Poco F9 Ultra im Test: Der neue Akku-König stößt Sony vom Thron

Über 27 Stunden Akkulaufzeit, eine richtig gute Kamera und ein Display mit stolzen 185 Hertz – das Poco F9 Ultra lehrt die Handy-Konkurrenz das Fürchten.

Das Poco F9 Ultra überzeugt im Test mit einem extrem starken Gesamtpaket. (Bildquelle: GameStar Tech) Das Poco F9 Ultra überzeugt im Test mit einem extrem starken Gesamtpaket. (Bildquelle: GameStar Tech)

Als ich den ersten Blick auf das Datenblatt des neuen Poco F9 Ultra geworfen habe, hatte ich nur ein Wort dazu im Kopf: Wow!

Ein OLED-Display mit stolzen 185 Hertz, der aktuelle Top-Chipsatz von Qualcomm, ein großer Akku mit 100-Watt-Schnellladen und noch so einiges mehr – das schreit förmlich nach Flaggschiff.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Im Vergleich mit dem Vorgänger hat Poco an der Preisschraube gedreht. Lag die Basisversion im letzten Jahr noch bei 830 Euro, knackt das F9 Ultra nun die 1.000-Euro-Marke und kostet mindestens 1.100 Euro (UVP).

Aber: Wer bis zum 21. September zugreift, sichert sich einen Early-Bird-Rabatt. Dann gibt es das Smartphone ab 830 Euro und das ist aus meiner Sicht ein sehr attraktiver Preis für das Gebotene.

Preis-Leistungs-Tipp
Poco F9 Ultra
Poco F9 Ultra
Mit dem F9 Ultra beweist Poco, dass man inzwischen locker mit konkurrierenden Flaggschiff-Smartphones mithalten kann. Das neue Modell bricht bei der Akkulaufzeit meinen bisherigen Rekord, bietet viel Leistung, eine tolle Kamera und kommt mit einem pfeilschnellen 185-Hertz-Display.

Kleine Kompromisse gibt es aber: Die Rückseite ist aus Kunststoff statt Glas, es gibt Poco-typisch viel Bloatware und nur vier große Android-Updates.
  • Neuer Benchmark-Rekord bei der Akkulaufzeit
  • Helles, scharfes OLED mit 185 Hertz
  • Top-Leistung
  • Gutes Kamera-System
  • Sehr schnelles Laden mit bis zu 100 Watt
  • Rückseite aus Kunststoff
  • Viel vorinstallierte Bloatware
  • Nur 4 große Android-Updates
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Lieferumfang

Poco-typisch liegt dem Handy einiges an Zubehör bei. Neben dem F9 Ultra selbst liegen im Karton:

  • SIM-Eject-Tool
  • Schnellstartanleitung
  • Durchsichtige Schutzhülle
  • USB-A-auf-USB-C-Kabel

Auch eine Schutzfolie ist ab Werk aufgebracht. Es handelt sich, wie üblich, um eine sehr dünne Folie aus Kunststoff. Hier würde ich Nutzern dazu raten, sie perspektivisch gegen eine robuste Panzerglasfolie zu tauschen – die sind resistenter gegenüber Kratzern und Stößen.

Ein Netzteil liegt dem Handy im Übrigen nicht bei. Wer die 100-Watt-Schnellladefunktion auskosten möchte, sollte zu einem entsprechend leistungsfähigen Ladegerät greifen.

