Oppo Find X10 Pro Max im Test: Bei der Kamera kann selbst mein iPhone 18 Pro Max einpacken

Das Oppo Find X10 Pro Max überzeugt im Test mit einer tollen Kamera, viel Leistung und einem neuen Bestwert in meinem Akkutest.

Das Find X10 Pro Max hat mich im Test wirklich beeindruckt  – das Gesamtpaket ist eine echte Ansage ... genau wie der Preis. (Bildquelle: GameStar Tech) Das Find X10 Pro Max hat mich im Test wirklich beeindruckt  – das Gesamtpaket ist eine echte Ansage ... genau wie der Preis. (Bildquelle: GameStar Tech)

1.800 Euro für ein Smartphone! Beim Preis des Oppo Find X10 Pro Max musste ich erst einmal schlucken. Damit liegt das Oppo preislich bereits in einem Bereich, in dem auch Foldables unterwegs sind.

Dafür erwartet man eine High-End-Ausstattung – und die liefert Oppo auch:

  • drei 200-Megapixel-Kameras
  • einen neuen Top-Chipsatz von MediaTek
  • einen sehr großen Akku

Das Datenblatt liest sich richtig gut. Im Alltag bestätigt sich dieser Eindruck. Die Kamera überzeugt, die Leistung liegt auf hohem Niveau und im Akkutest stößt das Find X10 Pro Max alle bisher von mir getesteten Konkurrenten zur Seite.

Kleine Kritikpunkte gibt es – doch die ändern wenig daran, dass das Find X10 Pro Max eines der besten Premium-Smartphones ist, die ihr derzeit kaufen könnt.

Kamera-Tipp
Oppo Find X10 Pro Max
Oppo Find X10 Pro Max
Wer ein richtig gutes Kamera-Handy sucht, sollte sich das Find X10 Pro Max ansehen. Das Kamerasystem hat mich im Test bei Tageslicht und wenig Licht überzeugt. Daneben bietet das Smartphone viel Leistung, ein schönes OLED-Display und stellt mal eben noch einen neuen Rekord bei der Akkulaufzeit auf.

Schwächen gibt es kaum. Integrierte Magnete für Ladezubehör wären schön gewesen, ein bis zwei Android-Updates mehr auch; zudem sind die vorinstallierten Drittanbieter-Apps in dem Preissegment etwas unschön. Das Gesamtpaket ist trotzdem wahnsinnig gut, aber auch wahnsinnig teuer: 1.800 Euro muss man für ein Smartphone schon ausgeben wollen.
  • Sehr gutes Kamerasystem
  • Benchmark-Sieger im Akkuvergleich
  • Viel Leistung, auch für anspruchsvolle Spiele
  • Helles, scharfes OLED-Display
  • Sehr teuer
  • Vorinstallierte Drittanbieter-Apps
  • Update-Support könnte etwas länger ausfallen
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Lieferumfang

Der Lieferumfang des Oppo-Handys ist sehr übersichtlich. Im Karton liegen lediglich ein USB-Ladekabel, ein SIM-Eject-Tool sowie eine Schnellstartanleitung bei. Immerhin ist ab Werk eine Schutzfolie aufgebracht.

Im Hinblick auf den hohen Verkaufspreis ist das trotzdem recht mager. Um eine Schutzhülle und ein Netzteil müsst ihr euch also selbst bemühen.

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Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet

Ich habe das Oppo Find X10 Pro Max über einen Zeitraum von fünf Tagen im Alltag genutzt und das Gerät dabei so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen
Oppo Find X10 Pro Max
Display6,78 Zoll LTPO-OLED, 2.772 × 1.272 Pixel, 1–120 Hz adaptiv, bis zu 144 Hz in unterstützten Spielen
Abmessungen / Gewicht161,3 × 76,6 × 8,4 mm / 235 g
ProzessorMediaTek Dimensity 9600 Pro, 2 nm
RAM / Speicher12 GB / 512 GB, nicht erweiterbar
Akku / Laden7.150 mAh, bis zu 80 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos
Hauptkamera200 MP, 1/1,3 Zoll, f/1.5, OIS
Ultraweitwinkel200 MP, 1/1,56 Zoll, f/2.2
Telekamera200 MP, 1/1,56 Zoll, f/2.1, OIS
Frontkamera50 MP, f/2.0, Autofokus
AudioStereo-Lautsprecher
Schutz / MaterialIP68, IP69 / Glas und Metallrahmen
Konnektivität5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.2, NFC, USB-C mit USB 3.2 Gen 1
SIMDual-SIM mit eSIM-Unterstützung
BetriebssystemAndroid 17 mit ColorOS 17

