Schon der erste Trailer zur Live-Action-Verfilmung von Vaina machte Fans skeptisch. Das einzige (ungewollte) Highlight: Ein erster Blick auf Dwayne The Rock
Johnson mit einer braunen Wallemähne.
Kritiker scheinen den Eindruck der Community jetzt zu bestätigen, denn Vaina kommt alles andere als gut weg und wird als überflüssig
bezeichnet. Hier heißt es demnach nicht: »Was soll ich sagen? Hey, voll gerne!«, sondern: »Was soll ich sagen, außer: Nein, danke!«
Worum geht’s in Vaiana?
Um ihre Heimat vor dem Untergang zu bewahren, begibt sich das mutige Inselmädchen Vaiana (Catherine Laga’aia) mit dem Halbgott Maui (Dwayne Johnson) auf eine Reise über den Ozean, um das gestohlene Herz der Göttin Te Fiti zu finden.
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»Was soll ich sagen, außer: Nein, danke« – Der erste Trailer zur Disney Realverfilmung von Vaiana geht bei Fans hoffnungslos baden
Vaiana landet am 9. Juli 2026 in den deutschen Kinos. Im Regiestuhl sitzt Thomas Kail, der sich in den letzten Jahren für Filme wie Hamilton, Grease Live und We Were the Lucky Ones verantwortlich zeigte.
Eine überflüssige Kopie
Bei 71 Bewertungen kommt Vaiana auf Rotten Tomatoes derzeit auf 35 Prozent. Einen Zuschauer-Score gibt’s noch nicht, da der Film gerade erst erschienen ist.
Zum Vergleich: Vor zehn Jahren eroberte der ursprüngliche Animationsfilm zahlreiche Herzen im Sturm. Auf Rotten Tomatoes sind die Meinungen von Kritikern zu 95 Prozent positiv, während die Zuschauer ebenfalls bei 89 Prozent landen. In der Filmdatenbank IMDb erreicht der Film 7,6 von 10 Sternen.
Was finden Kritiker an der Live-Action-Verfilmung gut?
- starke Hauptdarsteller
- visuell ästhetisch ausgearbeitet
- emotionaler Kern des Originals bleibt
Welche Probleme gibt es bei der Realverfilmung?
- das Remake ist überflüssig (Animationsfilm erschien erst vor 10 Jahren)
- keine eigenen Ideen → ist eine 1 zu 1 Kopie des Originals
- CGI sieht zu künstlich aus
- langweilige Regie
- kommerzieller Fokus → wirkt wie ein »überflüssiges Stück monetarisierbarer Inhalt«
Empire Magazine (Wertung: 2/5 Sternen)
Catherine Laga'aia, die Auliʻi Cravalho als neue Moana ablöst, strahlt Fröhlichkeit und Leichtigkeit aus und verfügt über eine Stimme auf Broadway-Niveau. Dwayne Johnson, der erneut in die Rolle des Gestaltwandlers und Halbgottes Maui schlüpft, wirkt manchmal ein wenig wie eine KI-Interpretation der Figur – unheimlich in seinem nippelfreien Body und seiner Perücke, aber unbestreitbar charismatisch. [...]
Aber das Ganze ist einfach sehr verwirrend. Während der Originalfilm lebendig und originell wirkte, scheint hier keine autoritäre Stimme erkennbar zu sein. (Regie führte Thomas Kail von Hamilton in seinem Spielfilmdebüt.) Selbst Kinder werden sich betrogen fühlen. Warum sollte man Geld dafür ausgeben, eine etwas schlechtere Version des Films anzusehen, den man auch auf Disney+ sehen könnte?
Filmstarts (Wertung: 4/5 Sternen)
Vaiana erzählt einfach nochmal ganz genau dieselbe Geschichte wie das animierte Original von 2016 – und zwar beinahe Szene für Szene. Das macht aber nichts, weil die Heldinnenreise von Vaiana als Realfilm genauso begeistert und berührt.
Guardian (Wertung: 2/5 Sternen)
Sicherlich gibt es hier einige ziemlich witzige Momente von Johnson, und die Chemie zwischen ihm und seiner jungen Co-Darstellerin stimmt ganz gut, aber es wirkt, als befände er sich auf Autopilot, wie ein Stück Software. Er schafft all das so mühelos, als würde er jede Augenbraue einzeln hochziehen oder nacheinander jede seiner Brustmuskeln anspannen.
Als vermeintlicher Live-Action-Film
ist er so stark in CGI-Effekten eingebettet, dass er eigentlich schon wieder eine Animation ist. Eine echte Bühnenmusical-Version wäre eine ganz andere Sache und würde den Musical-Nummern vielleicht mehr Raum geben.
Das hier wirkt wie ein überflüssiges Stück monetarisierbarer Inhalt.
