Netflix startete nicht nur einen Testflug mit einem neuen App-Design, sondern verzeichnete in den letzten Monaten auch einen Zuwachs von acht Millionen Abonnenten weltweit. Das steht im Bericht des Streamers über die Ergebnisse des zweiten Quartals.
Die vielleicht wichtigste Info aus diesem Bericht ist die Tatsache, dass 45 Prozent der neuen Abonnenten den günstigsten Tarif mit Werbung gebucht haben.
Das ist einer der Gründe, warum Netflix seinen Fokus mehr auf Werbung zu legen will.
Warum das wichtig ist: Der werbefinanzierte Tarif ist ein Erfolg für Netflix. Wenn der Anbieter sich verstärkt auf Werbung konzentriert, ist davon auszugehen, dass wir in Zukunft mehr davon sehen werden.
Im Detail: Im Quartalsbericht spricht Netflix explizit davon, dass Werbeeinnahmen ein immer wichtigerer Einnahmefaktor für das Unternehmen ist.
Unsere Werbeeinnahmen wachsen gut und leisten einen immer wichtigeren Beitrag zu unserem Geschäft. Die kurzfristige Herausforderung (und mittelfristige Chance) besteht darin, dass wir schneller skalieren, als wir unser wachsendes Anzeigeninventar monetarisieren können.
Was bedeutet das? Kurz gesagt sieht Netflix Potenzial, noch mehr Werbung zu schalten, weil es das eigene Wachstum hergibt. Sprich: Das Unternehmen wird vermutlich noch mehr auf Werbung setzen, um seine Einnahmen zu erhöhen.
Diese Änderungen stehen bei Netflix bevor: Zum einen sind mehr Live-Shows und Sport-Events zu erwarten, schreibt The Verge.
Das sind beides Möglichkeiten, noch mehr Anzeigen zu platzieren und diese für Werbekunden attraktiv zu gestalten.
Darüber hinaus wird der Dienstleister zur zweiten Staffel von Squid Game ein Multiplayer-Spiel veröffentlichen.
Außerdem steht ein neuer, kostenloser Tarif mit noch mehr Werbung im Raum:
Diese Änderungen treffen uns schon jetzt: Bereits im Mai wurde das günstigste Abo ohne Werbung aus dem Portfolio geschmissen; das passiert jetzt nach und nach auch weltweit.
Eine interne Änderung könnte sich auch auf uns auswirken: 2025 wird Netflix intern umstellen, wie das Unternehmen Wachstum berechnet.
Anstatt mit den Abonnentenzahlen als Variable, wird der Streamer sich laut eigenen Angaben auf den Umsatz pro Region konzentrieren.
Das soll die Entwicklung des Geschäfts widerspiegeln, das sich in den letzten Jahren verändert hat.
Noch ist nicht aller Tage Abend, denn Streaming kann sich lohnen – auch ohne Werbung.
Netflix hat großen Erfolg seit dem Einführen eines werbegestützten Tarifs; 45 Prozent aller Neukunden haben sich für das günstigste Abo mit Werbung entschieden. Wie seht ihr die Entwicklung von Netflix und dem Streaming-Markt? Beäugt ihr das kritisch? Oder findet ihr es folgerichtig, dass das Unternehmen auf das setzt, was am lukrativsten ist?







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