Preis und Verfügbarkeit

Das Oppo Find X10 Pro Max wird in Deutschland ausschließlich mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher angeboten. Die UVP liegt bei 1.800 Euro. Zur Wahl stehen die Farben Luna White und Titanium Grey.

Design und Verarbeitung

Das große Kameramodul zeigt ziemlich deutlich, worauf Oppo beim Find X10 Pro Max Wert legt. Ungewöhnlich finde ich das inzwischen nicht mehr, denn selbst bei günstigen Smartphones finden wir heutzutage solch große Kamerainseln.

Mit 235 Gramm ist das Oppo kein Leichtgewicht und durch das 6,78 Zoll große Display auch nicht gerade kompakt. Eine Einhandbedienung ist selbst mit großen Händen eine Herausforderung.

Die Verarbeitung bewegt sich erwartungsgemäß auf einem hohen Niveau. Der Metallrahmen fühlt sich wertig an, die Übergänge sind sauber gearbeitet, die physischen Knöpfe sitzen stramm und haben einen guten Druckpunkt.

Praktisch ist der »Snap Key«. Die Taste erinnert an Apples Action Button und lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen. Ihr könnt darüber beispielsweise die Kamera oder Taschenlampe aufrufen. Das Gehäuse ist nach IP68 und IP69 geschützt. Auch beim Staub- und Wasserschutz ist das Oppo damit gut ausgestattet.

Display

Das 6,78-Zoll-OLED löst mit 2.772 × 1.272 Pixeln hoch auf, Farben und Kontraste sehen richtig gut aus. Dank LTPO-Panel wird die Bildwiederholrate im Betrieb zwischen 1 und 120 Hertz variabel angepasst. Das kommt der Energieeffizienz zugute.

In unterstützten Spielen sind bis zu 144 Hertz möglich, aber schon bei der normalen Bedienung wirkt alles sehr flüssig. Oppo gibt bis zu 3.600 Nits HDR-Spitzenhelligkeit und bis zu 2.000 Nits im High-Brightness-Modus an.

Die beiden Werte sollte man nicht verwechseln: Die Spitzenhelligkeit steht nicht dauerhaft über die gesamte Bildschirmfläche zur Verfügung. Für mich zählt vor allem, wie gut ich den Bildschirm draußen ablesen kann (High Brightness Mode) – und das klappt auch bei Sonnenlicht gut.

Das Find X10 Pro Max besitzt unter dem Display einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Der reagiert blitzschnell und entsperrt das Handy zuverlässig – auch mit feuchten Fingern.

Prozessor und Speicher

Im Find X10 Pro Max arbeitet der neue Mediatek Top-Chipsatz Dimensity 9600 Pro, dem zwölf Gigabyte Arbeits- sowie ein schneller UFS-4.1-Gerätespeicher zur Seite stehen. Dementsprechend viel Leistung bekommt ihr bei dem Smartphone.

Apps starten schnell, das Multitasking klappt reibungslos und anspruchsvolle Spiele machen dem Smartphone keine Probleme. »Where Winds Meet« läuft auf hoher Grafikstufe flüssig und sieht dabei richtig gut aus.

Die Messwerte passen zu diesem Eindruck:

Geekbench CPU Single Core
Oppo Find X10 Pro Max

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
3848
Honor Magic 8 Pro
3666
Samsung Galaxy Z Fold 8
3625
Xiaomi 17
3588
Samsung Galaxy S26 Ultra
3474
Poco F9 Ultra
3458
Samsung Galaxy S25 Ultra
3201
Honor Magic7 Pro
3186
Samsung Galaxy Z Fold 7
3136
Samsung Galaxy S26
3064
Honor 600 Pro
3045
Sony Xperia 1 VIII
3024
Sony Xperia 1 VII
3007
Oppo Find X10 Pro Max
2946
Poco F8 Pro
2931
Poco X8 Pro Max
2648
Google Pixel 10 Pro XL
2341
Nothing Phone 3
2201
Vivo X Fold 6
2192
Xiaomi 17T
1748
Oppo Reno 16
1019
  • 0
  • 780
  • 1560
  • 2340
  • 3120
  • 3900

