Es ist mal wieder Prime Day bei Amazon. Der Internethändler hat dabei mal wieder eine ganze Reihe spannender Angebote am Start, ich habe mir für euch angesehen, welche Laptops sich diesmal wirklich lohnen.
Apple MacBook Neo
Ich starte mit dem Laptop-Shooting-Star des Jahres, dem Apple MacBook Neo. Das kleine 13-Zoll-Gerät mit 512-GB-SSD bekommt ihr aktuell bei Amazon bereits für 685 Euro.
Bei Apple direkt zahlt ihr für die gleiche Konfiguration 799 Euro. Einen Haken hat die Sache: Der genannte Preis gilt nur für die Version in der Farbe Rosa, die anderen Farben kosten zwischen 711 bis 722 Euro.
Das MacBook Neo ist kein Hochleistungsrechner, diesen Anspruch hat der schlanke Rechner auch nicht und das macht ihn irgendwie auch sympathisch. Um den günstigen Einstiegspreis realisieren zu können, hat Apple natürlich den Rotstift angesetzt.
Das beginnt bei der CPU, hier kommt kein M-Modell zum Einsatz, sondern der A18 Pro aus der letzten iPhone-Generation. Von der Leistung ist er etwa mit dem M1-Chip vergleichbar und das sollte für die alltäglichen Anwendungen locker ausreichen.
Sehr deutlich gespart hat Apple am RAM, mehr als 8 GB gibt es selbst gegen Aufpreis nicht, das könnte bei anspruchsvollen Aufgaben knapp werden, die angepeilte Zielgruppe wird das aber vermutlich nicht merken. Sehr deutlich merkt man aber die hohe Qualität, denn beim Gehäuse hat der Hersteller überraschend nicht gespart, haptisch liegt das Neo durchaus auf dem Niveau der teuren Air und Pro Modelle.
Ansonsten fällt die Akkulaufzeit dank der sparsamen Hardware gut aus, damit kommt man im Alltag ganz gut klar. Etwas nervig sind dagegen die Anschlüsse, man ist es schon von anderen MacBooks gewohnt, dass es nur noch zwei USB-C-Ports gibt.
Dass aber ausgerechnet der lahme USB-2.0-Standard bei einem der Anschlüsse ein fragwürdiges Revival feiert, kommt schon überraschend. Für 685 Euro ist das unterm Strich ein tolles Angebot, bei dem ihr bedenkenlos zuschlagen könnt.
Asus Zenbook Duo
Das Zenbook Duo hatte ich bereits in der aktuellen Version im Test. Die bei Amazon angebotene Version dürfte aus dem letzten Jahr stammen, an dem grundsätzlichen Funktionsprinzip ändert das aber natürlich nichts. Die Besonderheit, die dem Gerät auch die Bezeichnung Duo
verdankt, bezieht sich auf die beiden 14-Zoll-OLED-Touchscreens.
Diejenigen unter euch, die viel mit Stifteingaben arbeiten, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Beide Displays sind von sehr guter Qualität und ausgesprochen reaktionsfreudig, was Eingaben betrifft. Als CPU kommt ein schneller Intel Core Ultra 285H mit insgesamt 16 Kernen und maximal 5,4-GHz-Taktfrequenz zum Einsatz. Die reine CPU-Leistung liegt damit auf einem Top-Niveau für mobile Rechner.
Bei der Grafikkarte müsst ihr mit der Intel Arc 140T iGPU vorliebnehmen. Mit einem dedizierten Grafikchip kann diese Lösung nicht mithalten, dennoch gehört sie zu den schnelleren iGPUs auf dem Markt. Viele anspruchslosere oder ältere Spiele könnt ihr in geringen Auflösungen und mit reduzierten Details durchaus spielen.
Die weitere relevante Ausstattung besteht aus 16-GB-LPDDR5X-RAM und einer 1-TB-SSD. Die Akkulaufzeit dürfte mit dem 75-Wh-Akku nicht übermäßig gut ausfallen, dafür ist die Kapazität zu gering, um über längere Zeit gleich zwei Bildschirme mit Strom zu versorgen. Der Hersteller gibt immerhin eine Laufzeit von 8 Stunden an, wenn beide Panels eingeschaltet sind.
Eine flache Tastatur liegt übrigens auch mit im Paket. Diese könnt ihr entweder am unteren Display anbringen, dann sieht das Duo optisch wie ein ganz normales Notebook aus, oder ihr legt sie vor das Gerät und stellt die beiden Displays mit dem integrierten Kickstand auf. Asus legt übrigens auch direkt einen passenden Stift mit dazu.
