Wer aufrüsten will, sollte besser jetzt zuschlagen: Warum es sich zum Prime Day besonders lohnen dürfte, nach RAM-Deals Ausschau zu halten

Große Speicherhersteller stellen die DDR4-Produktion ein, was zu Preisexplosionen führen soll. Die modernere RAM-Generation ist allerdings ebenfalls betroffen.

Arbeitsspeicher wird teurer. Das ältere DDR4 ist besonders betroffen. Arbeitsspeicher wird teurer. Das ältere DDR4 ist besonders betroffen.

Aktuell läuft auf Amazon bekanntlich der Prime Day, der sich trotz Einzahl im Namen über mehrere Tage erstreckt. Die Sinnhaftigkeit der gegebenen Angebote einmal außer Acht gelassen – zumindest am Horizont des RAM-Markts gibt es Anzeichen, dass ihr euren Bedarf an Arbeitsspeicher lieber früher oder später decken solltet.

DDR4-Produktionstopp führt zur Preisexplosion

So sehen es zumindest die Marktanalysten von Trendforce, die den Markt für Arbeitsspeicher vor einem Umbruch sehen. Insbesondere DDR4-Speicher steht vor einem massiven Anstieg. Bereits seit April 2025 ist im Kontext der Preise ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten.

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Während DDR4-Speicherchips Ende April noch für 1,75 US-Dollar pro 8-Gb-Chip erhältlich waren, ist der Preis bis Juli bereits auf über 5 US-Dollar gestiegen.

Der Hauptgrund für die Preissteigerungen liegt in Entscheidungen der großen Speicherhersteller: Samsung, SK Hynix und Micron haben bereits End-of-Life-Mitteilungen (EOL) für ihre DDR4-Produktion verschickt.

  • Samsung kündigte bereits im April 2025 an, die DDR4-Produktion Ende 2025 (via DigiTimes Asia) einzustellen. SK Hynix plant das Produktionsende bis zum zweiten Quartal 2026, während Micron trotz starker Nachfrage ebenfalls den Ausstieg aus der DDR4-Fertigung vollzieht.
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Nicht nur DDR4 wird teurer

Die Preisexplosion beschränkt sich nicht nur auf DDR4. Auch andere Speichertypen sind von erheblichen Kostensteigerungen betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Neben DDR4 und DDR5 sind natürlich auch die jeweiligen Mobilvarianten für Laptops und Handys sowie der Speicher eurer Grafikkarten betroffen. Insgesamt sehen die Trendforce-Analysten folgende Preisansteige im dritten Quartal 2025 auf Speicherhersteller zurollen:

SpeichertypTrendforce-Prognose
PC-DRAMDDR4: ~38 bis 43 Prozent
DDR5: ~3 bis 8 Prozent
Mobil-DRAMLPDDR4X: ~28 bis 33 Prozent
LPDDR5X: ~5 bis 10 Prozent
Grafik-DRAMGDDR6: ~23 bis 28 Prozent
GDDR7: ~5 bis 10 Prozent

Entsprechend der Tabelle ist also leider nicht nur die vorige Generation an Speicher betroffen – die bei aktuellen Grafikkarten wie RDNA 4 oder der RTX 5050 noch genutzt wird –, sondern auch alle modernen Varianten.

Immerhin fällt der Anstieg moderater aus, was wiederum zu einer kuriosen Szene führt: DDR4-Speicher ist teils teurer als das modernere DDR5.

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Der Schweinezyklus steht wieder auf Anfang

Plant ihr noch in diesem Jahr ein Systemupgrade (insbesondere von DDR4 aus), ergibt ein baldiger RAM-Kauf also durchaus Sinn. Der Haken an diesem Szenario: DDR5-Arbeitsspeicher ist erst ab AMD Ryzen 7000 (Zen 4) oder Intel Core 12000 (Alder Lake) unterstützt.

Habt ihr ein älteres System und wollt nicht mehr Geld für das ältere DDR4 ausgeben, ist auch ein Systemwechsel nicht vollkommen außer Frage zu setzen.

  • Abwarten könnt ihr indes getrost, wenn ihr aktuell ohnehin keinen oder sehr geringen Speicherbedarf habt oder euer Budget für andere Komponenten dringender benötigt wird.

Gewissermaßen stehen wir nämlich wieder vor einem neuerlichen Durchlauf des »Schweinezyklus«, der insbesondere bei Speicherchips mehrfach zum Thema wird:

Kurz erklärt: Innerhalb eines solchen Zyklus wird bei hoher Nachfrage die Produktion hochgefahren, was bei sinkendem Interesse eine Überversorgung mit entsprechendem Preissturz zur Folge hat. Andersherum führt eine Verknappung des Angebots (wir befinden uns hier) logischerweise zu sukzessive höheren Preisen.

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