Geekbench CPU Multi Core
Oppo Find X10 Pro Max

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
12004
Samsung Galaxy Z Fold 8
11087
Samsung Galaxy S26 Ultra
11054
Honor Magic 8 Pro
10902
Poco F9 Ultra
10781
Samsung Galaxy S26
10698
Oppo Find X10 Pro Max
10429
Xiaomi 17
10383
Samsung Galaxy S25 Ultra
10137
Honor Magic7 Pro
9863
Samsung Galaxy Z Fold 7
9759
Sony Xperia 1 VIII
9235
Honor 600 Pro
9218
Poco F8 Pro
9085
Sony Xperia 1 VII
8912
Poco X8 Pro Max
8607
Vivo X Fold 6
7153
Nothing Phone 3
7020
Xiaomi 17T
6899
Google Pixel 10 Pro XL
6441
Oppo Reno 16
3718
  • 0
  • 2600
  • 5200
  • 7800
  • 10400
  • 13000

AnTuTu Benchmark
Oppo Find X10 Pro Max

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
4269050
Oppo Find X10 Pro Max
4183254
Poco F9 Ultra
3889620
Samsung Galaxy S26 Ultra
3703886
Honor Magic 8 Pro
3675432
Sony Xperia 1 VIII
3332753
Xiaomi 17
3320530
Poco F8 Pro
3119124
Samsung Galaxy Z Fold 8
3094762
Honor 600 Pro
3013381
Vivo X Fold 6
2980756
Samsung Galaxy S26
2914892
Poco X8 Pro Max
2814468
Honor Magic7 Pro
2765339
Samsung Galaxy S25 Ultra
2721019
Samsung Galaxy S25
2676028
Samsung Galaxy Z Fold 7
2292255
Sony Xperia 1 VII
2192908
Xiaomi 17T
2161084
Nothing Phone 3
2012758
Oppo Reno 16
1335965
  • 0
  • 860000
  • 1720000
  • 2580000
  • 3440000
  • 4300000

Während die reine CPU-Leistung im direkten Vergleich mit anderen Geräten nicht heraussticht, liegt das Smartphone bei der Gesamtleistung, bei der unter anderem auch Grafikeinheit und Speichergeschwindigkeit mit reinzählen, ganz weit vorne.

Für WhatsApp, Surfen und YouTube braucht ihr diese Leistung natürlich nicht. Wer aufwendige Spiele nutzt, dürfte sich über die Performance aber freuen. Die Leistungsreserven sind außerdem eine gute Grundlage, wenn ihr das Smartphone mehrere Jahre nutzen möchtet.

So teste ich die Performance
Zum Ausklappen antippen / anklicken

Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

In anderen Märkten bietet Oppo das Smartphone in unterschiedlichen Speicherkonfigurationen an und auch mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. In Deutschland gibt es das Handy allerdings ausschließlich mit zwölf Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Gerätespeicher. Für den Preis von 1.800 hätte ich mir die 16 Gigabyte RAM auch hierzulande gewünscht.

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit stellt Oppo sämtliche von mir getesteten Konkurrenzmodelle in den Schatten. Im Benchmark von PCMark erreicht das Find X10 Pro Max 30 Stunden und 37 Minuten. Damit landet es aus dem Stand auf dem ersten Platz meiner Akku-Bestenliste.