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So habe ich getestet

Ich habe das Poco F9 Ultra über einen Zeitraum von fünf Tagen im Alltag genutzt und das Gerät dabei so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen
SpezifikationenPoco F9 Ultra
Display6,9 Zoll OLED, 185 Hz, 1.200 x 2.608 Pixel, 2.200 Nits HBM
Abmessungen / Gewicht163,5 x 77,9 x 8,7 mm / 235 g
ProzessorSnapdragon 8 Elite Gen 5
RAM / Speicher12 GB / 256 GB, 16 GB / 512 GB, 16 GB / 1 TB
SpeichererweiterungNein
Akku8.050 mAh (100 W Kabel, 50 W Wireless, Reverse Charging)
Rückkamera200 MP Haupt (OIS), 50 MP Ultraweitwinkel, 50 MP Tele (5x optisch, OIS)
Frontkamera32 MP
AudioBose-Stereosystem mit Subwoofer
Schutz / MaterialIP68 / Glas (vorn), Aluminium (Rahmen), Kunststoff (hinten)
KonnektivitätWi-Fi 7, Bluetooth 6.0, USB-C 3.2, NFC
SIMDual-SIM (Nano-SIM, eSIM)
BetriebssystemAndroid 16 (4 Jahre OS-Updates, 6 Jahre Sicherheit)

Preis und Verfügbarkeit

Das Poco F9 Ultra ist in den Varianten 12 GB / 256 GB, 16 GB / 512 GB und 16 GB / 1 TB erhältlich. Die Preise starten bei UVP 1.100 Euro. Während der Early-Bird-Phase könnt ihr bis zum 21. September 2026 einiges sparen. Bis dahin liegt die Basisausstattung bei 830 Euro.

Bei den Farben habt ihr die Wahl zwischen Black und Dark Cherry.

Design und Verarbeitung

Optisch erinnert mich das Poco F9 Ultra stark an ein aktuelles iPhone Pro – vor allem die große, rechteckige Kamerainsel auf der Rückseite weckt deutliche Apple-Assoziationen.

Was da direkt auffällt: Wie beim Vorgänger verbaut Poco einen Mini-Subwoofer, der dem in Zusammenarbeit mit Bose entstandenen Soundsystem die nötige Tiefe verleihen soll. Ob das gelingt – dazu später mehr.

Was mich bei Handys in der Preisklasse weiterhin überrascht: Selbst bei höherpreisigen Geräten kommt wieder vermehrt Plastik zum Einsatz. Auch die Rückseite des Poco F9 Ultra besteht wie beim Vorgänger aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Während der Werkstoff vor einiger Zeit vor allem günstigen Geräten vorbehalten war, kommt er seit einiger Zeit auch wieder im oberen Preissegment zum Einsatz, zuletzt beispielsweise beim Xiaomi 17T oder auch Oppo Reno 16.

Da die meisten von uns das Smartphone wohl mit Schutzhülle verwenden, sehe ich das unkritisch, zumal Kunststoff mitunter noch eher einen Stoß oder Sturz verzeiht, als es Glas tut. Zudem tut der Kunststoff der insgesamt hochwertigen Verarbeitung keinen Abbruch.

Das Poco F9 Ultra fühlt sich sehr wertig an, die Tasten sitzen stramm im Gehäuse, und dank IP68-Zertifizierung ist das Gerät staub- und wassergeschützt.

Mit 235 Gramm ist das Handy allerdings kein Leichtgewicht und mit seinem großen 6,9-Zoll-Display (vergleichbar mit einem iPhone Pro Max) ist eine Einhandbedienung unmöglich, sofern ihr nicht sehr große Hände habt.

Video starten 14:01 Nach knapp 30 Smartphone-Tests: Hier sind unsere 5 Highlights 2025

Display

Das von Poco verbaute 6,9-Zoll-OLED-Display zählt klar zu den Highlights des Smartphones. Mit 1.200 x 2.608 Pixeln löst es nicht nur hoch auf und wirkt absolut scharf. Das F9 Ultra ist auch eines der ersten Handy-Modelle mit einer Bildwiederholrate von bis zu 185 Hertz.

Ob man den Unterschied zu 120 oder 144 Hertz sieht, hängt natürlich von euren Augen ab. Im Alltag wirkt allerdings alles sehr flüssig und gerade Gamer dürften sich über das Plus an Hertz freuen.

