Pen-&-Paper-Rollenspiele – es gibt kaum etwas, das ich so sehr lieben wollte, aber so gehasst habe. Dabei liegt’s nicht mal an ihnen, sondern ausschließlich an mir, beziehungsweise an meiner fehlenden Fantasie.
Da konnte mir Schulfreund Benny noch so blumig erzählen, wie sein sauffreudiger Zwerg aussah, für mich saß da immer noch Benny. Und mag ja sein, dass mein neues Schwert total mächtig ist, für mich waren es nur Zahlen auf Papier.
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Lands of Evershade erklärt euch im Trailer sein Fantasy Setting und das grundsätzliche Spielprinzip
Mir fehlte schlicht die Vorstellungskraft, um mich in den Fantasiewelten von Das Schwarze Auge oder Dungeons & Dragons zu verlieren. Genau deshalb rannte Hero Quest auch Ende der 80er offene Türen bei mir ein.
Hier konnte ich den sauffreudigen Zwerg anfassen und über ein Spielbrett bewegen, das Schwert gab’s als schick illustrierte Karte. Nachteil der Nummer: In Sachen Storytelling war der simple Dungeon Crawler naturgemäß stark limitiert.
Entsprechend konnte ich nicht widerstehen, als die Tainted-Grail-Schöpfer von Awaken Realms Ende 2024 mit Land of Evershade ein neues Mammutprojekt ankündigten, das die Stärken von Pen & Paper und Brettspielen miteinander verknüpfen sollte. Und ich war nicht allein, die Crowdfunding-Kampagne sammelte unfassbare 13,5 Millionen Euro ein.
Inzwischen habe ich über 50 Stunden mit Lands of Evershade verbracht, alle bislang existierenden Abenteuer durchgespielt und ziemlich genau das bekommen, was Klein-Heiko in den 80ern lieben wollte, aber nicht lieben konnte.
Worum geht’s?
Im Kern handelt es sich bei Lands of Evershade um ein so genanntes »Choose your own Adventure«-Spiel in einem Dark Fantasy Setting. Allein oder gemeinsam mit bis zu vier Freunden erstellt ihr eure Heldengruppe und erlebt anschließend eines der insgesamt drei Abenteuer des Grundspiels, weitere sind bereits in Entwicklung. Jedes dieser Abenteuer dauert ungefähr zwölf bis 15 Stunden – und das aufgeteilt in sechs bis sieben Kapitel, sprich Spieleabende.
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