»Rettet physische Spiele«: Petition gegen Sonys Disc-Aus knackt 200.000-Unterschriften-Marke

Eine Unterschriftensammlung hat in wenigen Tagen fast die 250.000-Marke geknackt.

Mit einer Unterschriftenaktion möchten Disc-Fans Sony zum Einlenken überreden. (Bildquelle: Change) Mit einer Unterschriftenaktion möchten Disc-Fans Sony zum Einlenken überreden. (Bildquelle: Change)

Wer dachte, die Spiele-Disc würde kampflos aus den Wohnzimmern verschwinden, hat die Rechnung ohne die PlayStation-Community gemacht. Um ein klares Zeichen gegen Sonys schleichenden Abschied vom Laufwerk und physischen Spielen zu setzen, haben mittlerweile fast 250.000 Spieler auf der Change-Webseite eine Petition unterzeichnet, die Sony dazu bringen soll, die Disc-Aus-Entscheidung zurückzunehmen.

Einige PlayStation-Fans belassen es derweil nicht nur bei einer digitalen Unterschrift: Immer mehr Nutzer kündigen laut Berichten auf Social-Media-Kanälen und Seiten wie Reddit aus Protest ihre PS-Plus-Abonnements.

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Die Sorge vor einer rein digitalen Zukunft

Hintergrund der Aktion ist die Ankündigung von Sony zukünftig nur noch auf digitale Inhalte zu setzen. Sony gibt an, ab Januar 2028 keine Spiele-Discs mehr produzieren zu wollen.

Für viele Spieler wäre damit eine rote Linie überschritten. In einer GameStar-Umfrage gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer an, physische Spiele zu bevorzugen oder sogar ausschließlich zu kaufen.

In der Petition fordern die Unterzeichner den Erhalt physischer Medien. Die Argumente sind bekannt, aber aktueller denn je: Es geht um den echten Besitz von Spielen abseits von Server-Abschaltungen, die Möglichkeit, Titel gebraucht zu kaufen oder zu tauschen, und nicht zuletzt um den Erhalt der Videospielgeschichte.

Die Marke von rund 242.000 Unterstützern zeigt deutlich, dass diese Themen für einen großen Teil der Kernzielgruppe keine Nebensächlichkeit sind. Vor vier Tagen waren es noch 100.000 Unterstützer.

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Kündigungen als Druckmittel

Weil Online-Petitionen allein große Konzerne selten zum Umdenken bewegen, gehen viele Spieler nun einen Schritt weiter. In Foren und auf Social Media rufen sie dazu auf, das kostenpflichtige PS-Plus-Abo zu kündigen und als Grund explizit die Unzufriedenheit über die Hardware-Politik anzugeben.

Laut einem Bericht des Online-Magazins VideoCardz sollen Spieler, die kündigen, vermehrt mit großen Rabatten von bis zu 50 Prozent zum Verbleib überredet werden. Ob dies eine direkte Reaktion von Sony ist oder nur ein regulärer Prozess, ist zu diesem Zeitpunkt nicht ersichtlich.

Kann der Protest Sony zum Einlenken bringen?

Ob der Widerstand der Community ausreicht, um Sonys langfristige Hardware-Strategie zu beeinflussen, bleibt abzuwarten. Der Trend der Spiele-Industrie geht klar in Richtung digitale Vertriebswege, da diese den Publishern höhere Margen versprechen, den Gebrauchtmarkt als Konkurrenz beseitigen und die Kosten der Hardware für Sony senken.

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Die 242.000 Unterschriften und die Kündigungsaufrufe senden trotzdem eine klare Botschaft nach Japan: Die physische Disc ist für viele Fans noch lange nicht tot.

Was denkt ihr darüber? Habt ihr die Petition unterschrieben oder sogar das PS-Plus-Abo gekündigt? Schreibt es uns in die Kommentare!


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