PCMark Akku-Benchmark
Oppo Find X10 Pro Max

  • Bewertung
Oppo Find X10 Pro Max
30,37
Poco F9 Ultra
27,23
Sony Xperia 1 VII
26,18
Xiaomi 17
24,26
Poco X8 Pro Max
23,31
Vivo X Fold 6 zusammengeklappt
23,27
Samsung Galaxy Z Fold 8 zusammengeklappt
22,43
Oppo Reno 16
22,42
Sony Xperia 1 VIII
22,07
Sony Xperia 10 VII
21,05
Honor 600 Pro
20,13
Poco F8 Pro
20,10
Samsung Galaxy A57
19,40
Google Pixel 10 Pro XL
18,34
Samsung Galaxy S25 Ultra
18,02
Samsung Galaxy A37
17,37
Samsung Galaxy Z Fold 8 aufgeklappt
17,03
Vivo X Fold 6 aufgeklappt
16,55
Honor Magic 8 Pro
16,46
Redmagic 11S Pro
16,41
Honor Magic7 Pro
14,38
  • 0,00
  • 8,00
  • 16,00
  • 24,00
  • 32,00
  • 40,00

In Europa kommt das Handy mit einem 7.150-Milliamperestunden-Akku. In anderen Märkten verkauft Oppo das Smartphone mit einem größeren 8.000-mAh-Akku. Im Test bin ich mit dem Smartphone bis zu drei Tage mit einer Ladung ausgekommen.

So teste ich die Akkulaufzeit
Zum Ausklappen tippen / klicken

Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Geladen wird mit bis zu 80 Watt per Kabel und bis zu 50 Watt kabellos. Beides sind keine Rekordwerte, aus meiner Sicht aber völlig in Ordnung, um das Handy recht flott wieder aufzuladen. Für die volle Ladeleistung braucht ihr ein kompatibles SuperVOOC-Netzteil beziehungsweise ein passendes AirVOOC-Ladegerät.

Schade finde ich, dass integrierte Magnete fehlen. Kabelloses Laden funktioniert natürlich trotzdem, magnetisches Zubehör oder Ladepucks lassen sich ohne passende Hülle aber nicht einfach andocken. Kein großes Drama, bei dem Preis hätte ich die Magnete trotzdem gern mitgenommen.

Video starten 14:01 Nach knapp 30 Smartphone-Tests: Hier sind unsere 5 Highlights 2025

Kamera

Die Kamera ist neben dem Akku für mich das Highlight des Find X10 Pro Max, denn alle drei Rückkameras liefern richtig gute Fotos – nicht nur bei Tageslicht. Jede besitzt einen 200-Megapixel-Sensor. Das ist schon eine Ansage!

Mit der vollen Auflösung fotografiert ihr allerdings nicht automatisch. Sie muss separat ausgewählt werden. Im regulären Modus speichert das Handy die Bilder mit niedrigerer Auflösung.

Bei Tageslicht macht das Find X10 Pro Max richtig schöne Fotos. Die Aufnahmen zeigen viele Details, gute Kontraste und einen hohen Dynamikumfang. Zudem sind die Bilder über alle Linsen hinweg farblich konsistent. Die verfügbaren Hasselblad-Farbprofile bieten einen ganz eigenen Look – wenn euch dieser nicht gefällt, könnt ihr selbstverständlich auch andere Profile verwenden.

Die Hauptkamera nutzt einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit f/1.5-Blende und optischer Bildstabilisierung. Ultraweitwinkel und Telekamera besitzen jeweils einen 1/1,56-Zoll-Sensor. Der Ultraweitwinkel liefert ebenfalls detailreiche Aufnahmen mit einer guten Schärfe zu den Rändern hin. Durch den Autofokus lässt er sich außerdem für Nahaufnahmen nutzen.

Beispielaufnahmen am Tag (verschiedene Zoomstufen):

Telekamera und Zoom

Die Telekamera bietet eine dreifache optische Vergrößerung beziehungsweise eine Brennweite von 70 Millimetern im Kleinbildäquivalent. Damit gelingen scharfe, detailreiche Fotos. Auch für Nahaufnahmen eignet sie sich gut.

Bei hohen digitalen Zoomstufen gefällt mir die Nachbearbeitung allerdings nicht immer. Feine Strukturen wirken teilweise künstlich nachgezeichnet. Nicht jede Zoomaufnahme ist davon betroffen, bei weit entfernten Motiven lohnt sich aber ein genauerer Blick.

Oppo bietet ein separates Hasselblad-Telekonverter-Kit an, das die Reichweite erweitert. Das Zubehör konnte ich für diesen Test allerdings nicht ausprobieren.

