Ein Bastler hat in einem YouTube-Video seinen selbstgebauten E-Reader vorgestellt. Der Clou: Das Gerät ist klein genug für die Hosentasche und muss dank seines Solarpanels nie an der Steckdose aufgeladen werden.
Ein E-Reader für Gelegenheitsleser
Der YouTuber Pink Propeller wollte einen kompakten E-Reader für seine Spaziergänge, allerdings kein zusätzliches Gerät, das er aufladen musste. So entstand die Idee, einen eigenen zu bauen, der solarbetrieben ist.
Das Herzstück des kleinen Gerätes ist ein energieeffizientes E-Ink-Display. Solche Bildschirme verbrauchen nur Energie beim Wechseln der Inhalte; bei statischer Anzeige nicht. Das ist mitunter einer der wichtigsten Gründe, warum E-Reader, wie der Amazon Kindle, mehrere Wochen ohne erneute Ladung durchhalten.
Da Pink Propeller sich mit seinem Gerät gar nicht erst mit Ladegeräten und Kabeln herumschlagen wollte, hat er auf der Rückseite ein Solarpanel verbaut. Dieses speist den verbauten Mikrocontroller, der wiederum das Display und die Bedientasten mit Energie versorgt.
Der E-Reader wird mit einer einzigen Taste auf der Rückseite bedient. (Bildquelle: Pink Propeller / YouTube)
Gehäuse ohne Kleber und ohne Schrauben
Das Gehäuse wurde komplett im 3D-Drucker hergestellt und verwendet eine sogenannte Friction-Fit-Bauweise: Die Konstruktion verzichtet vollständig auf Schrauben und Kleber. Stattdessen halten alle drei Teile durch präzise Klemmpassung zusammen:
- Frontplatte für das Display
- Haupthalterung für die Elektronik
- Rückplatte für Solarpanel und physische Taste
Das Gerät ist extrem kompakt und kleiner als die meisten Smartphones. Optisch erinnert es etwas an einen Pager.
Link zum YouTube-Inhalt
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Software und Bedienung: Der kleine E-Reader wird mit einer einzigen Taste gesteuert. Ein Klick scrollt das Menü nach unten und ein langer öffnet die ausgewählte Option. Bücher lassen sich per Hotspot drahtlos auf das Gerät übertragen.
Der Bastler hat das Gerät vor allem für seine eigenen Zwecke entwickelt, da er sich selbst noch sicher ist, ob sich langfristig ein kommerziell erhältlicher E-Reader für ihn lohnt und weil er sich noch unsicher ist, ob er noch lange das Interesse am Lesen behalten wird – und weil er wohl etwas zusammenbauen wollte.
Das kleine Projekt von Pink Propeller zeigt jedenfalls eindrucksvoll, was mit ein wenig Erfindergeist und einem 3D-Drucker möglich ist.
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