Daneben ist das OLED-Display ein typisches OLED: Farben, Kontraste und Co. sehen einfach toll aus.

Poco bewirbt beim F9 Ultra eine absurd hohe Spitzenhelligkeit – 10.000 Nits sollen möglich sein. Das klingt auf den ersten Blick so, als könnte einem das Display die Augen verblitzen.

Es gibt allerdings Entwarnung: Diese Helligkeit wird nur bei HDR-Videos erreicht und auch nur auf einem Prozent der Displayfläche. Viel wichtiger ist der Wert im »High Brightness Mode«, der etwa draußen bei Sonnenlicht zum Tragen kommt.

Hier erreicht das Poco 2.200 Nits. Im Testalltag reichte das aus, um den Bildschirminhalt auch bei hellem Sonnenlicht gut ablesen zu können.

Der Hersteller verbaut unter dem Display einen Fingerabdrucksensor, der beim F9 Ultra mit Ultraschall arbeitet. Dadurch wird das Smartphone pfeilschnell entsperrt und es klappt selbst mit feuchten oder schmutzigen Fingern zuverlässig.

Prozessor und Speicher

Unter der Haube arbeitet beim F9 Ultra der Snapdragon 8 Elite Gen 5, Qualcomms aktueller Top-Chipsatz, den wir seit Ende 2025 in vielen High-End-Smartphones finden. Je nach Speicherausstattung stehen ihm 12 beziehungsweise 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite.

Geekbench CPU Single Core
Poco F9 Ultra

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
3848
Honor Magic 8 Pro
3666
Samsung Galaxy Z Fold 8
3625
Xiaomi 17
3588
Samsung Galaxy S26 Ultra
3474
Poco F9 Ultra
3458
Samsung Galaxy S25 Ultra
3201
Honor Magic7 Pro
3186
Samsung Galaxy Z Fold 7
3136
Samsung Galaxy S26
3064
Honor 600 Pro
3045
Sony Xperia 1 VIII
3024
Sony Xperia 1 VII
3007
Poco F8 Pro
2931
Poco X8 Pro Max
2648
Google Pixel 10 Pro XL
2341
Nothing Phone 3
2201
Xiaomi 17T
1748
Oppo Reno 16
1019
  • 0
  • 780
  • 1560
  • 2340
  • 3120
  • 3900

Geekbench CPU Multi Core
Poco F9 Ultra

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
12004
Samsung Galaxy Z Fold 8
11087
Samsung Galaxy S26 Ultra
11054
Honor Magic 8 Pro
10902
Poco F9 Ultra
10781
Samsung Galaxy S26
10698
Xiaomi 17
10383
Samsung Galaxy S25 Ultra
10137
Honor Magic7 Pro
9863
Samsung Galaxy Z Fold 7
9759
Sony Xperia 1 VIII
9235
Honor 600 Pro
9218
Poco F8 Pro
9085
Sony Xperia 1 VII
8912
Poco X8 Pro Max
8607
Nothing Phone 3
7020
Xiaomi 17T
6899
Google Pixel 10 Pro XL
6441
Oppo Reno 16
3718
  • 0
  • 2600
  • 5200
  • 7800
  • 10400
  • 13000

AnTuTu Benchmark
Poco F9 Ultra

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
4269050
Poco F9 Ultra
3889620
Samsung Galaxy S26 Ultra
3703886
Honor Magic 8 Pro
3675432
Sony Xperia 1 VIII
3332753
Xiaomi 17
3320530
Poco F8 Pro
3119124
Samsung Galaxy Z Fold 8
3094762
Honor 600 Pro
3013381
Samsung Galaxy S26
2914892
Poco X8 Pro Max
2814468
Honor Magic7 Pro
2765339
Samsung Galaxy S25 Ultra
2721019
Samsung Galaxy S25
2676028
Samsung Galaxy Z Fold 7
2292255
Sony Xperia 1 VII
2192908
Xiaomi 17T
2161084
Nothing Phone 3
2012758
Oppo Reno 16
1335965
  • 0
  • 860000
  • 1720000
  • 2580000
  • 3440000
  • 4300000

Dass das für viel Leistung sorgt, bestätigen auch meine Benchmarks. Im CPU-Benchmark von Geekbench messe ich 3.458 Punkte im Single-Core und 10.781 Punkte im Multi-Core, im AnTuTu erreicht das Gerät stolze 3.889.620 Punkte. Damit zählt es bei der Gesamt-Performance zu den aktuell schnellsten Android-Handys.

