Wir alle haben es wohl getan: Die PS1 als CD-Player genutzt. Wenn wir gerade nicht mit Solid Snake durch Gänge geschlichen sind oder mit Crash Bandicoot Kisten zu Kleinholz verarbeitet haben, gab die Konsole eine passable Anlage ab (in Verbindung mit dem TV, versteht sich).
CDs in die PS1 legen haben viele von uns getan, aber habt ihr auch schon mal PS1-Disks in den CD-Player gelegt? Euch könnte eine Überraschung erwarten.
Geheime Soundtracks und Easter Eggs
Vermutlich liegt es an der schwarzen Unterseite der Disks, wieso wir nicht auf die Idee gekommen sind, sie einfach mal mit dem CD-Player abzuspielen – dabei sind PS1-Spiele auch nur simple CDs.
Nicht jedes Spiel hat geheime Musik-Files gespeichert, aber so mancher Spieler könnte eine Überraschung erleben, denn nicht wenige Disks enthalten den gesamten Spiele-Soundtrack (oder zumindest große Teile davon).
- Breakout
- Dead or Alive
- Namco Museum
- Rayman
- Wipeout XL
Bei manchen Spielen gibt es sogar zusätzliche Musiktitel, die es nicht ins fertige Spiel geschafft haben.
- Battle Arena Toshinden
- Castlevania: Symphony of the Night
- Destruction Derby 2
- Duke Nukem Total Meltdown
- Die Schlümpfe
Mit ein wenig Glück findet ihr sogar Easter Eggs auf den PS1-Spielen, wenn ihr sie in einen CD-Player legt. In diesem Fall wurde nicht bloß Musik als Audio-Datei hinterlegt, sondern extra Easter Eggs kreiert.
- Breakout: Neben dem Soundtrack sind auch alle Soundeffekte auf der Disc zu hören.
- Castlevania: Symphony of the Night: Beim zweiten Track auf der CD warnt Alucard, die Hauptfigur, persönlich davor, nicht den ersten abzuspielen.
- Dead or Alive: Neben der Musik hört ihr auch die Zitate aller Figuren, wenn sie einen Kampf verloren haben.
- Doom: Der Gesang im letzten Musikstück ist mit Dämonenstimme.
Besonders lohnend sind PS1-Spiele, die lizenzierte Musik verwenden wie Hot Wheels Turbo Racing, denn diese könnt ihr in manchen Fällen einfach wie ein Musikalbum via CD-Spieler hören.
Eine Liste der bisher gefundenen Soundtracks und Easter Eggs findet ihr auf Console Mods (oder, wer es retro mag: in diesem Forenbeitrag von 2003 auf Digital Press, in dem Nutzer die Musik gemeinsam aufstöberten).
Wie kommt es zustande, dass man auf PS1-Disks sowohl spielen als auch mit ihnen Musik hören kann?
Das liegt am sogenannten Yellow-Book-Standard, der es Mitte der 1990er erlaubte, sowohl Daten als auch Musik-Dateien auf eine CD zu pressen. Bei Entwicklern war es damals beliebt, Hintergrundmusik als einfaches Sound-File zu hinterlegen.
Das verbraucht zwar eine Menge Speicherplatz und verhindert, dass man gleichzeitig spielen und Musik hören kann. Es sorgte aber auch dafür, dass Spiele-Soundtracks in CD-Qualität vorhanden waren (und im Zuge dessen die CPU nicht zu sehr beansprucht wurde).
Kanntet ihr dieses kleine, aber feine Geheimnis des PS1-Disks? Welcher ist euer liebster Spiele-Soundtrack? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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