Für 1.249 Euro bekommt ihr sehr viel Touchscreen für euer Geld. Wenn ihr euch mit dem Bedienkonzept mit zwei Displays anfreunden könnt, kann das Zenbook Duo durchaus eine interessante Wahl sein.
Alienware 16 Aurora
Dass ein Laptop von Alienware nicht teuer sein muss, zeigt das nächste Angebot. Für 1.099 Euro bekommt ihr das Alienware 16 Aurora mit RTX 5060 Grafik. Der Laptop besitzt ein formschönes und gut verarbeitetes Gehäuse.
Beim eingebauten 16-Zoll-Display handelt es sich um ein IPS-Panel, das mit 2560 × 1600 Pixel (120 Hz) auflöst. Die Helligkeit ist mit 300 Nits nicht sonderlich hoch, beim Zocken solltet ihr also ein eher etwas dunkleres Plätzchen aufsuchen, für den Außeneinsatz ist die Helligkeit zu gering.
Als Prozessor baut Alienware den Intel Core 7 240H ein. Die CPU besitzt 10 Kerne und taktet mit bis zu 5,2 GHz. Dieser Chip ist deutlich langsamer als eine Intel 275HX, den man in vielen anderen Gaming-Laptops findet. Die Leistung sollte zum Spielen in Kombination mit der RTX 5060 ausreichend sein.
Leider hält man sich bei Dell / Alienware mit der TGP der Grafikkarte zurück, im 16X Aurora lief der Grafikchip mit 115 Watt. Das entspricht der maximal möglichen TGP, die Nvidia erlaubt, inklusive 15 Watt Dynamic Boost. Der Nachteil der RTX 5060 ist der nur 8 GB große VRAM, der bei einigen Spielen heute schon für Probleme und Ruckler sorgen kann.
Die Speicherausstattung ist mit 16-GB-DDR5-RAM und einer 1-TB-SSD für diese Preisklasse als Standard anzusehen und dürfte für viele Anwender erst einmal ausreichend dimensioniert sein. Unterm Strich ist das Alienware Aurora für 1.099 Euro ein solider Gaming-Laptop der unteren Mittelklasse, mit dem ihr nicht viel falsch machen könnt.
Asus V16 V3607VM
Das Asus V16 ähnelt bei der Ausstattung stark dem Alienware Aurora. Die CPU (Intel 240H) und GPU (RTX 5060) sind identisch. Auch bei Speicher herrscht mit 16-GB-RAM und einer 1-TB-SSD Gleichstand.
Aber es gibt natürlich auch Unterschiede und die beginnen beim Display. Zwar besitzt auch das Asus V16 ein IPS-Panel, dieses löst allerdings nur mit 1920 x 1200 Pixel (144 Hertz auf) Die Helligkeit ist dann mit 300 Nits ebenso überschaubar wie beim Alienware. Wer ein Gerät für den Einsatz im Außenbereich möchte, sollte sich besser nach einem anderen Gerät umsehen.
Ein dickes Fragezeichen steht hinter der RTX 5060, hier ist unklar, wie hoch die TGP und damit die finale Leistung ist. Dafür kostet das Asus V16 in der beschriebenen Konfiguration aktuell aber auch nur 899 Euro. Das sind also 200 Euro weniger, als ihr für das vergleichbar ausgestattete Alienware-Notebook auf den Tisch legen müsst.
Wenn es wirklich auf jeden Cent ankommt, solltet ihr euch das V16 einmal ansehen. Im Zweifel würde ich euch aber zum Alienware Aurora raten. Der Rechner hat das hochwertigere Gehäuse, ein etwas besseres Display und bietet im Vergleich die deutlich bessere Haptik.
Meinung der Redaktion
Sven Scharpe
Tim Cook hatte kürzlich in einem Interview schon angekündigt, dass Preiserhöhungen infolge der RAM-Krise unvermeidbar wären. Aber es wird nicht nur Apple treffen, auch Laptops, Grafikkarten und SSDs werden weiter im Preis steigen. Der Prime Day ist vermutlich eine der letzten Gelegenheiten, um noch einmal ein Schnäppchen zu machen.
Ich rate euch daher dazu, jetzt zu kaufen, falls ihr in den kommenden Monaten aufrüsten oder ein neues Notebook kaufen möchtet. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Ära der günstigen Preise für eine längere Zeit vorbei sein wird.




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