Selbst anspruchsvolle Apps oder Spiele wie »Where Winds Meet« sind für das Poco ein Kinderspiel, natürlich klappt auch das Multitasking dank des üppigen RAMs reibungslos.

Anspruchsvolle Titel wie »Where Winds Meet« laufen auf hoher Grafikstufe flüssig und sehen richtig gut aus. (Bildquelle: GameStar Tech) Anspruchsvolle Titel wie »Where Winds Meet« laufen auf hoher Grafikstufe flüssig und sehen richtig gut aus. (Bildquelle: GameStar Tech)

Braucht man so viel Leistung im Alltag? Wer nicht gerade beim Gaming jedes Fitzel an FPS aus dem Gerät kitzeln möchte, wohl nicht. Ich bin allerdings der Meinung, dass mehr Leistung immer besser ist – vielleicht nicht für heute, aber für die Zukunft, wenn Anforderungen von System und Apps steigen.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

Einen Speicherkarten-Slot zur Erweiterung gibt es im Übrigen nicht. Ihr solltet also vor dem Kauf überlegen, wie viel Speicherplatz ihr benötigt.

Akkulaufzeit

Bis hierhin hat das Poco F9 Ultra also schon viel richtig gemacht. Bei der Akkulaufzeit geht es uneingeschränkt weiter – hier sogar mit einem Rekord.

Ich habe seit 2024 über 40 Smartphones getestet und bislang schaffte es immer Sony auf den ersten Platz der Handys mit der längsten Akkulaufzeit. Bis jetzt.

PCMark Akku-Benchmark
Poco F9 Ultra

  • Bewertung
Poco F9 Ultra
27,23
Sony Xperia 1 VII
26,18
Xiaomi 17
24,26
Poco X8 Pro Max
23,31
Samsung Galaxy Z Fold 8 zusammengeklappt
22,43
Oppo Reno 16
22,42
Sony Xperia 1 VIII
22,07
Sony Xperia 10 VII
21,05
Honor 600 Pro
20,13
Poco F8 Pro
20,10
Samsung Galaxy A57
19,40
Google Pixel 10 Pro XL
18,34
Samsung Galaxy S25 Ultra
18,02
Samsung Galaxy A37
17,37
Samsung Galaxy Z Fold 8 aufgeklappt
17,03
Honor Magic 8 Pro
16,46
Redmagic 11S Pro
16,41
Honor Magic7 Pro
14,38
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00

Der 8.050-Milliamperestunden-Akku macht das F9 Ultra zusammen mit einem guten Energiemanagement zu einem echten Dauerläufer. In meinem Akku-Benchmark hat das Handy stolze 27 Stunden 23 Minuten erreicht.

Das ist außerordentlich gut und reicht im Alltag für bis zu drei Tage, wenn ihr nicht gerade stundenlang spielt oder navigiert und den Bildschirm immer auf höchste Helligkeit eingestellt habt.

So teste ich die Akkulaufzeit
Zum Ausklappen tippen / klicken

Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Daneben überzeugt auch die Ladegeschwindigkeit:

  • 100 Watt per Kabel
  • 50 Watt kabellos
  • 27 Watt Reverse Charging (Handy als Powerbank)
  • 22,5 Watt Reverse Wireless Charging

Ein leerer Akku ist damit flott wieder aufgeladen – alles richtig gemacht.

