GTA 6 baut weiter fleißig Rampen, die die Erwartungen in schwindelerregende Höhen schnellen lassen. Im jüngsten Bericht von Bloomberg beschreibt einer der Chef-Entwickler, wie leicht man in der offenen Welt von der Story abgelenkt wird. Er selbst habe beim Anspielen und Testen immer wieder den Faden verloren, doch das sei genau das gewesen, was das Team sich für GTA 6 gewünscht habe.
Alles, nur nicht die Story
Im Gespräch mit Journalist und Branchenkenner Jason Schreier spricht Entwickler Phil Hooker über einen Moment aus der späten Entwicklungszeit. Ein Playtest des aktuellen Builds stand an und dafür sollte er sich als Jason zu einer Story-Mission begeben.
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Auf dem Weg dorthin rammte er unglücklicherweise ein anderes Auto, dessen erboster Fahrer auf den Unfall reagierte, indem er ihn einfach zurückrammte. Beide stiegen aus und der NPC ging auf Hooker los. Um seine Gesundheit aufzufüllen, rettete dieser sich in einen nahegelegenen Kiosk, doch da niemand an der Kasse stand, musste er sich gesetzeswidrig selbst an den Leckereien bedienen – Logisch.
Sein kleiner Ladendiebstahl blieb nicht lange unentdeckt und so heftete sich die Polizei an Hookers Fersen. Während der Flucht entledigte er sich seines zuvor verunfallten Autos und fand auch gleich ein neues, das ihm sogar ein hübsches Sümmchen einbringen könnte. Als er losfuhr, um es zu Geld zu machen, wurde er erneut von einem NPC-Wagen angefahren und beschloss diesem zu folgen.
So gelang er zu einem Gelände, auf dem sich allerhand wertvolles Zeug befand. Da er durch den Diebstahl ohnehin bereits zum Straftäter wurde, sackte er das auch gleich noch ein und begab sich auf die Suche nach einem Hehler, um die Fundstücke zu verticken. Dort bekam auch direkt den nächsten Tipp für einen Beutezug. Zwei Stunden später sei Hooker meilenweit von der eigentlichen Story-Mission gelandet, die er eigentlich testen sollte.
Ich erinnere mich noch daran, wie viel Spaß das gemacht hat. Alle kamen aus der Besprechung – beflügelt von dem Erlebnis und trotz all der Sorgen und Zweifel, die einen in so einer Phase eben plagen – mit dem Gedanken: »Wenn wir hier konsequent an unserem Kurs festhalten, dann haben wir da etwas wirklich Besonderes.«
Die acht Jahre lange Entwicklungszeit war von vielen Rückschlägen geplagt, wie Hooker, sowie seine Kollegen Aaron Garbut und Rob Nelson berichten. Lange stand nicht fest, was für ein Spiel GTA 6 überhaupt werden sollte, wie viel Realismus in der Welt stecken würde und wie das Gameplay Jason und Lucia vereinte.
Laut Nelson sollten die beiden Protagonisten Vice City gemeinsam erleben können, auch außerhalb der Story-Missionen. Die KI hinter dem System, das dies ermöglich, bezeichnet Schreier im Bericht als die »aufregendste Innovation von GTA 6«.
Ein Protagonist könne den anderen jederzeit per Textnachricht erreichen und dazu einladen, gemeinsamen Aktivitäten nachzugehen, zum Beispiel einem romantischem Spaziergang im Park, einer Trainingssession im Gym und dem Ausrauben einer Tankstelle. Typische Pärchen-Aktivitäten eben.
Wie genau sich GTA 6 spielen wird, erfahren wir spätestens am 19. November, wenn das Spiel auf der PS5 und der Xbox Series X/S erscheint. Dann könnt ihr uns ja auch verraten, wie lange ihr die Story-Missionen aus den Augen verloren habt.
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