Wenn ein Actionspiel schon in den ersten Minuten mit derart wuchtigen Schwert-Choreografien um sich wirft wie Phantom Blade Zero, rückt alles andere ganz schnell in den Hintergrund.
Ihr zieht die Klinge, pariert im Funkenflug drei Hiebe hintereinander weg, gleitet im letzten Moment in den Rücken eures Gegners und schickt ihn mit einem krachenden Konter auf die Bretter. Das Werk des chinesischen Studios S-Game sieht in Bewegung aus wie ein spielbarer Martial-Arts-Blockbuster und fühlt sich am PC auch genauso an.
Nach rund 30 Stunden Spielzeit kann ich festhalten: Wer auf perfekt getimtes Parieren, Ausweichen und spektakuläre Duelle steht, bekommt hier eines der besten Actionspiele des Jahres serviert. Dabei ist das Spiel kein gnadenloses Souls-like, wie viele befürchtet hatten, sondern geht bei Tempo und Komfort seinen ganz eigenen Weg.
Ihr müsst nur damit leben können, dass zwischen den brillanten Bosskämpfen ein paar spürbare Längen, dröge Pflichtabstecher und extrem viel Lesestoff auf euch lauern.
Worum ging es noch gleich?
Auf dem Papier bringt Phantom Blade Zero alles für ein dramatisches Rache-Epos mit: Ihr schlüpft in die Rolle des Elite-Assassinen Soul, der für eine mächtige Organisation arbeitet. Gleich zu Beginn geht allerdings alles schief: Euch wird der Mord am Oberhaupt des Ordens angehängt, eure ehemaligen Verbündeten machen erbarmungslos Jagd auf euch, und bei der Flucht werdet ihr tödlich am Herzen verletzt.
3:12
Nur noch eine Woche, dann filettiert ihr in Phantom Blade Zero alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist
Ein mysteriöser Heiler flickt euch zwar mit einem künstlichen Herzen wieder zusammen, doch die Uhr tickt. Euch bleiben genau 66 Tage Lebenszeit, um die wahren Drahtzieher hinter der Verschwörung zu entlarven und euren Namen reinzuwaschen.
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