Trotz Elden Ring: War das Spielejahr 2022 eine Enttäuschung?

Dimi sagt, das Spielejahr 2022 war wie ein neuer Terminator-Film: Man geht mit niedrigen Erwartungen rein und wird trotzdem noch enttäuscht. Stimmt das?

Das Jahr 2022 hatte durchaus seine Höhepunkte - aber noch viel schlimmere Tiefpunkte. Das Jahr 2022 hatte durchaus seine Höhepunkte - aber noch viel schlimmere Tiefpunkte.

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Es war natürlich nicht alles schlecht im Spielejahr 2022. Wir erfreuten uns an Indie-Juwelen wie Stray oder Cult of the Lamb, taktierten uns durch ein überraschend solides Strategiespiel-Aufgebot von Dune: Spice Wars bis zur vierten Season von Anno 1800, und dann war da ja auch noch Elden Ring.

Dennoch hinterlässt das Jahr 2022 einen schalen Beigeschmack, weil es uns zu oft vor Augen führte, woran die Spieleindustrie (mit Betonung auf »Industrie«) immer noch krankt. Das bespricht Micha im Jahresrückblicks-Podcast mit Dimi und Peter.

Und damit meinen wir nicht die Verschiebungen von Spielen wie Forspoken, Hogwarts Legacy, Diablo 4 oder Starfield. Im Gegenteil, denen bleibt damit (hoffentlich!) erspart, was in diesem Jahr zu viele Spiele heimsuchte: der Fluch der Unfertigkeit.

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Besonders Modern Warfare 2 erzürnte die Gemüter nicht nur im Internet, sondern auch in der Redaktion. Für Dimi gehört die Shooter-Fortsetzung nicht nur zu den größten Enttäuschungen des Jahres - Modern Warfare 2 illustriert mit seinem fehlerbehafteten Release zugleich ein generelles Problem.

Und dann war da auch noch die Diskussion um Diablo Immortal und dessen Monetarisierung, die das Vertrauen in Blizzard erschüttert hat (Stichwort »Wir verkaufen keine Ausrüstung, aber Edelsteine sind ja keine Ausrüstung«).

Apropos Geld: Die Konsolidierung der Spielebranche schritt im Jahr 2022 weiter voran, nie zuvor wurden derartige Milliardensummen in Übernahmen gepumpt. Die größte davon - der Deal zwischen Microsoft und Activision-Blizzard - ist zum Zeitpunkt unserer Podcast-Aufnahme aber alles andere als sicher, weil die US-Kartellbehörde FTC noch Einspruch erhebt.

Der Übernahmekampf zeigt dabei vor allem eines: Die großen Marktteilnehmer bringen ihre Kanonen in Stellung für die Plattformkriege. Gleichzeitig mischen neue Wettbewerber mit, etwa Amazon oder Netflix. Welche seltsamen Blüten das treibt, haben wir auch schon in unserem Podcast über die Plattformkriege besprochen:

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