der TV zeigt die meiste Zeit statische Fenster.
Der Burn-in (?)
Bevor ich auf die Idee für den Artikel gekommen bin, habe ich selbst nicht gewusst, ob ich Burn-in besitze. Das heißt: Ich wusste vorher genauso wenig Bescheid.
Das ist ein gutes Zeichen, denn unter offensichtlichem Burn-in leide ich damit schon mal nicht.
Es gibt diverse Möglichkeiten, einen OLED-TV auf Einbrennen zu checken. Am besten nutzt man dazu einfarbige, flächendeckende Testbilder.
- Ist kein Burn-in vorhanden, dann sieht man folgerichtig nichts,
- Ist Burn-in vorhanden, dann sind auf der einfarbigen Fläche Geisterbilder zu sehen. Das sind Schatten von Icons oder Menüs. Sie entstehen dadurch, dass einzelne Bildpunkte viele Stunden lang dasselbe anzeigen.
So bin ich vorgegangen: Anstatt durch einzelne Testbilder zu wechseln, habe ich das übernehmen lassen. Dazu gibt es vorrangig zwei Möglichkeiten.
- Monitor-Testseiten. Diese Webseiten skippen nach von euch angegebenen Parametern selbst durch die Testbilder. Einen recht simplen, aber völlig ausreichenden gibt es von Yhuman, mehr unterschiedliche Testbilder findet ihr bei Eizo.
- YouTube-Videos. Hier laufen die Testbilder einfach automatisch durch und ihr müsst gar nichts machen.
Link zum YouTube-Inhalt
Ich habe mich für die YouTube-Variante entschieden. Nachstehend seht ihr die Aufnahmen meines TVs, einmal frontal und einmal schräg herangezoomt.
Frontal
Schräg & gezoomt
Die Bilder zeigen: kein Einbrennen. Abgesehen von einigen Bildunreinheiten, die durch die Aufnahmen entstanden sind, gibt es keine Geisterbilder zu sehen.
Ich habe zur Sicherheit mit beiden Webseiten noch einmal nachgetestet und nichts feststellen können.
Ach ja, die Bögen oder Artefakte, die ihr auf manchen Bildern seht, ist der sogenannte Moiré-Effekt (via Wikipedia). Das passiert, wenn die Pixelstruktur des TV-Panels mit dem Pixelraster des Handy-Sensors interferiert. Das hat nichts mit dem Fernseher selbst zu tun.
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Fazit
Auch nach über zwei Jahren nahezu täglicher, ausgiebiger Nutzung von teilweise zehn oder mehr Stunden mit vielen statischen Elementen zeigt sich kein Burn-in.
Theoretisch bleibt die Gefahr von Burn-in. Das liegt einfach in der Natur der OLED-Technik und nach vielen, vielen Jahren der Nutzung wird das nicht ausbleiben.
Praktisch stellt Einbrennen aber keine Gefahr mehr dar. Wer seinen OLED-TV (und auch Monitor) in normalem Umfang verwendet, muss allenfalls Jahre auf den Effekt hinarbeiten.
In einem Artikel dazu gehe ich auf einen Langzeittest der Kolleginnen und Kollegen von Chip ein, wenn ihr noch mehr dazu wissen wollt.
Ich werde Burn-in natürlich weiterhin im Auge behalten und regelmäßig Testbilder über meinen Arbeits-TV laufen lassen. Mit Sicherheit kann ich euch aber sagen, dass ich keine Angst vorm Einbrennen habe – trotz vieler statischer Elemente, die der TV über Stunden anzeigen muss.
OLED-Burn-in bei Alltagsnutzung bleibt damit für mich damit ein Märchen.

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