Weitere Kamera-Samples:

Fotos bei wenig Licht

Auch bei wenig Licht gefällt mir die Kamera richtig gut. Das gilt für alle drei Rückkameras: Ich muss abends nicht grundsätzlich zur Hauptkamera zurückwechseln, um ein gutes Foto zu bekommen.

Die Aufnahmen zeigen weiterhin viele Details, ohne dass die Rauschunterdrückung alles glattbügelt. Störendes Bildrauschen hält sich ebenfalls in Grenzen.

Diese Mischung gefällt mir: Die Fotos wirken sauber, behalten aber gleichzeitig ihre Details.

Für mich gehört das Find X10 Pro Max auch bei wenig Licht zu den besten Kamera-Handys. Besonders die gleichmäßig guten Ergebnisse über die drei Rückkameras hinweg haben mich überzeugt. Hier kann mein iPhone 18 Pro Max nicht mithalten.

Frontkamera

Bei Tageslicht liefert auch die 50-Megapixel-Frontkamera mit Autofokus gute Ergebnisse. Selfies sind scharf, zeigen viele Details und gefallen mir bei der Farbdarstellung.

Wenn das Licht nachlässt, fällt die Qualität sichtbar ab. Die Rauschunterdrückung greift stärker ein, Details gehen verloren und Gesichter wirken weicher. Für Videocalls reicht das weiterhin aus.

Bei direktem Tageslicht Bei direktem Tageslicht Bei direktem Tageslicht Bei direktem Tageslicht

Die Frontkamera verliert bei wenig Licht sichtbar an Details. (Bildquelle: GameStar Tech)

Kamera-App

Wer gerne an der Bildwirkung schraubt, bekommt zahlreiche Möglichkeiten. Neben der Automatik gibt es einen Master-Modus, in dem ihr zahlreiche Parameter manuell einstellen könnt. Hinzu kommen verschiedene Hasselblad-Bildprofile oder auch der XPAN-Modus mit seinem breiten Kino-Bildformat.

Mir gefällt, dass die Kamera beides kann: einfach draufhalten oder sich intensiver mit den Einstellungen beschäftigen. Für ein gutes Foto müsst ihr allerdings nicht erst alle Regler durcharbeiten. Alle Samples im Test entstanden im Automatikmodus.

Die Kamera-App von Oppo gibt euch zahllose Werkzeuge an die Hand. Ihr könnt aber natürlich auch einfach den Automatikmodus verwenden. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Kamera-App von Oppo gibt euch zahllose Werkzeuge an die Hand. Ihr könnt aber natürlich auch einfach den Automatikmodus verwenden. (Bildquelle: GameStar Tech)

Video

Die Rückkameras unterstützen bis zu 8K bei 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Dazu kommen Optionen wie Log-Video und Open Gate. Bei Open Gate wird ein größerer Bereich des Sensors aufgezeichnet. Dadurch bleibt bei der Nachbearbeitung mehr Spielraum, um aus derselben Aufnahme einen Hochkant- oder Querformat-Ausschnitt zu erstellen.

Nicht alle Einstellungen lassen sich miteinander kombinieren. Bei bestimmten alternativen Bildprofilen ist nur Full HD möglich. Wähle ich wieder 4K, springt die App zurück auf die Standard-Farbabstimmung. Wer einen bestimmten Look direkt bei der Aufnahme nutzen möchte, muss deshalb auf die Auflösung achten.

Lautsprecher

Die Stereo-Lautsprecher sind in Ordnung. Für YouTube, Podcasts und Co. reichen sie aus, Stimmen sind gut verständlich. Bei Musik fehlt etwas Volumen und Tiefe. Besonders herausragend klingt das Oppo also nicht, aber es bietet einen soliden Sound.

Konnektivität

Bei den Anschlüssen und Funkstandards ist alles dabei, was ich bei dem Verkaufspreis erwarte:

  • 5G
  • Wi-Fi 7
  • Bluetooth 6.2
  • NFC
  • USB-C mit USB 3.2 Gen 1
  • Dual-SIM mit eSIM-Unterstützung
  • Infrarot-Blaster (Handy als Fernbedienung nutzen)

Ihr profitiert vor allem bei Wi-Fi und Bluetooth von den aktuellen Standards, womit sich das Smartphone auch die kommenden Jahre noch sehr gut nutzen lassen wird.