Kamera

Das F9 Ultra bietet auf dem Papier ein starkes Kamera-Setup mit einer 200-Megapixel-Hauptkamera samt optischer Bildstabilisierung (OIS). Dazu kommen ein 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und eine 50-Megapixel-Periskop-Telekamera mit fünffach optischem Zoom, der per Sensor-Crop auf zehnfach erweitert werden kann.

Bei Tageslicht schlägt sich das System ausgesprochen gut. Die Bilder haben schöne Farben sowie Kontraste und besitzen viele Details. Besonders die Telekamera ist super – der Zoom liefert scharfe Fotos, selbst wenn man die 10-fache Vergrößerung verwendet.

Allen Optiken gelingen qualitativ hochwertige Aufnahmen. Lediglich die Farbkonsistenz über die Linsen hinweg liegt nicht bei 100 Prozent. Vor allem die Fotos mit dem Zoom sehen etwas knalliger aus.

Beispielaufnahmen – alle Zoomstufen bei Tageslicht:

Bei den Landschaftsaufnahmen schlägt sich das F9 Ultra gut. Die Aufnahmen wirken natürlich, was ein Stück weit aber auch dem bewölkten Himmel geschuldet ist.

Wenn die Sonne rauskommt, bekommen die Aufnahmen einen deutlichen Sättigungs-Boost, wie ihr in den folgenden Aufnahmen sehen könnt – mir gefällt's:

Sobald das Licht abnimmt, geht die Bildqualität naturgemäß etwas zurück, bleibt aber für den Alltag immer noch auf einem guten Niveau.

Üblicherweise erzielt die Ultraweitwinkelkamera bei Handys die »schlechteste« Qualität bei wenig Licht – auch beim Poco F9 Ultra trifft das zu, jedoch sind die Aufnahmen dennoch brauchbar.

Beispielaufnahmen am Abend mit den unterschiedlichen Zoomstufen:

Der Hauptkamera gelingen deutlich bessere Aufnahmen, die mit denen anderer Oberklasse-Handys wie einem Galaxy S26 Ultra mithalten können. Überrascht hat mich tatsächlich der Zoom, denn der funktioniert am Abend noch richtig gut.

Bei fünffacher Vergrößerung gelingen auch hier schöne Aufnahmen – beim Zehnfach-Zoom ist es mitunter ein Glücksspiel. Teilweise sind die Fotos gut, teilweise aber auch nicht.

Insgesamt arbeitet die Kamera im Low-Light-Bereich auf einem sehr guten Level.

Und die Frontkamera? Bei Tageslicht liefert sie gute Ergebnisse, bei wenig Licht ist sie eher mittelmäßig:

Bei direktem Tageslicht Bei weniger Licht im Innenraum Bei direktem Tageslicht Bei weniger Licht im Innenraum

Frontkameras haben bei wenig Licht meist deutliche Qualitätseinbußen. Auch das F9 Ultra bildet da keine Ausnahme. (Bildquelle: GameStar Tech)

Lautsprecher

Das Lautsprechersystem ist im Vergleich mit anderen Smartphones eine Ausnahme: Das F9 Ultra kommt mit einem 2.1-Stereosystem inklusive integriertem Bose-Subwoofer auf der Rückseite.

Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen: Der Klang ist merklich voller als bei vielen anderen Smartphones. Allerdings ist er trotzdem nicht vergleichbar mit einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher – es fehlt einfach an Resonanzraum.

Zu den lautesten Handys gehört das F9 Ultra nicht, die maximale Lautstärke reicht aus meiner Sicht aber aus, um etwa beim Kochen Podcasts und Co. zu hören.