TheWrap
Moana ist bei Weitem nicht das schlechteste Disney-Live-Action-Remake, aber wohl das überflüssigste.
Ich bin mir sicher, dass es Leute gibt, die gerne noch einmal extra bezahlen, um einen aktuellen Film, den sie bereits mochten, noch einmal zu sehen – nur dass er diesmal länger und nicht so gut ist. Wenn Disney darauf besteht, die Zeit des Publikums zu verschwenden, gäbe es schlimmere Wege, dies zu tun. Verdammt, sie haben schon Schlimmeres gemacht. Und sie werden es wahrscheinlich wieder tun.
Aber es gibt bessere Wege, die Zeit des Publikums zu verschwenden – und weißt du was? Unsere Zeit nicht zu verschwenden, wäre auch eine Option gewesen.
The Hollywood Reporter
Im Internet gab es einige empörte Stimmen – wann ist das nicht der Fall? –, die meinten, es sei zu früh für ein Remake eines allseits beliebten Films aus dem Jahr 2016. Grundsätzlich würde ich dem zustimmen, aber das neue Moana ist ein fesselndes Familienvergnügen, das es verdient, sein Publikum zu finden – voller visueller Reize, lebhafter Farben, wunderschöner Designelemente (die feinen Details in Liz McGregors Kostümen sind exquisit) und verführerischer tropischer Kulissen.
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich auf O’ahu statt, der drittgrößten Insel Hawaiis. Der fröhlich-bewegende Schlussakt vermittelt fast das Gefühl, dort Urlaub zu machen.
MovieWeb (Wertung: 2/5)
Als schwaches Lob sei gesagt: Moana ist nicht der schlechteste der Live-Action-Reihe (diese Ehre gebührt dem hölzernen Pinocchio aus dem Jahr 2022). Aber der Film hat solche Angst davor, vom Original abzuweichen, dass er vor unternehmerischen Zwängen nur so trieft.
Und das ist etwas, was kein Quartalsbericht einem aktienkursbesessenen Disney-Vorstandsmitglied beibringen kann: Das Nachbilden der Einstellungen ist nicht gleichbedeutend mit dem Nachbilden der Qualität.
Collider (Wertung: 5/10)
Zwar gibt es in Moana vereinzelte Momente von echter Schönheit, doch die starke Abhängigkeit von Greenscreen und CGI lässt die Kulissen übermäßig glatt und langweilig wirken. Manchmal hat man das Gefühl, man schaue sich einen Werbespot für Luxusautos oder einen Bildschirmschoner an, anstatt einen spannenden Abenteuerfilm zu genießen.
Thomas Kails fade Regie schadet zudem den schauspielerischen Leistungen. Johnson schafft es zwar, einige komödiantische Momente zu treffen, doch seine Darstellung wirkt seltsam zurückhaltend und steif.
Maui ist eine überlebensgroße Figur, die sich für kühne Theatralik anbieten würde, und doch wirkt er zu klein und bodenständig. Laga'aia ist als Titelfigur ordentlich, doch sie bekommt nie die Chance, tiefere, chaotischere Emotionen wirklich intensiv oder über einen längeren Zeitraum hinweg auszuleben.
Selbst die gruseligsten und traurigsten Momente werden schnell mit einem begeisterten Lächeln übergangen, was zu einer oberflächlich wirkenden Protagonistin und einer Handlung ohne große Einsätze führt.
Slashfilm (Wertung: 4/10)
Der Film holt also einige Darsteller aus dem Original zurück und erzählt die Geschichte Szene für Szene identisch nach – ohne jegliche Schnörkel, Überraschungen oder interessante neue Blickwinkel.
Es ist wie bei einem Cover-Song, nur mit schlechterer Instrumentierung und einem anderen Leadsänger. Obwohl, um fair zu sein: Der Gesang im neuen Moana ist völlig in Ordnung. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand den Soundtrack dieses Films anstelle des Originals kauft. Oder, na ja, diesen Film überhaupt anstelle des Originals anschaut.
Moana wird wahrscheinlich ein großer Erfolg werden, aber sollte er floppen, könnte dies das Ende eines weiteren Trends der 2010er Jahre bedeuten, der endlich und zu Recht ausgestorben ist. Vielleicht werden diese Remakes endlich, endlich versiegen. Wir können nur hoffen.
Live-Action-Verfilmungen von Disney sind ein zweischneidiges Schwert. Während Schneewittchen (2025), Mulan (2020) oder Dumbo (2019) als kolossale Flops in die Geschichte eingehen, feierte das Unternehmen mit Der König der Löwen (2019) und Die Schöne und das Biest (2017) große Erfolge.
Zuletzt sprengte Lilo & Stitch die Kinokassen und gilt als einer der erfolgreichsten Filme 2025. Wie die Story für Vaiana endet, werden wir dann in ein paar Wochen sehen.
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