Bei Streaming-Diensten liegt ein werbefinanziertes Abonnement gewissermaßen im Trend. Netflix machte es 2023 vor und freut sich damit zumindest finanziell über große Erfolge; später zogen etwa Disney Plus oder Amazon Prime Video mit eigenen Werbetarifen nach.
Mit Paramount Plus geht nun der nächste Anbieter den Weg mit einem auf Werbung basierendem Modell.
Aktuell werden Nutzer in Deutschland per E-Mail über eine Änderung der Nutzungsbedingungen informiert. Bei genauem Blick in diese Neuerungen werden zwei Absätze wichtig:
- Unter Ziffer 4.1 der neuen Bedingungen ist von »verschiedenen Arten von Abonnements« die Rede – bisher ist in Deutschland allerdings lediglich der eine Tarif ohne Werbung für acht Euro im Monat verfügbar.
- Weiterhin können Inhalte »Werbetrailer für andere Inhalte des Paramount+ Dienstes, Werbung, Sponsoring und Produktplatzierungen enthalten, deren Häufigkeit, Umfang und Art im Laufe der Zeit variieren kann«.
Nicht nur Werbung, sondern auch verschiedene Qualitätsstufen?
Ähnlich wie in anderen Regionen dürfte es sich bei den unterschiedlichen Tarifstufen nicht nur um Werbeinhalte drehen, sondern auch verschiedene Stufen im Hinblick auf die Audio- und Videoqualität.
In Großbritannien etwa sind 4K- und Dolby-Atmos-Inhalte nur mit einem Premium-Abonnement verfügbar, das hierzulande bislang nicht angeboten wird.
Hinweise auf ein Verbot zum Teilen von Accounts finden sich indes nicht in den neuen Nutzungsbedingungen.
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Disney+ personalisiert künftig die Werbung für US-Kunden
Einen gehörigen Schritt weiter ist in diesem Kontext Disney Plus: Der Streaming-Dienst bietet sein werbefinanziertes Abomodell bereits seit 2023 an.
Im Rahmen der derzeit in Las Vegas stattfindenden CES 2025 kündigte der Anbieter nun an, diese Werbung zielgerichteter (via meedia) einzusetzen.
Anzeigekunden sollen dabei mehrere Versionen ihrer Werbeclips bei Disney einreichen können, die im Anschluss von künstlicher Intelligenz passend zur Stimmung im jeweils laufenden Stream eingeblendet wird. Diese Entwicklung soll aber zumindest zunächst nur in den USA stattfinden.
- Insbesondere Sportübertragungen stehen laut Disney dabei im Fokus. Wie Manager Josh Mattison erklärt, würden Zuschauer hier meist dieselben Werbeclips sehen. Marken sollen stattdessen in der Lage sein, bestimmte Zielgruppen direkt zu adressieren.
- Wenn bestimmte Spiele in die Verlängerung gehen, sollen die Anzeigekunden wiederum in Auktionen um die neuen Werbeplätze bieten können.
- Das hohe Maß an Interaktivität biete sich auch für Sportwetten an: Diese können in das laufende Programm mit Echtzeitquoten und Live-Statistiken eingebunden werden.
Für die Zuschauer in den USA soll es zudem eine Möglichkeit geben, die in der Werbung platzierten Produkte direkt aus der Streaming-App heraus kaufen zu können.
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