Battlefield 2042, Age of Empires 4 und die Service-Game-Krise

Selbst Großprojekte à la Battlefield scheitern am regelmäßigen Content-Nachschub. Die Probleme liegen meist tiefer - auch im Umgang mit der Community.

von Michael Graf, Philipp Elsner, Dimitry Halley,
26.03.2022 08:00 Uhr

Dice schafft es seit Jahren nicht, seine Battlefield- und Battlefront-Spiele langfristig zu pflegen. Dahinter stecken konzeptionelle Probleme. Dice schafft es seit Jahren nicht, seine Battlefield- und Battlefront-Spiele langfristig zu pflegen. Dahinter stecken konzeptionelle Probleme.

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Was ist der Unterschied zwischen Battlefield 2042 und Call of Duty Vanguard? Nun, da würde uns einiges einfallen, das Wichtigste ist aber: Während Battlefield-Fans noch bis Sommer auf die erste Season warten müssen, bekommen CoD Vanguard und Warzone schon jetzt regelmäßig neue Inhalte. Die sind nicht alle spitze (über die neue Warzone-Map Caldera etwa gibt's einigen Unmut), dennoch stimmt zumindest die Pflege.

Für Battlefield 2042 gilt indes dasselbe wie für Age of Empires 4, Forza Horizon 5, Halo Infinite und andere, prominente Spiele: Es gibt keinen Nachschub, die Spielerzahlen schnurren zusammen.

Ihr meint, das sei kein Problem, man könne sich ja mit den vorhandenen Inhalten und Solo-Kampagnen beschäftigen? Stimmt, doch zugleich wandern immer mehr Menschen ab zu anderen, besser gepflegten Spielen. Wir leben nun mal im Zeitalter der Service-Games. Was nicht gehegt wird, verdorrt - es gibt ja genügend Alternativen dort draußen. Und dann kommen auch keine neuen Solo-Kampagnen mehr.

Im Podcast sprechen Micha, Dimi und Phil über diese Service-Game-Krise - und die Verrufenheit des Service-Begriffs an sich, der gerne mit Mikrotransaktionen, Lootboxen und Battle-Pässen einhergeht.

Das Problem schlechter Service-Games ist allerdings nicht die Monetarisierung - es krankt schon vorher am Konzept. Manche Spiele haben zu viel gewollt, dabei aber die eigenen Stärken vergessen (Battlefield 2042), andere just die Community-Features ignoriert, die einen Vorgänger groß gemacht haben (Age of Empires 4). Und den meisten mangelt es schlichtweg an der nötigen Spieltiefe.

Apropos Community: In vielen Fällen würde es schon helfen, die Fans besser einzubinden, damit sie das Spiel am Leben halten. Man muss nur Minecraft anschauen. Oder eben Age of Empires 2.

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