In Großbritannien und weit darüber hinaus haben eine Frau und ein Mann für Schlagzeilen gesorgt, weil sie es mit unter 40 Jahren geschafft haben, gemeinsam als Paar in Rente zu gehen.
Im Kern ist ihnen das durch einen möglichst sparsamen Lebenswandel und gezielte Anlagen gelungen, inklusive Elementen der Gamification
. Sie haben sich also mit spielerischen Elementen gegenseitig dabei unterstützt, möglichst wenig Geld auszugeben.
- Laut Daily Mail (hinter einer Paywall) beläuft sich das Vermögen von Katie und Alan Donegan heute auf über zwei Millionen Euro. Inzwischen sind sie 40 und 45 Jahre alt.
- Sie verbringen ihre Zeit nun mit Reisen, ehrenamtlicher Arbeit und dem Geben von Kursen zu ihren Erfahrungen im Rahmen der FIRE-Bewegung (
Financial Independence, Retire Early
, zu DeutschFinanzielle Unabhängigkeit, früh in Rente gehen
). - Die Liste ihrer Sparmaßnahmen ist lang: Sie lebten zu Beginn ihrer Beziehung fünf Jahre lang im Haus von Alans Mutter, sind nicht auswärts essen gegangen, haben auf das Heizen im Winter verzichtet und beim Einkaufen Coupons zum Sparen von Geld verwendet.
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Der spielerische Aspekt kam durch Herausforderungen hinzu, die sie sich gegenseitig gesetzt haben. Dazu zählte es beispielsweise, das Handy nie daheim zu laden, sondern nur auswärts. Auch wenn das nicht viel Geld gespart hat.
Ein weiteres Beispiel laut Katie Donegan:
Wir haben im Winter die Heizung nicht eingeschaltet – außer, wenn meine Mutter zu Besuch kam. Stattdessen haben wir uns warm angezogen, Wärmflaschen benutzt und daraus ein Spiel gemacht.
Berufliche Basis und die wichtigsten Schritte
Katie hat als Versicherungsmathematikerin etwa 66.000 Euro im Jahr verdient und Alan durch Schulung für das Halten von Präsentationen knapp über 70.000 Euro.
Es handelt sich also um durchaus beachtliche Gehälter, die eine sehr gute Basis für das Vorhaben der Donegans geschaffen haben.
Um ihr Geld zu vermehren, haben sie auf kostengünstige globale Indexfonds gesetzt. Dabei wird automatisiert versucht, möglichst die Aktien eines bestimmten Index zu kaufen, die sich auf Dauer am lukrativsten entwickeln.
Man muss das Gleiche wollen
An einem Strang zu ziehen, sei dabei besonders wichtig gewesen. Die folgenden Aspekte standen für ihren Erfolg im Mittelpunkt:
- Die eigenen Ausgaben stets genau festhalten und im Blick haben
- Eine möglichst große Lücke zwischen dem entwickeln, was man verdient und dem, was man ausgibt
- Das gesparte Geld gewinnbringend investieren, ohne es zu kompliziert zu machen
- Auf eine bestimmte Summe abzuzielen statt auf ein bestimmtes Alter, in dem man frühzeitig in den Ruhestand geht
Der Gedankengang dahinter ist letztlich simpel, wie Alan erklärt:
Wir alle wurden dazu erzogen, zu glauben und anzunehmen, dass man bis zum normalen Rentenalter oder bis zum Erreichen der staatlichen Altersgrenze arbeiten muss. Wir haben entdeckt, dass man „in Rente gehen” kann, wenn man einen bestimmten Geldbetrag erreicht hat und die eigenen Investitionen die Ausgaben decken.
Ein Beispiel, dem offenbar viele folgen wollen. Laut Katie und Alan haben bereits 50.000 Menschen ihre Kurse besucht, die sie über zehn Wochen lang sogar kostenlos anbieten. In diesem Jahr alleine sollen es 35.000 Menschen aus über 60 Ländern gewesen sein.

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