Konnektivität

Bei der Konnektivität liefert das Poco alles, was man von einem aktuellen Oberklasse-Handy erwartet:

  • 5G
  • Wi-Fi 7
  • Bluetooth 6.0
  • NFC
  • USB-C 3.2 mit DisplayPort-Ausgang
  • Dual-SIM mit eSIM-Unterstützung
  • Infrarot (Handy als Fernbedienung nutzbar)

Betriebssystem und Updates

Das F9 Ultra wird mit Android 16 und der Benutzeroberfläche HyperOS ausgeliefert, die sehr an Apples iOS erinnert. Was mich bei einem solch hochpreisigen Handy allerdings stört, ist die Menge an vorinstallierter Bloatware. Man muss erst einmal ordentlich aufräumen, bevor das System sauber ist.

Das ist bei Poco typisch und auch ein Teil des Kompromisses, den man für das Ausstattungspaket im Hinblick auf den Preis eingehen muss. Allerdings ist Letzterer mit dem F9 Ultra deutlich gestiegen – hier wäre der Verzicht auf so viele vorinstallierte Drittanbieter-Apps und -Spiele wünschenswert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Update-Politik: Poco verspricht vier große Android-Versionsupdates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Das ist zwar in Ordnung, bleibt aber deutlich hinter Konkurrenten wie Samsung oder Google zurück, die rund sieben Jahre in beiden Kategorien bieten.

Für wen lohnt sich das Poco F9 Ultra?

Das Poco F9 Ultra lohnt sich für euch, wenn …

  • … ihr maximale Akkulaufzeit sucht und das Smartphone mehrere Tage am Stück nutzen wollt.
  • … ihr viel Wert auf ein schnelles, riesiges OLED-Display für Gaming und Medienkonsum legt.
  • … ihr ein Handy mit viel Leistung und guter Kamera sucht.

Weniger gut passt das Gerät zu euch, wenn …

  • … ihr ein kompaktes und leichtes Smartphone sucht.
  • … ihr euch an vorinstallierter Bloatware und einer Kunststoffrückseite stört.
  • … ihr einen längeren Update-Support vor allem im Hinblick auf große OS-Updates erwartet.
Xiaomi 17T
Xiaomi 17T
Tolles Display, großer Akku, starkes Kamerasystem – das Xiaomi 17T zielt klar auf die Oberklasse, ist dabei aber spürbar günstiger.
17T Pro
17T Pro
Das Pro-Modell bringt noch etwas mehr Leistung, Kameraverbesserungen, Wireless-Charging – setzt dabei aber auch auf ein deutlich größeres Display.

Alternativen

Wenn euch das Poco F9 Ultra nicht gänzlich überzeugt, könnt ihr einen Blick auf die folgenden Alternativen werfen:

  • Xiaomi 17: Das Xiaomi 17 bietet ein ähnlich starkes Kamera-Setup, fühlt sich dank edlerer Materialien aber noch etwas mehr nach klassischem Flaggschiff an, ist jedoch beim Akku nicht ganz so ausdauernd.
  • Samsung Galaxy S26 Ultra: Wer noch längeren Update-Support und einen integrierten Stylus sucht, greift zum Samsung-Flaggschiff.
  • Honor Magic 8 Pro: Eine starke Alternative, wenn ihr ein sehr gutes Kamera-System und eine insgesamt sehr runde Oberklassen-Ausstattung möchtet.

Fazit

Poco hat mit dem F9 Ultra ein echtes Oberklasse-Biest ins Rennen geschickt. Die Kombination aus dem großen 8.050-Milliamperestunden-Akku, Snapdragon-Chip und 185-Hertz-Display sorgt dafür, dass das Smartphone im Alltag sehr ausdauernd ist und dennoch pfeilschnell agiert.

Gleichzeitig überzeugen die Kameras, das schnelle Laden und die moderne Konnektivität-Ausstattung.

Trotzdem müsst ihr auch kleine Kompromisse eingehen: Das Gerät ist groß, schwer und besitzt im Gegensatz zu vielen Premium-Geräten eine Kunststoffrückseite. Hinzu kommt die nervige Bloatware und der gestiegene Einstiegspreis, den ihr zumindest noch bis zum 21. September umgehen könnt.


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