Betriebssystem und Updates

Auf dem Find X10 Pro Max läuft Android 17 mit ColorOS 17. Die Oberfläche lässt sich gut bedienen, reagiert schnell und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten.

Allerdings habe ich hier auch einen Kritikpunkt: Bloatware ... Es gibt viele vorinstallierte Drittanbieter-Apps wie Marktguru, Temu, TikTok etc. Einige davon nutzt ihr vielleicht ohnehin. Bei einem Smartphone für knapp 1.800 Euro möchte ich aber nicht erst aussortieren müssen, welche Apps ich behalten will.

Oppo hat ab Werk relativ viele Drittanbieter-Apps installiert. (Bildquelle: GameStar Tech) Oppo hat ab Werk relativ viele Drittanbieter-Apps installiert. (Bildquelle: GameStar Tech)

Neben Google Gemini integriert Oppo auch diverse eigene KI-Funktionen in ColorOS 17, darunter Übersetzer, Schreib-Tools oder einen KI-Editor für Fotos. Daneben gibt es den »Mind Space« – hier lassen sich Inhalte sammeln und wiederfinden. Wer solche Tools nutzt, bekommt bei Oppo eine breite Auswahl.

Updateseitig verspricht der Hersteller fünf OS-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Das ist solide, aber nicht so lange wie bei Samsung, Google und Co. Bei einem Handy für fast 1.800 Euro hätte ich mir eine längere Unterstützung gewünscht.

Für wen lohnt sich das Oppo Find X10 Pro Max?

Das Find X10 Pro Max lohnt sich für euch, wenn …

  • … ihr eine sehr gute Kamera für Tageslicht und wenig Licht sucht.
  • … euch eine lange Akkulaufzeit wichtig ist.
  • … ihr viel Leistung für anspruchsvolle Spiele oder Apps braucht.

Weniger gut passt es zu euch, wenn …

  • … ihr ein kompaktes, leichtes Smartphone sucht.
  • … ihr magnetisches Ladezubehör ohne zusätzliche Hülle nutzen möchtet.
  • … ihr vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht.

Alternativen

  • Poco F9 Ultra: Hat mich mit viel Leistung, einer guten Kamera und langer Akkulaufzeit überzeugt.
  • Samsung Galaxy S26 Ultra: Wer längeren Update-Support und einen integrierten Stylus sucht, greift zum Samsung-Flaggschiff.
Poco F9 Ultra
Poco F9 Ultra
Das F9 Ultra glänzt mit sehr langer Akkulaufzeit, pfeilschnellem OLED-Display und einer insgesamt sehr starken Oberklasse-Austattung.
830 €
Honor 600 Pro
Honor 600 Pro
Das Honor 600 Pro überzeugt mit viel Leistung, langer Akkulaufzeit, tollem Display und guter Kamera.
770 €
Honor Magic 8 Pro
Honor Magic 8 Pro
Honors Flaggschiff mit sehr guter Kamera, viel Leistung und langem Update-Support.
955 €

Fazit

Das Oppo Find X10 Pro Max macht sehr viel richtig. Die Kamera überzeugt mich bei Tageslicht und wenig Licht – nicht nur mit der Hauptkamera, sondern auch mit Ultraweitwinkel und Tele. Dazu kommen viel Leistung und eine lange Akkulaufzeit. Verarbeitung, Display und Ultraschall-Fingerabdrucksensor passen ebenfalls.

Weniger gefallen mir die unnötigen Drittanbieter-Apps. Magnete für Ladezubehör und ein bis zwei zusätzliche Android-Updates hätte ich ebenfalls gern gesehen. Große Negativpunkte sehe ich im Alltag trotzdem kaum.

Es bleibt der Preis: Klar gibt es immer Vorbestellaktionen, aber eine UVP von 1.800 Euro liegt fast auf dem Niveau von Foldables. Für ein Nicht-Falt-Handy ist das extrem viel und das muss man ausgeben wollen und vor allem können.

Interessant ist das Gerät aus meiner Sicht vor allem wegen der Kamera und der Gesamtausstattung auf Höchstniveau. Nur für Leistung und Akku sollte man das Find X10 Pro Max aber nicht kaufen, hier gibt es auch unter 1.000 Euro viele gute Geräte.


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